24h-Rennen Le Mans: Audi siegt, Ferrari dominiert GT-Klasse

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Nur selten gefordert, doch nicht gänzlich souverän: Audi hat die 80. Auflage der legendären 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Wie im Vorjahr hielten Lotterer/Fässler/Tréluyer Konkurrenz und Pech auf Abstand, und machten so den ganz großen Pokal klar. In der GT-Klasse errang Ferrar einen Sensationserfolg.

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Audi ist und bleibt die Macht in Le Mans. André Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer sicherten dem Ingolstädter Automobilbauer am gestrigen Nachmittag seinen nunmehr elften Gesamtsieg bei dem prestigeträchtigsten Langstreckenrennen der Welt – den 24 Stunden von Le Mans. In Form des Audi R18 e-tron quattro der drei glücklichen Piloten ging der „victoire dans la Sarthe“ zum ersten Mal in der langen Historie der Veranstaltung an ein Fahrzeug mit Hybridantrieb. Toyota, der in diesem Jahr einzige Herausforderer der Audianer, verzeichnete bei seiner Rückkehr nach Le Mans hingegen keine Zielankunft – dessen ungeachtet zeigten die Japaner aber dennoch eine achtenswerte Leistung.

Lotterer, Fässler und Tréluyer landeten bereits 2011 gemeinsam den ganz großen Wurf. Seit Sonntag 15:00 Uhr kann das Trio bereits auf jeweils zwei Totalerfolge im Nordwesten Frankreichs zurückblicken. Die Besatzung der Startnummer eins setzten sich letzten Endes aufgrund ihrer fahrerisch guten wie fahrzeugtechnisch zwischenfallslosen Performance durch. Auf den Positionen hinter ihnen rangierten nach dem Fallen der Flagge gleich zwei weitere der insgesamt vier Audi-Werksflitzer. Die Silbermedaille ging an den Hybriden der Altmeister Allan McNish, Rinaldo „Dindo“ Capello und Tom Kristensen, die zeitweise gar nach dem Sieg griffen.

McNish drehte am Vormittag noch eine Toprundenzeit nach der anderen, woraufhin er den Anschluss an Lotterer und Co herstellen konnte. Doch der 42-jährige Schotte machte bei einer Überrundung in den Porsche-Kurven einen Fehler, der in einer Berührung mit den Leitplanken mündete. Der im Anschluss nötige Reparaturstopp in der Box stellte folglich die Rennentscheidung dar. Von diesem Zeitpunkt an arrangierten sich die drei Herrenpiloten nämlich mit ihrem zweiten Rang – denn auch die beiden Audi R18 ultra gerieten dann und wann in Schwierigkeiten, wodurch der schlussendliche Dreifach-Triumph der Audianer zeitweilig auf der Kippe stand.

Rebellion rebelliert: Einen Diesel geschlagen

Oliver Jarvis, Marco Bonanomi und Mike Rockenfeller rollten unter dem Strich aber trotzdem auf der dritten Position ins Parc férme; dahinter allerdings spuckte Rebellion Racing den „Herren der Ringe“ auf der vierten Position zumindest ein wenig in die Suppe. Le-Mans-Frischling Nick Heidfeld, Neel Jani und Formel-1-Weltmeister-Sohn Nicolas Prost schafften es, die Audi-Phalanx zu sprengen, da sie es ohne nennenswerte Probleme durch die gesamten 24 Stunden schafften. Anders der R18 mit Romain Dumas, Loïc Duval und Marc Gené, die mit Platz fünf Vorlieb nehmen mussten. Ihr Rennen war von zahlreichen Rückschlägen durchzogen.

Unter anderem von einigen Unfällen, ähnlich wie bei Toyota. Doch alle Feind- und Mauerkontakte der Audi R18 blieben reparabel. Nicht so jene des Prototyps TS030 Hybrid von Anthony Davidson. Dieser schied bei einem spektakulären Crash (siehe Video unten) gleich gänzlich aus dem Rennen. Auch das zweite Auto der Japaner war nicht gerade vom Glück verfolgt – ein Motorschaden besiegelte das frühe Ende der Toyota-Delegation in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Bis dorthin lieferten die blauweißen Benziner aber eine beachtliche Leistung. Mit zunehmender Dauer des französischen PS-Spektakels zeigten Davidson, Alexander Wurz und Kollegen, dass die fernöstlichen Neuentwicklungen durchaus schnell sind.

AF Corse mit großer Aufholjagd

Den Sieg in der Profi-Klasse der Gran-Turismo-Boliden krallten sich indes die Ferrari-Schützlinge Giancarlo Fisichella, Toni Vilander und Gianmaria Bruni. Für das Team AF Corse stürmten die drei Roten von Gesamt-Startplatz 49 in überragender Manier gen Front. Dabei profitierten sie allerdings mehr als bloß einmal vom Pech ihrer Gegner. So war der von der Poleposition losgedüste Aston Martin V8 Vantage, mitunter pilotiert von Stefan Mücke, zwar erwartungsgemäß schnell, doch Ausritte abseits der Strecke und technische Ungereimtheiten verhinderten ein Spitzenergebnis – auch wenn am Ende noch Rang drei heraussprang. Zweite wurden Frédéric Makowiecki, Jamie Melo und der Deutsche Dominik Farnbacher (Luxury Racing, Ferrari F458 Italia).

In der Sektion der „kleinen“ Prototypen durfte Starworks Motorsport nach Ablauf der 24 Stunden ausgelassen jubeln. In einem HPD ARX 03B mit Honda-Power fuhren die Recken Ryan Dalziel, Vincente Potolicchio und Thomas „Tom“ Kimber-Smith letztlich vor der Equipe Thiriet by TDS Racing (Oreca-Nissan) über die Linie. Überdies gab es noch einen weiteren Gewinner in Le Mans: Und zwar das Team Labre Comepition (Corvette C6.R) mit den Fahrern Patrick Bornhauser, Julien Canal und Pedro Lamy. Sie tüteten die Trophäe in der GT-Amateurwertung ein.

Quelle: Sportscar-info.de

 

 

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