Bei den Kompakten herrscht vor allem eins: Preiskampf. Es muss vernünftig sein, darf nicht zu viel kosten und sollte so praktisch wie möglich sein. Für Sportlichkeit und Style bleibt meist wenig Platz im Lastenheft. Mit dem neuen Hyundai i20 zeigen die Koreaner, dass es auch anders geht.

Eine grimmige Front mit großem Kühler, schmale Leuchten mit attraktivem LED-Tagfahrlichtdesign, eine kräftige Seitenansicht mit selbstbewusst gezeichneter C-Säule und ein knackiges Heck. So gefällig kann ein Kleinwagen sein. Dazu 17-Zoll Felgen als Kompromiss aus Optik und Fahrkomfort – so soll es sein.

Breiter, flacher, länger: der neue Hyundai i20

Dabei kommt dem Hyundai i20 nicht nur die Gestaltung, sondern die Proportion an sich zu Gute. Mit 30mm breiterer Karosse tritt er nicht nur stämmiger auf, er ist auch 24mm flacher geworden. Dazu kommt ein um 10mm gestreckter Radstand bei nur um 5mm gewachsener Außenlänge.

Im Interieur gibt es deshalb mehr Bewegungsfreiheit, das Kofferraumvolumen liegt mit nun 351 Litern beinahe auf Golfklasse-Niveau. Auch die Fahrerassistenzsystem klingen nicht nach Kleinwagen: Navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelung etwa. Sie nutzt das Navigationssystem des Fahrzeugs, um nahende Kurven oder Ausrollstrecken frühzeitig zu erkennen und die Fahrzeuggeschwindigkeit für eine verbrauchsschonende Fahrt anzupassen.

Dazu gibt es einen Spurfolgeassistenten, Totwinkelassistenten, Frontkollisionswarner der neben Autos auch Fußgänger und Radfahrer erkennt. Weiter geht es mit einem Anfahralarm, wenn man wieder am Handy spielt und nicht mitbekommt, dass der Vordermann schon längst über die grüne Ampel gefahren ist. Einen Querverkehrswarner zum Rückwärtsausparken aus engen Lücken, Parkassistenten, aktiven Spurhalteassistenten, Aufmerksamkeitsassistenten und einen Fernlichtassistenten gibt es obendrein.

Unendlich viele Assistenten: ist das noch ein Kleinwagen?

Doch damit nicht genug. Auch das Interieur bietet wenig „Kleinwagiges“. Mit zwei digitalen Panels mit jeweils 10,25 Zoll Diagonale gibt es auch infotainmentseitig im neuen Hyundai i20 voll auf die Mütze. Kabelloses CarPlay und Android Auto bietet sonst sogar nur die Oberklasse. Selbstredend wird das Smartphone währenddessen induktiv geladen.

Für guten Ton sorgt auf Wunsch erstmals Bose. Acht Lautsprecher inklusive Subwoofer kümmern sich hier um druckvollen Sound. Gesteuert werden kann das alles übrigens sogar aus der Ferne via Bluelink. Remote-Funktionen, Parkplatzinfos oder sogar das eigene Auto findet man ganz einfach in der Hyundai-App zum i20.

Ganz sicher nicht vergessen wird man den Hyundai i20 aber, wenn man ihn mit dem großen Motor bestellt. Denn damit ist Fahrfreude garantiert. Die Rede ist vom bekannten 1.0 T-GDi, der 120PS und 200Nm leistet. Novum ist ein 48V-Mildhybridsystem, dass sich aus einem kräftigen Startergenerator und einer kleinen Batterie zusammensetzt.

Cleveres Schaltgetriebe und ein potenzieller i20 N

In Kombination mit dem iMT-Schaltgetriebe kuppelt der Hyundai i20 nun selbsttätig aus, sobald der Fahrer vom Gas geht. Das Segeln spart Kraftstoff und sorgt für ruhiges, komfortables Gleiten.

Weitere Antriebsmöglichkeiten sind die 100PS-Version des 1.0 T-GDI, bei dem man das 48V System gegen Aufpreis kaufen kann, dessen 6-Gang-Schaltgetriebe aber konventionell daherkommt. Wahlweise gibt es beide Turbomotoren mit einem 7—Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der günstigste Einstieg verfügt über einen 1.2 Liter Vierzylinder mit 84PS.

Und interessiert hingegen bei all der feinen Technik und der knackigen Optik vor allem ein potenzieller Hyundai i20 N. Ob wir eine 150PS-Version des 1.0 T-GDi sehen werden? Es würde dem kleinen Koreaner sehr gut zu Gesicht stehen.

 

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