Normalerweise, wenn Menschen, die über Umwege zum Autobau gekommen sind, einen Supersportwagen bauen, dann endet das meistens in einem optischen Desaster. Selbst Großserienhersteller greifen derweil ins Klo und bringen misslungene Modelle oder zumindest fragwürdige Designelemente – natürlich ganz subjektiv betrachtet. Doch was der zweifache Formel 1-Weltweister und Indianapolis-Gewinner Emerson Fittipaldi aus Brasilien nun auf dem Genfer Autosalin der Weltöffentlichkeit präsentierte, überraschte uns dann doch.

EF7: Design-Part übernimmt Pinninfarina

Der Fittipaldi EF7 Vision Gran Turismo by Pinninfarina steht da und muss sich keineswegs hinter anderen Supersportlern wie dem Ferrari LaFerrari, dem Ford GT oder einem McLaren P1 verstecken – zumindest optisch. Zu verdanken ist das dem Designteam von Pinninfarina, das die Eckpunkte, die Emerson vorgab, so perfekt umgesetzt hat. Dank des massiven Einsatzes von Carbon-Werkstoffen (Karosserie und Monocoque) soll der EF1 nur rund 1,1 Tonnen wiegen. Das Gewichtsverhältnis liegt bei 52 zu 48 Prozent (vorne/hinten).

Antrieb von AMG-Motorsportabteilung

Die Antriebs- und Fahrwerkstechnik unterm schicken Kleidchen stammt von der deutschen Firma H.W.A. – vielen sicherlich noch bekannt als die von AMG ausgegliederte Motorsportabteilung, benannt nach AMG-Gründer Hans Werner Aufrecht. Für Vortrieb sorgt ein frei ansaugender V8 mit „mehr als 600 PS“, der schon bei niedrigen Drehzahlen ordentlich Drehmoment zur Verfügung stellen soll. Der extrem tiefe Einbau von Motor und Getriebe soll den Schwerpunkt des EF7 soweit absenken, dass der Wagen ein „Top-of-the-Line“-Handling bietet. Zudem soll eine Beschleunigungszeit von unter drei Sekunden auf Tempo 100 möglich sein (Zum Vergleich: McLaren 720S und Porsche 911 turbo S liegen beide bei 2,9 sek.).

Soweit, so schön. Weitere Informationen verrät uns Fittipaldi Motors allerdings noch nicht – und das, obwohl bereits seit drei Jahren am EF7 getüftelt wird. Ach halt, eins noch: Wer einen der weniger EF7 ergattern kann, bekommt ein exklusives Fahrertraining des zweifachen F1-Weltmeisters gratis dazu. Wer so lange nicht warten will und sich schon früher hinters Steuer des Supersportwagens klemmen will, der kann das beim PlayStation4-Spiel „Gran Turismo Sport“ schon in Bälde tun.