Die Quattro GmbH ist tot, es lebe die Audi Sport GmbH! Im November firmierte Audi seine Sporttochter um und plant nicht nur auf dem Papier, den Fokus mehr auf den Kundenrennsport zu richten. Was heißt das für RS-Fans? Erst einmal nichts. Denn natürlich ist auch der Audi Sport GmbH daran gelegen, möglichst viele leistungsstarke Audis abzusetzen. Schließlich muss man Fahrzeugentwicklungen wie den neuen Audi RS3 LMS (der übrigens weniger PS stemmt, als ein Serien-RS3) erst einmal finanzieren.

Audi RS3 Limousine

Und so wagen wir einen kleinen Ausblick auf die kommenden RS-Modelle, die bereits in den Startlöchern stehen bzw. kurz vor ihrer Veröffentlichung stehen. Allen voran erwarten wir natürlich die neue RS3 Limousine, die im kommenden Jahr ins Rennen geschickt wird – erst in China und den USA, dann in Europa. Der altbekannte 2.5-Liter 5-Zylinder leistet dann 400 PS bei einem Drehmoment von 480 Nm. Mit nur 4.1 Sekunden auf Tempo 100 lässt der Kompaktsportler seinen 367 PS starken Hatch-Bruder ganze zwei Zehntel hinter sich.

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Im Vergleich zum Vorgänger RS3 bekommt der Lamellen-Allradantrieb eine neue Abstimmung, um im Bedarfsfall mehr Power an die Hinterachse zu leiten. Damit sollen dann, laut Audi, auch kleine Drifts möglich sein. Ob es sich hierbei, ähnlich wie bei der Ankündigung zum neuen SQ5, um einen umschaltbaren „Drift-Mode“ handelt, ist bislang nicht bekannt. Was allerdings bekannt ist: das Fahrwerk der RS3 Limousine liegt ganze 25 Millimeter tiefer als der Serien-A3. Bremsen an der Vorderachse, im Durchmesser 350 mm, machen es erforderlich, dass der RS3 nun ab Werk mit 19-Zoll Felgen daherkommt. Wieder optional im Angebot: Eine Keramik-Bremsanlage für alle, die mehr wollen als nur zwei Touri-Runden auf der Nordschleife.

Galerie

Bisher ohne große Überraschungen ist der Innenraum der neuen RS3 Limo. Hier bleibt weitestgehend alles beim Alten. Fast schon normal ist, dass Audis Virtual Cockpit zur Verfügung steht und sich allerhand Mobiltelefone ins MMI integrieren lassen. Ebenfalls normal im Modelljahr 2017: Der Autowagen bremst selbstständig, fährt teilweise alleine und scannt beim Ausparken den Querverkehr.

Audi RS4 und RS5

Soweit so bekannt. Teils noch große Fragezeichen stehen vor den kommenden RS4 und RS5 Modellen. Zwar ist insbesondere der RS4 schon zur finalen Abstimmung unterwegs – unter anderem auf der Nürburgring Nordschleife – aber Audi gibt sich in Detailfragen weiterhin bedeckt. Als sicher gilt, dass beide RS Audis von einem 2.9-Liter V6 angetrieben werden, der zusammen mit Porsche entwickelt wurde. Dieser treibt auch den zukünftigen Panamera und Cayenne an. Leistung? 450 PS, vielleicht mehr.

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Der serienmäßige Quattro-Allrad wird wieder etwas hecklastiger ausgelegt. Torque-Vectoring ist ebenfalls an Bord und ob es – wie eingangs beim RS3 erwähnt – eine Art „Drift-Mode“ geben wird, ist ebenfalls nicht auszuschließen. Beim RS4 gilt als sicher, dass dieser – nach dem B7 von 2005 bis 2009 – wieder als Limousine ausgeliefert werden soll. Denn anders als die Vorgängermodelle dient der neue RS4 hauptsächlich zur Kundengewinnung in Gebieten außerhalb der EU (China, USA etc.). Ein Kombi ist hier nur selten gewünscht.

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Optisch setzen beide Mittelklasse-Sportler auf Krawall, wie auch unser Photoshop-Künstler Mr. Chin deutlich herausgearbeitet hat. Wie bereits auf den bekannten Erlkönigbildern zu sehen, gibt es wieder faustgroße ovale Endrohre, einen dicken Singleframe mit großen Lufteinlässen und ausgestellte Radhäuser, die serienmäßig mit mindestens 19 Zoll großen Felgen ausgefüllt werden.

Allen Bildern und Spekulationen zum Trotz lassen diese natürlich nicht darauf schließen, was Audi sonst noch alles für Überraschungen unter den Blechkleidern parat hält. Wir für unseren Teil würden uns zumindest wünschen, dass die Fuhren leichter werden. Waren doch die Vorgänger alles andere als leichtfüßig. Der letzte RS4 brachte stolze 1900 Kg Lebendgewicht auf die Waage, bei einem RS5 kratzte man gar an der Zwei-Tonnen-Marke! Definitiv zu viel für einen Leistungssportler im Mittelklasse-Segment! Der kleinere – und leichtere – Motor lässt allerdings schon einmal erahnen, wo die Reise hingeht. Wenngleich wir natürlich den famosen Audi-V8-Saugmotoren etwas hinterher trauern.

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Der neue RS4 wird voraussichtlich auf dem Autosalon Genf im Frühjahr 2017 präsentiert, der RS5 evtl. auf der IAA in Frankfurt im Herbst 2017. Wir halten Euch in jedem Fall auf dem Laufenden!

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