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Aston Martin Valhalla Spider: 1.079 PS und 350 km/h – auch ohne Dach

Aston Martin setzt seinem neuen Mittelmotor-Supersportwagen die Krone auf – oder nimmt sie ihm vielmehr ab. Mit dem Valhalla Spider präsentieren die Briten eine offene Version ihres über 1.000 PS starken Hybrid-Boliden. Und wer glaubt, dass mit dem Dach auch ein Teil der Performance verloren geht, wird eines Besseren belehrt: Der Spider erreicht selbst mit offenem Cockpit satte 350 km/h. Damit ist er der schnellste offene Serien-Aston-Martin aller Zeiten.

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V8-Biturbo und drei Elektromotoren liefern 1.079 PS

Technisch übernimmt der Valhalla Spider den Antriebsstrang des Coupés. Hinter den beiden Passagieren arbeitet ein 4,0 Liter großer V8-Biturbo mit flacher Kurbelwelle, der allein bereits 828 PS mobilisiert. Unterstützung bekommt der Achtzylinder von gleich drei Elektromotoren.

Zwei davon kümmern sich um die Vorderachse und ermöglichen eine aktive Drehmomentverteilung zwischen den Rädern. Der dritte Elektromotor sitzt im Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und unterstützt den Verbrenner beim Beschleunigen.

Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 1.079 PS und ein maximales Drehmoment von 1.100 Nm. Damit sprintet der offene Valhalla laut Aston Martin in gerade einmal 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch begrenzten 350 km/h.

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350 km/h ohne Dach? Kein Problem!

Die eigentliche Besonderheit des Spider ist allerdings sein Dachkonzept. Statt eines schweren elektrischen Klappmechanismus setzt Aston Martin auf herausnehmbare Dachlösungen.

Zur Wahl stehen ein leichtes Stoffdach und ein optionales Hardtop aus Carbon. Während mit dem Carbon-Hardtop die vollen 350 km/h möglich sind, begrenzt die Elektronik die Höchstgeschwindigkeit mit montiertem Stoffdach auf 200 km/h.

Ganz ohne Dach darf der Fahrer dagegen wieder die komplette Leistung auskosten. Ein herausnehmbarer Windabweiser sorgt dabei für etwas Schutz vor den Luftverwirbelungen. Wird er nicht benötigt, lässt er sich zusammenfalten und in einem der neu geschaffenen Staufächer in den Seitenschwellern verstauen.

Dass Aston Martin bei einem offenen Auto überhaupt solche Geschwindigkeiten ermöglicht, ist bemerkenswert. Schließlich müssen Aerodynamik, Kühlluftführung und Fahrstabilität auch dann funktionieren, wenn der Fahrtwind ungehindert über die Köpfe der Insassen strömt.

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Aktive Aerodynamik mit über 600 Kilogramm Abtrieb

Entsprechend aufwendig fällt die Aerodynamik aus. Der Valhalla Spider verfügt über einen aktiven Frontflügel sowie einen verstellbaren Heckflügel, der im Race-Modus um 255 Millimeter ausfährt.

Bei 240 km/h erzeugt das System mehr als 600 Kilogramm Abtrieb. Bei höheren Geschwindigkeiten reduziert die Aerodynamik den Luftwiderstand, während der Heckflügel bei starken Bremsmanövern als Luftbremse arbeitet.

Für die offene Version mussten die Ingenieure außerdem den Lufteinlass hinter dem Cockpit überarbeiten. Der sogenannte Snorkel wurde um 35 Millimeter angehoben und neu geformt, damit der V8 auch ohne festes Dach zuverlässig mit Kühlluft versorgt wird.

Carbon-Monocoque und Rennsporttechnik

Die Basis des Valhalla Spider bildet eine Carbon-Monocoque-Struktur, die gemeinsam mit Aston Martin Performance Technologies entwickelt wurde. Auch das Fahrwerk zeigt deutliche Anleihen aus dem Motorsport.

Vorne kommt eine Pushrod-Radaufhängung mit innenliegenden adaptiven Bilstein-Dämpfern zum Einsatz. Hinten arbeitet eine Fünflenker-Konstruktion. Carbon-Keramik-Bremsscheiben von Brembo mit 410 Millimetern Durchmesser vorne und 390 Millimetern hinten übernehmen die Verzögerung.

Trotz der offenen Karosserie hält sich das zusätzliche Gewicht in Grenzen. Mit entsprechenden Leichtbauoptionen gibt Aston Martin für den Spider ein Trockengewicht von 1.680 Kilogramm an. Das sind lediglich 25 Kilogramm mehr als beim vergleichbar ausgestatteten Coupé.

Auch die charakteristischen, nach oben öffnenden Türen bleiben erhalten. Überarbeitet wurden allerdings die Mechanik und die Sitze, um den Einstieg etwas angenehmer zu gestalten. Serienmäßig gibt es neue Carbon-Touring-Sitze, alternativ stehen sportlichere Schalensitze zur Wahl.

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Marktstart 2027 – und garantiert kein Schnäppchen

Seine Premiere feiert der Aston Martin Valhalla Spider beim Concours at Wynn in Las Vegas. Die ersten Kunden sollen ihre Fahrzeuge im dritten Quartal 2027 erhalten.

Offizielle Preise nennt Aston Martin noch nicht. Nach Informationen des britischen Magazins evo dürfte der Spider allerdings rund 40 Prozent teurer werden als das Coupé. Damit könnte der Preis bei ungefähr 935.000 britischen Pfund liegen.

Die gesamte Valhalla-Produktion soll weiterhin auf 999 Exemplare begrenzt bleiben, wobei etwa ein Viertel davon auf den Spider entfallen dürfte.

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Fazit: Ein Hypercar für alle Sinne

Der Aston Martin Valhalla Spider ist weit mehr als ein Coupé mit abnehmbarem Dach. Die Briten haben erheblichen Aufwand betrieben, um die kompromisslose Performance auch unter freiem Himmel zu ermöglichen.

1.079 PS, 350 km/h, aktive Aerodynamik und ein V8-Biturbo direkt hinter den Sitzen: Viel intensiver dürfte sich ein moderner Supersportwagen kaum erleben lassen. Und ganz nebenbei beweist Aston Martin, dass selbst ein hochkomplexer Hybridantrieb noch jede Menge Emotionen bieten kann.

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