Mercedes-AMG GT SUV: Erste Mitfahrt im 1.169 PS-Elektro-SUV

Du kennst du dieses Gefühl, wenn dir jemand ein Geschenk zeigt, es aber noch nicht auspacken darf? Genau so ging es mir am 17-Mile-Drive bei Pebble Beach, direkt neben mir: der Mercedes-AMG GT SUV, komplett mit wilder Psychedelic-Folie getarnt und trotzdem hat jeder Carspotter in der Gegend sofort gewusst, was da rollt.

Zweites Modell auf der neuen AMG.EA-Plattform, nach dem viertürigen AMG GT jetzt als SUV. Und was für eins! Wir reden hier von einer Topversion mit drei Axial-Fluss-Motoren und bis zu 860 kW / 1.169 PS. Dazu ein Drehmoment von über 1.800 Nm. Ehrlich, bei solchen Zahlen kann man nur noch grinsen.

Entwicklungsingenieur René Szeczepek hat mich mitgenommen, auf dem Beifahrersitz, markiges blaues Leder unter mir und dann kurz beschleunigt. Der Schub unter simuliertem V8-Sound: Wahnsinn, ich schwör’s dir! Da entgleisen einem wirklich die Gesichtszüge.

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Optisch bleibt vieles noch geheim, aber der Innenraum ist bereits ungetarnt zu sehen und der ist echt ein Ansage: 10,2 Zoll Kombiinstrument, 14,0 Zoll Zentralbildschirm, beides zu einer Einheit verschmolzen, dazu ein eigenes kleines Cockpit für den Beifahrer. MB.OS als Betriebssystem, mit ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini an Bord. Das ist kein SUV, das ist ein rollendes Rechenzentrum mit Krawall-Attitüde.

Und dieser Sound! Auf Knopfdruck simuliert das System einen richtig kernigen V8-Ton, inklusive nachgebildeter Zugkraftunterbrechung beim Schalten. 6.2-Sauger war gestern, hier kommt die AMG-Tonspur aus dem Lautsprecher und macht trotzdem Laune pur, versprochen!

Selbst im Komfortmodus bleibt das Fahrwerk stramm und kompromisslos, dazu hinten fette 325er-Walzen und ein tief eingebautes Batteriepaket: So gehen die Kurven in den USA überraschend voll. Und: Das Ding will einfach nicht cruisen, das will Schippen drauflegen.

Bis zu 600 Kilometer Reichweite sollen drin sein, Schnellladen mit bis zu 600 kW. Da bleibt kaum Zeit für einen Kaffee, schon gar nicht für einen verwässerten Americano. Die Konkurrenz von Porsche, Audi, Tesla und Xiaomi darf sich jetzt warm anziehen, denn dieser Mercedes-AMG GT 63 SUV macht mächtig Druck.

Einziger Haken: Ich durfte nur mitfahren, nicht selbst fahren. Und bis zur Weltpremiere Mitte Oktober bleibt der Bolide unterm Tarnkleid. Schade eigentlich.

Galerie: Erste Bilder des getarnten Mercedes-AMG GT SUV am 17-Mile-Drive