Alfa Romeo bringt den Namen Luna Rossa auf die Straße: Junior, Tonale, Giulia und Stelvio erhalten eine gleichnamige Sonderserie. Dafür kooperiert die Marke mit dem italienischen Team, das beim America’s Cup antritt. Die Sondermodelle setzen vor allem auf eine eigene Optik und zusätzliche Ausstattung. An den bekannten Antrieben ändert sich dagegen wenig.
Auch abseits des Designs soll die Partnerschaft Wirkung zeigen. Alfa Romeo bringt nach eigenen Angaben Erfahrung aus der Simulator-Entwicklung und der Fahrzeugdynamik ein. Damit will das Unternehmen die Steuerungssoftware der Segel des Regattaboots verbessern. Was genau dabei technisch entsteht, verrät Alfa Romeo bislang nicht.
Grauer Lack und rote Akzente
Die Luna-Rossa-Modelle erhalten eine speziell entwickelte graue Lackierung, die an die Rettungswesten der Crew erinnern soll. Rote Logos, dunkle Karosseriedetails und schwarze Räder setzen Kontraste. Beim Junior sind die Felgen 18 Zoll groß, der Tonale rollt auf 20-Zöllern. Beide Sondermodelle bilden künftig die Spitze ihrer jeweiligen Baureihe.
Giulia und Stelvio gehen beim Materialeinsatz einen eigenen Weg: An Kühlergrill und Außenspiegeln kommt Sichtcarbon zum Einsatz. Die Giulia erhält außerdem Seitenschweller und Heckspoiler aus dem Quadrifoglio-Programm. Die Räder messen 19 Zoll bei der Limousine und 21 Zoll beim Stelvio.
Neue Sitztechnik für Junior und Tonale
Im Innenraum setzen Junior und Tonale auf sogenannte 3D-Knit-Sitzbezüge. Das Material wird dreidimensional und ohne klassische Nähte gefertigt. Die Struktur soll an technische Sportbekleidung erinnern; zugleich verspricht Alfa Romeo weniger Produktionsabfälle. Ambientebeleuchtung und Dekore mit Anklängen an Segeltuch ergänzen das maritime Thema.
Bei Giulia und Stelvio fällt die Gestaltung klassischer aus: Leder an Armaturenbrett und Türen trifft auf Carbon in der Mittelkonsole. Dazu kommt Econyl, ein zu 100 Prozent recyceltes Nylonmaterial, das aus alten Fischernetzen gewonnen wird.
Mehr Ausstattung ab Werk
Alle vier Luna-Rossa-Modelle erhalten ein erweitertes Ausstattungspaket. Dazu zählen ein digitales Kombiinstrument, Alfa-Connect-Navigation und Assistenzsysteme, die teilautomatisiertes Fahren auf Level 2 ermöglichen. Brembo-Bremsen gehören ebenfalls zum Serienumfang.
Je nach Modell misst der Touchscreen 10,25 oder 12,3 Zoll. Giulia und Stelvio kommen zusätzlich mit elektronisch geregeltem Alfa-Dynamic-Suspension-Fahrwerk und Harman-Kardon-Soundsystem.
Die Antriebe bleiben vertraut
Beim Junior stehen zwei Varianten zur Wahl: Der Ibrida kombiniert einen Mildhybrid-Antrieb mit 145 PS und soll ab 4,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen. Die elektrische Elettrica-Version leistet 156 PS und nutzt eine 54-kWh-Batterie.
Der Tonale bietet drei Antriebe. Neben einem 175 PS starken Mildhybrid und einem 130-PS-Diesel gibt es den Plug-in-Hybrid Q4 mit 270 PS und Allradantrieb.
Für Giulia und Stelvio beschränkt Alfa Romeo das Luna-Rossa-Angebot in Deutschland auf den 2,2-Liter-Turbodiesel. Er ist mit 160 PS und Hinterradantrieb oder mit 210 PS und Q4-Allradantrieb erhältlich. Benziner sind für diese Sondermodelle hierzulande nicht vorgesehen.
Marktstart Ende 2026 – Preise noch offen
Die Sondermodelle sollen in Kürze bestellbar sein. Die Auslieferungen sind für Ende 2026 geplant. Preise hat Alfa Romeo bislang nicht genannt.
Die Luna Rossa ist damit vor allem ein neues Ausstattungskapitel für vier bekannte Modelle: auffälliger gestaltet, hochwertiger ausgestattet und mit Motorsport-Flair aus dem Segelsport. Die Technik bleibt je nach Baureihe weitgehend die bekannte.





