Ja, ich gestehe es ganz offen: Ich liebe Restomods. Warum? Weil ich die alten Formen und den Charme der Klassiker so mag, aber keine große Lust verspüre, die kleinen und größeren Zipperlein der 60er, 70er, oder 80er Modelle im Alltag ständig beheben zu müssen. Genau darum liebe ich Fahrzeuge wie den Eccentrica Pacchetto Titano (Lamborghini Diablo), den Dodge Charger „TUSK“ der Ringbrothers oder diesen sensationellen Singer Porsche 911 DLS Turbo.
Und auch beim erst kürzlich vorgestellten Etera Iperleggera aus Italien, dem jüngsten Projekt von Automobildesigner Andrea Di Buduo, könnte ich schwach werden. Bekannt ist Di Buduo in der Branche unter anderem durch seine Tätigkeiten bei Bertone, Ford, Lincoln und Changan bekannt.
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Der Etera Iperleggera folgt einem klar definierten Konzept: Reduktion auf Leichtigkeit, handwerkliche Fertigung und ein weitgehend analoges Fahrerlebnis. Es handelt sich dabei nicht um einen klassischen Restomod, sondern um einen weiterentwickelten Ansatz, den Eterea als „Neolog“ bezeichnet. Ziel ist es, traditionelle analoge Fahrzeugkonzepte neu zu interpretieren und in einen zeitgemäßen Kontext zu stellen. Damit positioniert sich das Projekt bewusst abseits aktueller Entwicklungen hin zu vollständiger Elektrifizierung, umfassender Digitalisierung und steigenden Fahrzeuggewichten.
Technische Basis
Der gezeigte Prototyp basiert auf der Plattform des Porsche 911 (964) Cabriolet. Diese Generation stellt eine Übergangsphase zwischen klassischer Bauweise und modernerer Technik dar: luftgekühlt, aber konstruktiv weiterentwickelt im Vergleich zu früheren Modellen. Auf dieser Basis wurden zahlreiche Maßnahmen zur Gewichtsreduktion umgesetzt, unter anderem durch den Einsatz von Aluminium und Kohlefaser sowie durch den Wegfall oder die Überarbeitung einzelner Komponenten. Das resultierende Gesamtgewicht beträgt 990 Kilogramm.
Der Antrieb erfolgt über einen luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor, der modifiziert wurde. Anpassungen an Ansaug- und Abgasanlage erhöhen die Leistung auf 300 PS. Daraus ergibt sich ein Leistungsgewicht von unter 3,3 kg/PS. Die Fahrzeugabstimmung verzichtet weitgehend auf elektronische Fahrhilfen; elektronische Systeme sind nur in begrenztem Umfang vorhanden.
Weiterentwicklung und Fertigung
Für das Jahr 2026 ist eine weitere Motorvariante angekündigt. Geplant ist ein Aggregat mit 3,8 bis 4,3 Litern Hubraum, einer Leistung von über 400 PS sowie einem Drehmoment von mehr als 400 Nm. Diese Erweiterung soll das technische Spektrum des Modells vergrößern, ohne das grundlegende Konzept zu verändern.
Eterea entstand aus der Zusammenarbeit mehrerer italienischer Unternehmen – Antonicar, AURA[X], Mabert, Officine Guidi und Sifral Classic –, die in den Bereichen Prototypenbau, Restaurierung und Kleinserienfertigung tätig sind. Die Fahrzeuge werden in Handarbeit gefertigt und individuell nach Kundenwunsch konfiguriert. Eine standardisierte Serienproduktion ist nicht vorgesehen.
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Der Bestell- und Betreuungsprozess ist zweigeteilt: Einerseits über digitale Angebote wie den Eterea Club mit Konfigurator und Community-Zugang, andererseits über persönliche Termine, Fahrzeugbesichtigungen und Probefahrten. Dieser Ansatz verbindet digitale Prozesse mit direktem Kontakt zwischen Kunden und Herstellern.














