Die News, dass nun auch Dodge im Challenger einen Allrad bringt, hatte vergangene Woche für Rumoren in der Muscle-Car-Szene gesorgt. Jetzt legen die Amerikaner mit einem ersten Werbespot nach. Und wir müssen anerkennen: die Medien-Leute von Dodge verstehen etwas vom Geschäft und poltern zugleich mit einem zwinkernden Auge in Richtung Mütterchen Russland. Aber seht selbst:

Ursprünglicher Artikel vom 08. Dezember 2016

Ein Allradantrieb in einem US-Musclecar? Muss das wirklich sein? Dodge entschied nun: ja, das ergibt Sinn. Vor allem in Gebieten der USA, wo es doch hin und wieder kräftiger schneit, wird man diese Neuigkeit mit Wohlwollen wahrgenommen haben. In „good old Europe“ wird es beides hingegen nicht geben. Weder den Challenger, noch den dazugehörigen Allrad. Zwar zeigen Ford und GM, dass man auch hierzulande mit US-Boliden erfolgreich sein kann; Fiat-Chrysler wagen mit dem aktuellen Challenger allerdings im Moment nicht den Schritt über den großen Teich. Bisweilen müssen Dodge Challenger-Fans also auf Importeure wie Geiger-Cars setzen oder sich ihr Lieblings-Muscle-Car auf eigene Rechnung verschiffen lassen.

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Der 2017er Dodge Challenger GT AWD kostet umgerechnet ca. 32.000 Euro – inklusive Sportsitzen aus Nappaleder, die geheizt und gekühlt werden können, einem 8.4 Zoll großen Navi-Display – das auch Apple CarPlay und Android Auto unterstützt – und einer Alpine-Soundanlage. Für den großen Auftritt sorgen 19 Zoll Felgen in „Hyper Black“. Für weitere 930 Euro Aufpreis gibt es dann noch ein „GT Interior Package“, dass die Sitze mit Alcantara-Applikationen aufwertet, sowie ein Performance-Lenkrad und eine höherwertige Alpine-Soundanlage beinhaltet.

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  Unter der Haube des allradgetriebenen Challenger GT arbeitet einzig und allein der 3.6-Liter Pentastar V6 mit 305 amerikanischen Pferdestärken. Außerdem muss der Allrad zwangsweise mit einem Automatikgetriebe gekoppelt werden. Bisher ausgeschlossen ist, dass eine V8-Variante mit Allrad auf den Markt kommt. Zwar präsentierte Dodge auf der SEMA 2015 einen Challenger mit 5.7-Liter HEMI und Allrad – aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen hat man sich allerdings gegen diese Motor-/Antriebsvariante entschieden. Zwar dürfte schon der V6-Allrad vielen Muscle-Car-Fans ein Dorn im Auge sein; dem 717 PS starken Dodge Challenger Hellcat hätte ein 4×4 aber sicherlich gut gestanden.

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Vielleicht haben am Ende auch ökologische Gründe dazu geführt, dass man auf einen V8 verzichtet hat. Denn das Allradsystem im Challenger wird sich dadurch auszeichnen, dass es die meiste Zeit inaktiv bleibt um Kraftstoff zu sparen. Bei normaler Fahrt gehen die Antriebskräfte zu 100% an die Hinterachse – die Vorderachse wird ausgekuppelt. Mit dem knackigen Einstandspreis und der umfangreichen Ausstattung könnte es durchaus passieren, dass der ein oder andere amerikanische Kunde abwandert – weg von Audi A5 Quattro und BMW 4er Coupé xDrive, hin zum Dodge Challenger GT AWD. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob nicht doch irgendwann eine angeschärfte „Höllenkatze“ mit allen vier Pfoten scharrt und – vielleicht – sogar noch ein paar PS mehr in den Asphalt drückt.

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