Bei uns in der Redaktion ist es nicht anders als bei vielen von euch zu Hause: Einmal im Jahr steht der große Kfz-Versicherungscheck an. Denn die meisten  Verträge sind nur zum 31.12. kündbar. Heißt: Aufgrund der Kündigungsfrist von einen Monat muss die Kündigung dem Versicherer spätestens am 30.11. vorliegen.

Also heißt es wieder suchen, rechnen und vergleichen. Obwohl wir mit unseren Redaktionswagen bereits seit einigen Jahren bei der gleichen Kfz-Versicherung unter Vertrag sind, lassen wir uns den Blick auf die Konkurrenz nicht nehmen. Schließlich wollen wir weder unnötig Geld raushauen, noch auf den optimalen Versicherungsschutz verzichten. Deshalb ist unsere aktuelle Versicherung auch schon die insgesamt sechste, die wir in den letzten 24 Jahren erwählt haben. Zufrieden waren wir bislang mit allen – was natürlich daran liegen kann, dass wir aktuell noch keinen Unfall verschuldet haben. Also geht es bei unserer Recherche eigentlich immer nur um die jährlichen Beiträge und die theoretischen Schadensübernahmen.

Insgesamt gibt es um die 50  Kriterien, die von den Versicherungen zur Berechnung der Beitragshöhe herangezogen werden. Die Typklassen-Einstufung des Autos und den Schadenfreiheitsrabatt des Fahrers hat man wohl auch selbst auf dem Zettel. Aber auch Aspekte wie Berufsrabatte, Werkstattbindung und Wohnort bestimmen den Beitrag mit. Zudem gibt es zu bedenken, dass der günstigste Tarif nicht zwangsläufig auch der Beste ist. Die Kunst besteht darin, die beste Kombination auf Kosten und Leistung zu finden. Denn was hilft es, wenn der Günstigtarif nichts kann und beispielsweise beim Punkt Wildschäden Unfälle mit Pferden oder Vögeln ausklammert? Kann teuer werden …

Insgesamt ist das Thema Kfz-Versicherung so komplex, dass auch wir uns auf diverse Vergleichsportale verlassen und auch immer wieder die Ergebnisse der einschlägigen Test-Redaktionen heranziehen. Und siehe da: Es zeichnet sich ein erneuter Kfz-Versicherungswechsel in der Reaktion ab. Denn dieses Jahr weist die Stiftung-Warentest (Finanztest) die Autoversicherung DA Direkt als den absoluten Überflieger aus. Insgesamt hat das Test-Team 68 Versicherungen mit zusammen 150 Tarifen unter die Lupe genommen und die DA Direkt zum dritten Mal zum Sieger gekürt – und zwar in allen Tarifen, in denen der Kandidat angetreten ist. Das macht natürlich Eindruck.

Da haben wir gleich mal geschaut, was denn die Vollkasko eines VW Polo GTI sowie eines Toyota GT86 für uns kosten würde (SF25/SF25). Nun denn: Der 2018er Polo GTI mit 200 PS würde uns im Jahr bei der DA direkt rund 300 Euro kosten. Besonders wichtig: Die Vollkasko beinhaltet auch „Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit“. Die Selbstbeteiligung bei der Vollkasko liegt bei 300 Euro, bei der Teilkasko bei 150 Euro.

Kommen wir zum ebenfalls 200 PS starken Toyota GT86 – einer echten Spaß-Granate, mit der man sich, angesichts des Heckantriebs, auch gerne mal quer ums Eck bewegen kann. Und eben dieses Quäntchen „Spaß“ kostet allem Anschein nach bei der Versicherung einen Aufschlag. Mit gleichen Parametern wie beim VW Polo GTI werden für den GT86 fast 630 Euro fällig.  Was zumindest beim Blick auf Fahrleistungen vielleicht verwundert. Denn der Polo GTI ist sowohl eine ganze Ecke schneller auf Tempo 100 als auch beim Topspeed klar vorne. Aber wahrscheinlich spricht die Unfallstatistik eine noch deutlichere Sprache zu Ungunsten des kleinen, knackigen Toyota.