Einen elektrisch angetriebenen PKW mit Strom aus einem Dieselgenerator „betanken“, macht das Sinn? Immer mal wieder sieht man Fotos, wo vor allem Hersteller auf Events neue Modelle, die eigentlich keinen Sprit brauchen, mit teils gewaltigen Dieselgeneratoren mit Energie versorgt werden. Und jedes Mal scheinen die Lacher auf Seiten der Elektro-Modell-Gegner zu sein. Doch so einfach ist die Sache eben nicht, wie schon vor einiger Zeit ein paar Tesla-Fans in einem Experiment aufgezeigt haben (siehe Video unten).

Vorgegangen wurde wie folgt: Ein Tesla Model S P85D (2,2 Tonnen / 700 PS / 930 Nm) und ein Volvo V40 D4 (1,5 Tonnen / Zweiliter-Diesel /190 PS / 400 Nm/) wurden betankt und auf die gleiche Strecke (teils Autobahn, teils Stadtverkehr) geschickt (mit aktiver Klimaanlage). Dem komplett leeren Tesla wurden über einen Diesel-Generator 18 kWh einverleibt (dabei verbrauchte der Generator 4,46 Liter), der Volvo wurde bis zur Maximal-Menge betankt.

Nach 104,6 Kilometern war die Energie im Tesla aufgebraucht. Beim Volvo wurde nach 100 Km erneut vollgetankt. Und siehe da: Der Volvo war mit einem Verbrauch von 4,8 Litern Diesel zwar durchaus sparsam unterwegs, der deutlich schwerere Tesla kam indes mit 0,34 Litern weniger aus.

Und was lernen wir daraus? Vor allem, dass man beim Thema Elektromobilität nicht alles schwarz und weiß sehen darf, sondern viele Vorurteile genauer betrachtet werden müssen und man sich am besten ein eigenes Bild macht, bzw. selbst Dinge ausprobiert – wie die Tesla-Fans im obigen Beispiel.