Dass der Rekord des von Juan Pablo Montoya letzten Monat pilotierten Bugatti Chiron in der Disziplin 0 – 400 – 0 Km/h so schnell fallen würde, hätte wohl auch Bugatti selbst nicht gedacht. Klar, es wird immer einen geben, der schneller ist, doch wie der Koenigsegg Agera RS den gut drei Millionen Euro teuren Elsässer deklassiert, ist dann schon beeindruckend. Über fünf Sekunden war der Koenigsegg schneller, aber wir dröseln das Ganze auch gerne detailliert auf.

Zunächst zu den Eckdaten des neuen Rekordhalters: der Agera RS ist ein Kundenfahrzeug, das noch vor seiner Auslieferung in die USA den Lauf absolviert hat. Mit einer der Gründe, weshalb es auch die Schutzfolie an den Schwellern trägt. Ursprünglich war geplant, die Rekordfahrt in Papenburg durchzuführen – eine schlechte Wetterprognose verhinderte dies jedoch. Sodann fiel die Wahl am 01. Oktober auf Vandel, einen Militärflugplatz in Dänemark. Der Agera RS ist mit dem sogenannten 1MW-Paket ausgestattet, das sich hauptsächlich in einer höheren Motorleistung erschöpft: 1.360 PS und 1.371 Newtonmeter Drehmoment gehen an die Hinterräder, weshalb dort – so Koenigsegg – bis 180 Km/h Schlupf auftrat.

Das hinderte Werksfahrer Niklas Lilja jedoch nicht daran, eine fabelhafte Zeit zu fahren. Die 400 Km/h-Marke fiel nach exakt 26,88 Sekunden und 1.958 Metern. Es ging dann noch 94 Meter respektive 3 Stundenkilometer weiter, doch diese rund 0,8 Sekunden fallen nicht weiter ins Gewicht und werden auch nicht in die Wertung einbezogen. Für den Weg von 400 auf 0 Km/h benötigte der Koenigsegg lediglich 9,56 Sekunden oder 483 Meter. Macht insgesamt eine Zeit von 36,44 Sekunden. Zum Vergleich: der Chiron brauchte für die Fahrt auf 400 Km/h 32,6 Sekunden, beim Bremsen stand er 0,2 Sekunden schneller (Gesamtzeit: 41,96 Sekunden). Bad Luck, Bugatti.

Quelle: koenigsegg.com

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