Der neue Mazda MX-5 ist grundsätzlich kein schlechtes Auto – ganz im Gegenteil. Doch darauf kommen wir demnächst in einem ausführlichen Fahrbericht zu sprechen. Hier geht es um einen MX-5, der den Namen ansich gar nicht mehr verdient, steht er doch für einen puristischen, wendigen und dynamischen Roadster für heiße Sommertage. Dieser MX-5 könnte auch etwas für kühlere Temperaturen sein, er ist von Haus aus ein bisschen heißer. Vier Zylinder mehr, gut dreimal so viel Hubraum und 370 PS mehr als die Serienversion bietet der Flyin‘ Miata von dem gleichnamigen Tuner aus Colorado, der in den unter vier Meter kurzen Roadster einen Corvette-LS 3 verpflanzt.

Flyin Miata 2

CanAm
Was die gut 530 PS mit dem rund 1,2 Tonnen schweren Mazda anstellen mögen, mag man sich nur schwer vorstellen – es ergäbe ein Leistungsgewicht, das nur knapp über dem eines Bugatti Veyron läge. Die 100-Km/h-Marke ist bei entsprechendem Fahrkönnen des Piloten sicherlich unter vier Sekunden geknackt, die mögliche Höchstgeschwindigkeit kann nur geschätzt werden. Viel wichtiger aber: der Fahrdynamik tut der schwere V8 wohl kaum einen Abbruch, der Corvette-Block ist so weit wie möglich hinter der Vorderachse montiert. Das ergibt eine Gewichtsverteilung von 53:47 (Serie: 52:48). Für standesgemäße Negativbeschleunigung sorgt eine Brembo-Komplettanlage. Ein MX-5 mit V8 kostet als Gesamtpaket mindestens 69.000 Euro. Flyin‘ Miata wird sich aber auch den demnächst erscheinenden MX-5 RF mit versenkbarem Targadach und den Fiat 124 Spider vornehmen. Es wurde ja auch allerhöchste Zeit für ein paar puristische V8-Roadster aus den USA.