Theon Design hat sich wieder selbst übertroffen: Das neueste Projekt der britischen Porsche-Manufaktur ist ein maßgeschneidertes Unikat für einen Kunden aus den USA – und es vereint kompromisslose Leichtbau-Technik mit beeindruckender Leistung. Basis ist ein Porsche 911 (964) aus den frühen 90er-Jahren, doch davon bleibt am Ende kaum mehr als das Rückgrat übrig.
Der Wagen wird bis auf die nackte Rohkarosse zerlegt, strukturell verstärkt und erhält eine vollständig neue Hülle aus Carbon-Kevlar. Einzig die Türen bleiben aus Stahl – nicht aus technischer Notwendigkeit, sondern um das unverwechselbare „Klick“ beim Schließen klassischer Elfer-Türen zu bewahren. Eine Hommage an den Ursprung – aus purer Überzeugung.
Mehr Restomods:
- Dodge Charger „TUSK“ Restomod von Ringbrothers
- Lamborghini Diablo Restomod von Eccentrica: Ein Traum auf Rädern
- Restomod: BMW M3 E30 von Redux Leichtbau
Trotz Klimaanlage, Soundsystem und edlem Lederinterieur bringt das Fahrzeug nur 1.150 Kilogramm auf die Waage – ein Leichtgewicht mit Hochleistungspotenzial. Im Heck arbeitet ein 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, luftgekühlt und handgefertigt. 421 PS bei 7.400 U/min und 330 Nm bei 5.400 U/min sorgen für mächtig Schub – übertragen über ein manuelles Getriebe nach 993 RS-Spezifikation, direkt an die Hinterachse.
Oder doch lieber Elektro-Power?
- Porsche Taycan Turbo GT: Der stärkste Serien-Porsche aller Zeiten
- Dodge Charger Daytona: Erstes elektrische Musclecar kommt mit bis zu 680 PS
- E-Legend EL1: Erste Ausfahrt mit dem Retro-Renner
Akustisch erinnert der Sound dank offenen Ansaugtrichtern und Klappen-Auspuffanlage an die DTM-Glanzzeiten der 90er. Der Motor ist dabei nicht nur ein technisches Herzstück, sondern auch ein optisches Highlight – perfekt inszeniert im makellos aufgeräumten Heckabteil.
Fahrdynamik trifft Präzision
Das Fahrwerk stammt von TracTive und verfügt über semiaktive Dämpfer mit fünf Fahrmodi – von komfortabel bis kompromisslos sportlich. Die Bremsanlage ist nicht weniger beeindruckend: Carbon-Keramik-Scheiben (355 mm) rundum, kombiniert mit Brembo-Monobloc-Sätteln, sorgen für exzellente Verzögerung. Für die nötige Straßenhaftung sorgen 18-Zoll-Fuchs-Felgen mit Michelin Pilot Sport 4 – klassische Optik, moderner Grip.
Selbst die Balance wurde perfektioniert: Durch die Verlagerung von Klimakompressor und Servopumpe an die Front erreicht der Wagen eine nahezu ideale Gewichtsverteilung von 46:54 – eine Seltenheit bei luftgekühlten Elfern. Der Kabelbaum wurde um 30 kg erleichtert, die Rücksitzbank wich maßgeschneidertem Gepäck. Im vorderen Kofferraum sorgt eine edle Lederverkleidung für stilvolles Understatement.
Interieur: Handwerkskunst statt Nostalgie
Statt nostalgischem Retro-Design setzt Theon auf modernen Luxus: Ein Interieur in „Fresca Blue“ mit elfenbeinfarbenem Leder, kombiniert mit aufwendig gewebten Lederdetails in sechs Farbtönen. Recaro-Sitze bieten eine gelungene Kombination aus Seitenhalt und Langstreckenkomfort. Selbst die Lüftungsdüsen bestehen aus gefrästem Aluminium – keine Spur von billigen Kunststoffen.
Musikalisch verwöhnt eine High-End-Anlage mit Komponenten von JL Audio und Focal sowie zwei Subwoofern – das Steuergerät verschwindet per Knopfdruck elektrisch. Technisch überragend, handwerklich meisterlich.
Exterieur: Kunst auf Rädern
Der Lack in „Azzuro Thetys Metallic“ verleiht dem Wagen eine besondere Tiefe – ein Farbton, der wie fließendes Gletschereis über die Carbon-Karosserie gleitet. Ergänzt wird das durch klassische Porsche-Schriftzüge, Chromakzente und eine transparente Schutzfolie – falls der Kunde den Wagen doch einmal über die Rennstrecke treiben möchte.
Exklusivität hat ihren Preis
Ein solcher Umbau hat seinen Preis: Ab 590.000 US-Dollar (ca. 544.000 €) – exklusive Spenderfahrzeug, Steuern und Transport. Doch wer sich für ein Einzelstück von Theon entscheidet, sucht keine Vernunft. Sondern Perfektion.












