Mercedes ignoriert die Skepsis, die dem neuen AMG GT mit E-Antrieb entgegenschlug und baut das Angebot weiter aus. Nach AMG GT55 und AMG GT 63 folgt nun mit dem AMG GT53 das Einstiegsmodell – mit immerhin noch 544 PS.
Bekannte Technik, neues Antriebskonzept
Die technische Basis bleibt weitgehend unverändert. Auch der GT 53 nutzt die moderne 106-kWh-Hochvoltbatterie, die auf einer 800-Volt-Architektur basiert. Direkt gekühlte Rundzellen sollen selbst bei hoher Belastung eine konstante Leistungsabgabe ermöglichen und die Effizienz verbessern.
Beim Antrieb geht AMG allerdings einen anderen Weg als bei den stärkeren Modellen. Während GT 55 und GT 63 mit drei Axialfluss-Elektromotoren ausgestattet sind, setzt der GT 53 auf zwei permanenterregte Synchronmotoren. Die Hauptarbeit übernimmt dabei die Antriebseinheit an der Hinterachse. Der vordere Elektromotor greift nur dann ein, wenn zusätzliche Traktion oder Leistung gefragt sind. Das Ergebnis ist ein heckbetonter Allradantrieb, der Dynamik und Effizienz miteinander verbinden soll.
544 PS und bis zu 250 km/h
Die Systemleistung liegt bei 544 PS, das maximale Drehmoment beträgt 800 Nm. Für den Dauerbetrieb stehen 67 PS zur Verfügung. Serienmäßig endet der Vortrieb bei 230 km/h, mit dem optionalen AMG Driver’s Package steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h.
Zur Serienausstattung gehören außerdem ein vollvariabler Allradantrieb, eine Luftfederung mit adaptiven Dämpfern sowie ein aktiver Heckspoiler, der die Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten verbessert.
Elektrisch unterwegs – aber nicht lautlos
Ganz auf akustische Emotionen müssen Fahrer ebenfalls nicht verzichten. Im Fahrmodus „AMG Force Sport+“ erzeugt das Fahrzeug einen künstlich erzeugten Motorsound, der sich am Reihensechszylinder des früheren Mercedes-AMG E 53 Coupé orientiert. Damit möchte AMG trotz Elektroantrieb ein möglichst vertrautes Fahrerlebnis schaffen.
Größter Trumpf: die Reichweite
Seine größte Stärke spielt der GT 53 jedoch auf langen Strecken aus. Durch die geringere Leistungsabgabe erzielt die neue Einstiegsversion eine WLTP-Reichweite von bis zu 809 Kilometern und übertrifft damit die stärkeren Modellvarianten deutlich.
Auch bei der Ladegeschwindigkeit setzt AMG Maßstäbe. An entsprechend leistungsfähigen Schnellladesäulen sind bis zu 600 kW Ladeleistung möglich. Unter optimalen Bedingungen lassen sich so innerhalb von nur zehn Minuten Energie für mehr als 530 Kilometer Fahrstrecke nachladen.
Deutlich günstiger als die großen Brüder
Auch preislich positioniert sich der GT 53 deutlich attraktiver innerhalb der Baureihe. Der Einstieg beginnt bei 115.430 Euro. Zum Vergleich: Für den GT 55 ruft Mercedes-AMG mindestens 154.700 Euro auf, während der GT 63 mit 196.350 Euro noch einmal deutlich darüber liegt.
Bilder: Mercedes-Benz





