Endlich hat es nun auch mal das Haribo-Racing-Team geschafft. Das wurde ja auch mal Zeit: Nach vier Stunden und 21 Sekunden wurde Uwe Alzen im Mercedes-AMG GT3 als Erster abgewunken. Zusammen mit Lance David Arnold und Jan Seyffarth schlug nicht nur der erste Mercedes-AMG-Sieg in der VLN-Saison 2016 zu Buche, sondern auch der erste Teamerfolg seit gut sechs Jahren. Damals gewannen noch Richard Westbrook und Lucas Luhr im Porsche 911 GT3 R ebenfalls unter der Haribo-Flagge. Hinter dem GT3-Mercedes kamen die beiden BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop ins Ziel. Auf den Plätzen vier und fünf sahen der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Audi R8 LMS von Twin Busch Motorsport die Zielflagge. Alexander Mies und Michael Schrey verteidigten dagegen die Tabellenführung in der Cup 5-Klasse – souverän fuhr das Duo auf BMW M235i Racing zum sechsten Klassensieg in Folge.

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Die Zuschauer dürften das Spektakel geliebt haben. Vier Stunden packende Rennaction auf der schönsten und anspruchvollsten Rennstrecke bei sommerlichen Temperaturen – besser ging es nicht. Neun Führungswechsel in 28 Rennrunden hielten die Spannung stetig hoch. Neben den Siegern und den Zweitplatzierten Christian Krognes, Victor Bouveng und Jörg Müller im Walkenhorst-BMW sammelten auch der Audi R8 LMS von Phoenix Racing und der Porsche 911 GT3 R des Wochenspiegel Team Manthey Führungskilometer. Während der Phoenix-Audi nach einem technischen Defekt in Runde 25 vorzeitig aufgeben musste, kam der Wochenspiegel-Porsche auf den achten Platz.

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Am Ende hatte Uwe Alzen 12,090 Sekunden Vorsprung auf Müller. „Wir mussten am Ende etwas mit dem Treibstoff haushalten, weil wir nicht hundertprozentig sicher waren, ob der Sprit noch für eine weitere Runde reichen würde“, erklärte Arnold. „Am Ende sprang ein fantastischer Sieg heraus. Die Pace in der Langstreckenmeisterschaft ist enorm, und ehe wir am Ende das Rennen kontrolliert nach Hause fahren konnten, mussten wir jede Runde ‚all in’ gehen.“ Alzen: „Ich wollte auf keinen Fall etwas riskieren. Auch wenn ich am Ende etwas Tempo rausgenommen haben, ist jede Runde in der ‚Grünen Hölle’ extrem anspruchsvoll.“

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Krognes/Bouveng/Müller waren mit dem zweiten Platz am Ende auch sehr zufrieden. Im Zeittraining am Samstag hatte Krognes mit einer Fabelzeit von 7:56,642 Minuten sogar noch die Pole-Position erfahren. Das ist neuer, inoffizieller Rundenrekord – der letzte inoffizielle wurde erst am vorletzten Rennwochenende von Christopher Mies errungen (7:57,161). Auch im Rennen fuhr das Trio auf BMW mit 8:02,914 Minuten die schnellste Runde aller Teams. „In einer Runde ist der BMW M6 GT3, der erst in diesem Jahr debütierte, schon richtig schnell“, sagte Müller. „Das Team arbeitet nun akribisch daran, diesen Speed auch über die Distanz umzusetzen. Wir haben diesbezüglich wieder große Schritte nach vorne gemacht, was die Positionen zwei und drei eindrucksvoll zeigen.“

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Das siebte Rennen findet am 3. September dieses Jahres statt.