Reifendiskussionen enden nicht selten mit Stammtischparolen und auf selbigem Niveau. Für jedes Lager, ob Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen, für sogenannte Markenreifen oder Discounterreifen, sogar für runderneuerte Reifen gibt es noch eine gewisse Lobby. Jede beansprucht für sich gewisse Argumente, doch nicht jedes ist auch tatsächlich haltbar. Doch wie so häufig im Leben, kommt es auch bei Reifen – wohlgemerkt der einzigen Verbindung zwischen Auto und Straße – auf den Nutzungszweck an. Wer das ganze Jahr mit Winterreifen unterwegs ist, mag zwar für etwaige Starkschneefälle im Juni gerüstet sein, hat aber bei warmer und beispielsweise nasser Straße deutlich weniger Grip. Selbiges gilt umgekehrt für Experten, die „nur ganz selten“ im Winter unterwegs sind und deswegen auf Winterreifen gänzlich verzichten. Kommt es hier zu einem Unfall, kann die Versicherung ihren Schutz verweigern. Das aber nur am Rande.

Allgemein lässt sich feststellen: Vielfahrer, die regelmäßig und hohe Kilometerleistungen bei jedem Wetter abspulen müssen, sollten grundsätzlich auf Sommer- und Winterreifen setzen. Ganzjahresreifen können nur bei einer geringen Jahresfahrleistung tatsächlich eine Empfehlung sein. Doch wie sieht es mit der Reifenmarke aus? Blickt man auf die einschlägigen Reifentests liegen günstigere Reifen, beispielsweise von der amerikanischen Marke Cooper, eher im schlechteren Mittelfeld. Doch das muss nicht zwingend ein Hinderungsgrund sein. Erstens bilden Reifentests regelmäßig nur eine Größe ab – ein Reifen, der in einer bestimmten Größe auf einem bestimmten Fahrzeug gut abschneidet, kann in einer abweichenden Größe deutlich schlechter oder auch besser funktionieren. Und wieder kann das Nutzungsprofil den Ausschlag geben. Ältere Reifengrößen, die häufig auf Oldtimern und Autos mit einem Alter von mehr als 20 Jahren gefahren werden, haben die bekannteren Reifenhersteller oft nicht mehr im Angebot. In diesen Fällen kann ein Cooper-Reifen die vielleicht einzige Alternative sein, zumal derartige Fahrzeuge ohnehin meistens bei guten Wetterbedingungen bewegt werden. Auch wer häufig oder gar ausschließlich im Stadtverkehr unterwegs ist, wird Unterschiede zu einem „Markenreifen“ nicht ausmachen können.

Mittlerweile bietet Cooper sogar Reifen für Hochleistungsfahrzeuge an, die zum Teil mit der Geschwindigkeitskennung „Y“ (bis 300 Km/h) und durch das EU-Reifenlabel mit der Bestnote „A“ für die Nasshaftung zertifiziert wurden.