Für viele ist James Bond mehr als nur ein Leinwandagent. Er ist eine Lichtgestalt in der Verkörperung niveauvoller, maskuliner Coolness. Aber so inspirierend ihn viele auch empfinden, nicht nur in Sachen Blech gibt es da eine zumindest gefühlte Hürde. Denn, so der Glaube, genießt der weltbekannteste Wodka-Martini-Fan nur Teures aus der Oberklasse und lässt sich auch ansonsten kaum mit dem Gehalt eines Normalverdieners replizieren. Stimmt aber nicht. Der folgende Artikel zeigt, wie es auch ohne Rückendeckung durch die schwarzen Konten des MI6 geht.

  1. Mieten statt kaufen

Details haben die Angewohnheit, für eine Geschichte oft zentrale Wichtigkeit zu besitzen, werden jedoch häufig sträflich vernachlässigt. Dieser Leitspruch passt auch auf viele Bond’sche Tatsachen, vor allem seine Autos: Glaubt jemand, dass die Fahrzeugbriefe zwischen Aston Martin DB10, Jaguar und Rolls Royce bei James zuhause im Aktenschrank liegen? Sicher nicht.

Tatsache ist nämlich: In praktisch keinem seiner Filme ist Bond Fahrzeugbesitzer, selbst in den Romanen ist er das nur extrem selten. Die Autos werden ihm entweder zur Verfügung gestellt oder geraten auf anderem Weg in seine Hände.

Anders ausgedrückt: Wenn selbst ein Bond nur „Leihwagen“ fährt, ist diese Vorgehensweise auch für alle, die seinen Style abkupfern möchten, probat. Und dafür ist es nicht einmal mehr notwendig, sich an reiche Privatbesitzer solcher Autos zu wenden. Mittlerweile hat sich auch jenseits der britischen Inseln eine beachtliche Händlerszene gebildet, die ihr Geld damit macht, solche Luxuskarossen zu vermieten. Einfach mal googeln „James Bond Auto mieten“: Zwar auch kein ganz billiges Vergnügen; dreistellig wird es pro Tag in jedem Fall. Dafür sollte aber auch immer im Hinterkopf bleiben, dass es sich hierbei um Luxusfahrzeuge und/oder Oldtimer handelt.

  1. Die „anderen“ Bond-Autos besitzen

Der Nachteil vom Mieten liegt auf der Hand: Ist der Tag oder das Wochenende vorbei, ist das schicke Blech wieder weg und man selbst muss sich wieder in sein gar nicht Bond-mäßiges Fahrzeug setzen. Aber denken wir doch mal ein wenig weiter: Es ist vollkommen legitim, den Bond’schen Casinobesuch im Smoking dadurch zu ersetzen, dass man auf die digitale Variante in Form von Online Casinos setzt. Zieht man zuvor Vergleiche heran, wirft einen Blick auf Anbieter und Tests, stellt man beispielsweise fest, das PlayClub Casino ist seriös. Dann dort loszuspielen ist praktisch dieselbe Liga, ist sicher, bietet den gleichen Spaß und ist trotz Anlehnung an Bond wesentlich schonender für die Brieftasche.

Sucht man auch bei den Fahrzeugen nach adäquatem Ersatz, fällt eine Tatsache auf : Sogar James Bond fährt nicht immer oberklassige Luxuskarossen, die sich kein Normalverdiener leisten kann. Und selbst von denen wird längst nicht jeder heute für hohe fünf- oder gar sechsstellige Beträge gehandelt. Mal eine kurze Liste mit „Auch-Bond-Autos“ und deren ungefähren Preisen auf dem aktuellen europäischen Liebhabermarkt, um das zu untermalen:

  • No: Sunbeam Alpine Series II, 15 – 20.000 Euro.
  • Diamantenfieber: 1971er Ford Mustang Mach 1, 20 – 30.000 Euro.
  • Der Mann mit dem goldenen Colt: 1974er AMC Hornet Coupé, 10 – 20.000 Euro.
  • Der Spion, der mich liebte: Lotus Esprit S1, 20 – 40.000 Euro.
  • In tödlicher Mission: Lotus Esprit S2 Turbo, 20 – 40.000 Euro (normale S2)
  • Golden Eye: BMW Z3 Roadster, 8 – 25.000 Euro.
  • Der Morgen stirbt nie: BMW 750iL (E38), 4 – 10.000 Euro.
  • Bond-Romane von John Gardner: Saab 900 Turbo, 10 – 20.000 Euro.

Preise also, die man für Neuwagen oder viele andere Oldtimer zahlen würde – mittlerweile kostet nämlich bei uns ein durchschnittlicher Neuwagen 33.580 Euro! Und die genannten Preise gelten auch nur für die meist hochmotorisierten Varianten, die wirklich im Film portraitiert wurden. Wer sich in Sachen Leistung etwas einschränken kann, vielleicht auch nicht unbedingt die „Bond-Lackierung“ in der im Film gezeigten Farbe haben muss oder sich mit einer nachträglichen Folierung begnügen kann, kommt oftmals sogar noch günstiger weg.

Einmal abgesehen davon, dass so manche Besitzer der superbekannten Bond-Autos den Hype darum schon etwas nervig finden, weil jeder ihren Wagen nur mit Bond in Verbindung bringt. Da sind die hier gelisteten Wagen doch schon eher etwas für Kenner und echte Fans.

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  1. Kleiderstyle an den Tag legen

Die Autos wären abgehakt. Aber was ist mit dem Rest von James? Nein, auch wenn manche ihn nur mit Anzügen oder gar Smokings in Verbindung bringen, läuft Bond natürlich längst nicht immer so gekleidet durch die Welt. Was ihn viel mehr ausmacht, ist das Wörtchen „adrett“.

Noch beim Feuergefecht am Ende von „Skyfall“ ist er in einem Halbmantel ziemlich cool gekleidet, macht auch in der Badehose eine gute Figur. Okay, an diesem Punkt ist es zwar eine Tatsache, dass auch Bonds normale Kleidung praktisch immer von namhaften Designern stammt und dementsprechend nicht sonderlich bekömmlich fürs Konto ist. Aber:

  1. Gerade im englischsprachigen Bereich gibt es genügend Webseiten und Blogs, die nichts anderes tun, als jedes einzelne, in einem Bond-Film sichtbare Produkt zu entziffern und aufzulisten. Soll heißen, wirklich alles lässt sich recherchieren.
  2. Speziell was die Kleidung anbelangt gibt es praktisch nichts an James Bonds Körper, das ausschließlich in der teuren Designervariante erhältlich wäre. Wer hier weiter recherchiert (auch dafür gibt es Websites, die günstigere Varianten auflisten), findet meist Stücke, deren Look ziemlich dicht ans Original kommt, ohne sich jedoch auch preislich so zu verhalten.

Dann benötigt es nur noch ein weiteres dieser lebenswichtigen Details, die bereits erwähnt wurden: Man muss lernen, sich wie James immer dem Anlass entsprechend zu kleiden. Das dürfte für viele, die in einer Welt von „Casual everywhere“ aufgewachsen sind, tatsächlich die größere Hürde als das reine Beschaffen der Kleidungsstücke sein. Nicht nur viele Designer meinen, dass wir es verlernt hätten, uns jederzeit anlassgerecht stilbewusst zu kleiden.

  1. Nie ohne Plan B und Helferlein aus dem Haus gehen

Zugegeben, mit einer Walther PPK im Schulterholster und einer Armbanduhr, die Laserstrahlen schießt, dürften allzu realistische Bond-Fans ziemlich schnell einen Polizeieinsatz auslösen. Aber auch hier geht es etwas anders. Und das bedeutet nicht, stattdessen mit einer Wasserpistole Vorlieb zu nehmen.

Wofür stehen denn all die Gadgets, mit denen James vor einer Mission immer ausgestattet wird? Vor allem für eine Geisteshaltung: Bringe dich niemals in die Verlegenheit, selbst einer haarsträubend unvorhersehbaren Situation mit heruntergelassenen Hosen gegenüberzustehen.

Wer Auto fährt, egal ob nun Alltagswagen oder Bond-inspiriert, sollte natürlich immer ein paar Werkzeuge und Pannenhelfer im Kofferraum haben. Und wer ohne Taschenmesser, etwas Bindfaden, Kugelschreiber und Notizblock aus dem Haus geht, darf sich auch nicht wundern, wenn er schon vor einer zu gut verschlossenen Chipstüte kapitulieren muss.

Es sind die kleinen Dinge, die einen James Bond ausmachen. Denn was ihn auf der Leinwand so unnachahmlich wirken lässt, sind nicht nur die Autos, es ist der Mann, seine Einstellung und Haltung – und die lässt sich nicht nur günstig, sondern vielfach völlig kostenlos kopieren.