Mit durchaus munteren 190 PS geht der neue VW T-Roc 2.0 TFSI, den wir aktuell in unserer Testwagen-Garage begrüßen dürfen, an den Start. Eigentlich ein recht guter Wert. Und trotzdem …. Etwas dynamischer könnte der kleine Wolfsburger schon unterwegs sein. Was also tun? Klar, ab zum Tuner, eine neue Steuersoftware aufspielen und ein paar PS mehr rausholen lassen. Doch so einfach ist das nicht. Es gibt diverse Gründe, weshalb dieser Schritt nur unter größten Mühen möglich ist. Was können wir sonst tun? Nun, wir haben da von einem Nachrüst-Modul gehört, dass die Gas-Annahme deutlich direkter machen soll, der Motor soll so die Befehle des heutzutage ja immer elektronischen Gaspedals viel besser annehmen und das Ansprechverhalten gefühlt steigern. Und das Ganze ist sogar ohne Eintragung umsetzbar. Das klingt doch spannend, oder? Also haben wir nicht lange gefackelt, sind zum VW-Händler WILLY TIEDTKE gedüst und haben unsere Bitte vorgebracht.

Nach maximal einer Viertelstunde Arbeit ist das „PowerPedal“ genannte Modul verbaut und einsatzbereit. Nach dem Aufspielen der kostenlosen App, die für Android und Apple zu haben ist und das Modul via Bluetooth steuert, verlassen wir schon wieder den Hof des Händlers. Kostenpunkt des Moduls: 209 Euro zuzüglich Einbau. Kabel und Modul verschwinden unauffällig im Fußraum.

Um uns ganz auf das veränderte Fahrerlebnis einstellen zu können, fahren wir in der Einstellung „Off“ vom Hof, verkneifen uns die Aktivierung von „Dynamic“, „Sport“ und „Race“. Kaum ist die Landstraße erreicht, beginnt das Testen. Die verschiedenen Modi werden rauf und runter aktiviert, deaktiviert und in Kombination mit den bordeigenen Einstellungen des T-Roc durchprobiert. Das Ergebnis kann durchaus überzeugen: Ja, das PowerPedal funktioniert einwandfrei. Der Motor hängt deutlich besser am Gas (im Race-Modus vielleicht sogar etwas zu giftig. Zumindest für ungeübte Fahrer). Vor allem die Kombination mit dem Komfort-Modus des Basis-Fahrzeugs macht Laune. Warum? Nun, wer es nicht mag, dass die Gänge im Sportmodus des Drive Select immer so weit ausgefahren werden, aber dennoch etwas mehr Druck möchte, der wird am PowerPedal seine wahre Freude haben. Bei dieser Kombination stellt sich fast so etwas wie ein „DieselFeeling“ ein – zumindest was das schaltarme, drehmomentstarke Fahren anbelangt.

Um noch einmal auf den „Race-Modus“ des Nachrüstmoduls zu sprechen zu kommen …. Da das PowerPedal beim Neustart des Motors stets die letzte Einstellung beibehält, sollte man vorm Abstellen des Wagens das Modul vielleicht besser auf „Off“ stellen. Da es bei „Race“ nahezu digital anspricht, ist das Ausparken in diesem Modus nicht so ganz einfach. Davon unbenommen steht unser Fazit allerdings fest: Den Einbau des PowerPedal können wir durchaus empfehlen. Zumindest vom Gefühl her fährt sich unser Testwagen nach dem Einbau deutlich sportlicher. Wer den Weg zum Tuner und einer „echten“ Leistungssteigerung scheut, sollte auf jeden Fall über das PowerPedal nachdenken.