Hurra, das erste Kind ist unterwegs. Endlich habe ich einen Grund, ein neues Auto zu kaufen. Und die Frau kann nicht mal meckern. Na, dann wollen wir doch mal schauen, was der Markt so alles hergibt, was wir eigentlich brauchen und natürlich, was wir uns leisten können. Fangen wir mit der der grundsätzlichen Frage an: Wie viel können wir ausgeben?

Um es an dieser Stelle möglichst vielen von euch – liebe Leser – Recht zu machen, stellen wir uns einmal vor, es stehen 20.000 Euro, 40.000 Euro oder – auch das soll es geben – Geld spielt keine Rolle und gekauft wird, was gefällt.

Los geht mit einem Budget von 20.000 Euro. Das lässt sich noch gut über fünf Jahre finanzieren, ohne sich krumm machen zu müssen. Und wie die Familien-Situation in fünf Jahren aussieht, wissen viele eh noch nicht.

Nun denn, für 20.000 Euro finden sich etwa bei InstaMotion schon jede Menge recht neue Kombis vom Schlage eines VW Golf Kombi, Ford Focus Turnier oder auch Skoda Octavia und Skoda Superb. Besonders letzterer bietet in seiner Fahrzeugklasse erstaunlich viel Platz und schneidet in den Tests der einschlägigen Magazine gut ab. Noch etwas mehr Raum bietet die Mercedes E-Klasse, die als E200 mit 136 Diesel-PS (Bj 2014) auch schon zu haben ist. Für rund 20.000 Euro sind aber auch schon BMW fast 200 PS starke BMW 320 von 2016 zu haben, mit denen sich dank Heckantrieb und knackiger Schaltung durchaus zügig unterwegs sein lässt – natürlich nur, wenn die Familie nicht mit an Bord ist.

Ungefähr genau so viel Platz wie obig erwähnte Kombis bieten Kompakt-Vans vom Schlage eines Opel Zafira, Citroen Berlingo oder VW Touran, die es ebenfalls recht neu für um die 20.000 Euro gibt.

Legt man nun nochmals 20.000 Euro drauf, dann eröffnen sich grundsätzlich drei Möglichkeiten. Zum einen kann man natürlich ein neueres Modell kaufen, oder eines mit mehr Platz oder eines aus einer höheren Fahrzeugklasse.

Im Van-Segment stößt man bei rund 40.000 Euro Einsatz bereits nahezu an die Grenzen des Marktes. Sicherlich, die jeweiligen Zubehörlisten der Hersteller sind lang und vielseitig, doch für besagtes Geld bekommt man halt auch schon einen 2,5 Jahre alten VW T6 Multivan mit sattem 204-PS-Diesel und gerade einmal 12.000 Kilometern auf der Uhr. Mit solch einem Gerät hat man dann nicht nur Platz fürs erste und zweite Kind, auch ein drittes Kind und ein Hund können zum Urlaub ins Ferienhaus noch mitgenommen werden. Und wer dann immer noch mehr Platz benötigt, der bekommt aufgrund der Größe es Vans noch zwei Dachboxen oben drauf. Und mit fast über 200 km/h Topspeed ist man mit erwähntem 204-PS-Modell auch Dauergast auf der linken Spur. Ja, wir würden sagen, als Familien-Wagen ist der VW T6 (oder vergleichbare Modelle vom Schlage einer Mercedes V-Klasse), das Maß der Dinge.

Wer es mit „Bussen“ nicht so hat, der kann im Bereich der Kombis bis 40.000 Euro natürlich ebenfalls fast aus dem Vollen schöpfen. Seien es VW Passat, Mercedes E-Klasse, BMW 5er oder Volvo V70 – an großen, starken und schicken Kombis mangelt es nicht. Wer allerdings Kinder zwischen drei und sieben Jahre hat, sollte immer bedenken, dass die auf der Rückbank gerne mal mit Essen krümeln (was speziell bei Schokolade nicht so erfreulich ist) oder mit ihren Schuhen gegen die Rückenlehnen der Vordersitze treten. Prinzipiell nicht schlimm, bei hochpreisigen Modellen mit möglicherweise schmutzempfindlichen Stoffen, ist so etwas dann aber immer extra bitter.

Neben Van und Kombi bietet sich noch eine weitere Fahrzeugklasse an – die SUVs. Die gibt es natürlich auch schon für unter 40.000 Euro, aber die etwas größeren, die eben nicht auf VW Golf-Plattform und Co. basieren, fangen hier erst an – zum Beispiel geht’s hier für BMW X5, VW Touareg und Audi Q5 erst los. Luxus-Modelle wie den Audi Q7 sucht man hier aber noch vergebens (zumindest die Modelle neueren Baujahres und mit überschaubarer Laufleistung).

Womit wir uns auch gleich einmal an die absolute Speerspitze heranwagen. Wenn Geld keine Rolle spielt, dann kann man in Sachen Kombi eben auch mal zum sagenhaften BMW M550 Touring, dem Audi RS6 Avant oder dem Mercedes E63 AMG liebäugeln. Diesen und ähnlichen Modellen gemein ist die Kombination aus sagenhafter Power, Fahrleistungen auf Sportwagen-Niveau und jeder Menge Platz für die ganze Familie, Spielzeug und Sport-Gerätschaften. Vor allem der große Mercedes-Kombi tut sich hier hervor.

Etwas weniger dynamisch, aber nicht minder teuer und exklusiv stehen die Luxus-SUV der Hersteller dar. Ihr Vorteil: Sie bieten tatsächlich noch etwas mehr Platz als Power-Kombis. Nehmen wir etwa den Audi SQ7 mit seinem monströsen Diesel-Aggregat und seiner Länger von mehr als fünf Metern. Mit diesem Trum dürfte sich auch eine fünfköpfige Familie mit „Equipment“ recht rasant an den Urlaubsort befördern lassen. Dafür werden dann allerdings auch etwa 100.000 Euro fällig.