McLaren McL 6GT: Handgeschaltete Schönheit

Ja ja, McLaren Artura, 750S, GTS und Co. sind schicke und schnelle Sportwagen. An den Reiß eines F1 oder P1 kommen sie aus meiner Sicht aber nicht heran. Und das liegt nicht an der Exklusivität, sondern primär an der Optik. Ist Geschmackssache. Klar. Trotzdem. Und darum freue ich mich ganz besonders, dass McLaren bei der diesjährigen Monterey Car Week den McL 6GT vorgestellt hat. Denn dieses aktuell noch als Designstudie titulierte aber als Vorbote für ein neues Serienmodell (2028) präsentierte Schmuckstück trifft meinen Geschmack zu nahezu 100%.

Und daher finde ich es gar nicht schlimm, dass die Briten noch keine weiteren Infos zum McL 6GT mit in die Staaten gebracht haben. Beim Blick ins Antriebsportfolio bin ich nicht bange, dass dieser wunderschöne Sportwagen mit Konkurrenten von Ferrari, Porsche und Co. mithalten kann.  Ach ja: Dass McLaren der späteren Serienversion erstmals sei dem F1 von 1992 wieder ein manuelles Schaltgetriebe spendieren könnte, erhöht meine Vorfreunde nur noch mehr.

Haptische Rückmeldung im Fokus

Der McL 6GT soll sich bewusst möglichst analog und mechanisch anfühlen. Neben dem manuellen Getriebe gehören eine hydraulische Lenkung und mechanisch ausgelegte Bedienelemente zum Konzept. Gefräste Aluminium-Bedienelemente mit gerändelten Oberflächen sollen zusätzlich für eine ausgeprägte haptische Rückmeldung sorgen. Auch bei der Gestaltung des Schalthebels legte McLaren besonderen Wert auf Schaltgefühl und Schaltweg. Im Griff findet sich unter anderem ein dreidimensional ausgearbeitetes Speedy-Kiwi-Logo, das auf die Markengeschichte verweist.

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Optisch am McLaren M6GT angelehnt

Auch optisch stellt der McL 6GT eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart her. Die Gestaltung orientiert sich an Sportprototypen der 1960er-Jahre und insbesondere am M6GT. Dessen technische und gestalterische Wurzeln reichen wiederum zum M6A Can-Am-Rennwagen zurück.

Auffällig sind die sehr flachen und breiten Proportionen. Die Frontpartie fällt niedrig aus und geht über klar gezeichnete Karosserielinien in ein markantes Kammback-Heck über. Dach, Heck und Motorabdeckung gehen dabei scheinbar fließend ineinander über. Die Fahrgastzelle ist optisch tief in die Karosserie integriert, wodurch das Fahrzeug wie eine durchgehende Form wirkt.

Zahlreiche Details stellen den Bezug zum ursprünglichen M6GT her. Dazu gehört das sogenannte „Racing Loop“-Element, das von den Rückleuchten des historischen Modells inspiriert wurde und in die Gestaltung der Luftführung integriert ist. Auch das ursprüngliche M6GT-Nummernschild wurde als dezente Ton-in-Ton-Grafik aufgegriffen. Bruce McLarens Unterschrift findet sich im Motorraum, während das Speedy-Kiwi-Symbol in den Tankdeckel eingraviert wurde.

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Auch der Innenraum erinnert an vergangene Zeiten

Im Innenraum setzt sich die Kombination aus historischem Vorbild und moderner Interpretation fort. Die Sitz- und Innenraumsteppung wurde neu gestaltet, während eine digitale Instrumenteneinheit die Funktionalität moderner Fahrzeuge mit einer bewusst klaren Darstellung verbinden soll. Sichtbare Carbonflächen im Innenraum stellen zudem einen direkten Bezug zur Rennsportgeschichte von McLaren und zum ursprünglichen M6GT her.

Beim Aufbau setzt McLaren konsequent auf Leichtbau. Das Fahrzeug verfügt über ein Monocoque aus Kohlefaser sowie eine ebenfalls aus Carbon gefertigte Karosserie. Die Materialwahl soll vor allem ein möglichst günstiges Leistungsgewicht ermöglichen und gleichzeitig die technische Philosophie der Marke unterstreichen.

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