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Alpine A310 Vision: Der legendäre Keil kehrt zurück

Alpine hat mit der A110 bewiesen, dass ein moderner Sportwagen nicht zwangsläufig 500 PS und zwei Tonnen Gewicht braucht, um Spaß zu machen. Doch die Franzosen haben größere Pläne. Neben der nächsten A110 und einem offenen Ableger soll noch vor Ende des Jahrzehnts ein viersitziges Sportcoupé entstehen. Wie das aussehen könnte, zeigt jetzt die Alpine A310 Vision auf dem Pariser Autosalon 2026. Und die sieht aus, als hätte jemand einen Sportwagen aus den Siebzigerjahren direkt ins nächste Jahrzehnt katapultiert.

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Flach, breit, keilförmig und mit einer ziemlich spektakulären Lichttechnik versehen, erinnert die Studie an einen der ungewöhnlichsten Sportwagen der französischen Marke. Die ursprüngliche A310 feierte vor genau 55 Jahren Premiere und sollte Alpine damals neue Kundengruppen erschließen. Jetzt könnte sich die Geschichte wiederholen. Nur diesmal elektrisch.

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Von der A110 zum viersitzigen Sportcoupé

Alpine-Chef Philippe Krief hat bereits verraten, wie das künftige Sportwagenprogramm aussehen soll. Den Anfang macht die neue A110, anschließend folgt eine Cabriolet-Version und schließlich ein 2+2-Sitzer.

Alle drei Modelle sollen auf derselben technischen Basis stehen, der neuen Alpine Performance Plattform, kurz APP.

Offiziell bezeichnet Alpine die A310 Vision allerdings als reine Designstudie. Eine Serienversion wurde noch nicht ausdrücklich angekündigt. Dass der Hersteller ausgerechnet jetzt einen modernen A310 präsentiert, während ein entsprechender 2+2-Sitzer bereits auf der Entwicklungsagenda steht, dürfte aber kaum Zufall sein.

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Die historische Vorlage passt jedenfalls hervorragend. Denn auch die erste A310 sollte Anfang der Siebzigerjahre die kompakte und kompromisslose A110 um ein etwas alltagstauglicheres Sportcoupé ergänzen.

Nur 1,18 Meter hoch und über zwei Meter breit

Schon die Abmessungen zeigen, dass Alpine bei der A310 Vision nicht gerade zurückhaltend vorgegangen ist.

Die Studie misst 4,55 Meter in der Länge, ist an ihrer breitesten Stelle am Heck satte 2,03 Meter breit und gerade einmal 1,18 Meter hoch. Der Radstand beträgt lediglich 2,45 Meter.

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Damit besitzt der Wagen ausgesprochen ungewöhnliche Proportionen. Die lange, flache Front trifft auf eine weit nach vorne gerückte Fahrgastzelle und ein breites, muskulöses Heck.

Besonders die geringe Höhe dürfte bei einem möglichen Serienmodell schwierig umzusetzen sein. Schließlich sollen hinter Fahrer und Beifahrer noch zwei zusätzliche Sitzplätze untergebracht werden.

Dass die spätere Serienversion etwas höher und weniger extrem ausfallen dürfte, liegt deshalb nahe. Die grundsätzliche Keilform könnte Alpine aber durchaus übernehmen.

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Sechs Scheinwerfer werden neu interpretiert

Eines der charakteristischsten Merkmale der ursprünglichen A310 waren ihre sechs Scheinwerfer, die gemeinsam hinter einer transparenten Abdeckung saßen.

Alpine greift dieses Detail auf ungewöhnliche Weise wieder auf. Die modernen Leuchten sind zunächst in einer Vertiefung der Front verborgen. Erst beim Starten des Fahrzeugs werden sie durch einen sogenannten Pop-down-Effekt sichtbar.

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Das erinnert ein wenig an die Zeit der Klappscheinwerfer, funktioniert optisch aber genau umgekehrt.

Dazu kommt eine markante Vertiefung in der Fronthaube, die Alpine als S-Duct bezeichnet. Sie soll nicht nur für eine eigenständige Optik sorgen, sondern ist Teil des aerodynamischen Konzepts.

Gerade die Kombination aus extrem flacher Front, versteckten Scheinwerfern und klaren Karosseriekanten macht den Reiz der Studie aus. Hier versucht Alpine nicht einfach, der A110 zwei zusätzliche Sitze zu verpassen, sondern entwickelt eine eigenständige Formensprache.

Aluminiumkarosserie und ein Heck wie aus einem Science-Fiction-Film

Auch an den Flanken gibt es einiges zu entdecken. Die Karosserie besteht aus Aluminium und trägt eine schmale, durchgehende Designlinie, die Alpine „Y zero“ nennt.

Die Räder greifen das Alpine-Logo in dreieckiger Form auf. Gleichzeitig erinnern ihre weitgehend geschlossenen Flächen an die ungewöhnlichen Felgendesigns der frühen A310.

Der untere Karosseriebereich ist schwarz abgesetzt, während sich darüber eine halbtransparente Kabinenkuppel spannt. Dadurch wirkt der Wagen noch flacher, als er ohnehin schon ist.

Richtig spektakulär wird es am Heck. Hier sitzt ein zweigeteilter Flügel, dessen Form Alpine von Eisformationen und Berglandschaften abgeleitet hat.

Die schmalen, klingenartigen Rückleuchten sind ebenfalls in das aerodynamische Konzept integriert und sollen zur Erzeugung von Abtrieb beitragen.

Wie viel davon tatsächlich aerodynamisch wirksam ist, lässt sich ohne entsprechende Messwerte nicht beurteilen. Optisch ist das Heck jedenfalls einer der interessantesten Bereiche des gesamten Fahrzeugs.

Im Innenraum sollen echte Schalter bleiben

Während Alpine das Exterieur bereits ausführlich zeigt, bleibt der Innenraum der A310 Vision noch weitgehend verborgen.

Durch die halbtransparente Kabinenhaube lassen sich organisch geformte Sitze und auffällige Farbflächen erkennen. Besonders interessant ist allerdings der Ansatz bei der Bedienung.

Statt sämtliche Funktionen auf riesige Touchscreens auszulagern, orientieren sich einige der physischen Bedienelemente an klassischen Hi-Fi-Geräten.

Drehregler, Schalter und eine bewusst haptische Bedienung sollen damit auch künftig eine Rolle spielen.

Das wäre durchaus erfreulich. Schließlich muss ein Sportwagen nicht zwangsläufig aussehen wie ein rollendes Tablet. Gerade bei einem fahrerorientierten Coupé sind gut erreichbare Bedienelemente oft sinnvoller als verschachtelte Bildschirmmenüs.

Wie viel davon tatsächlich in einem späteren Serienmodell landet, bleibt abzuwarten.

Elektroplattform mit 800 Volt und Torque Vectoring

Technisch basiert die A310 Vision auf der neuen Alpine Performance Platform. Diese wurde speziell für die kommenden elektrischen Sportwagen der Marke entwickelt.

Die Konstruktion besteht überwiegend aus Aluminium und nutzt geklebte sowie vernietete Verbindungen. Damit möchte Alpine eine möglichst hohe Steifigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht erreichen.

Für die nächste A110 haben die Franzosen bereits einige technische Details bestätigt. Dazu gehört eine 800-Volt-Architektur mit Batterien in Cell-to-Pack-Bauweise.

Zwei Elektromotoren an der Hinterachse sollen außerdem ein besonders präzises Active Torque Vectoring ermöglichen. Dabei lässt sich die Antriebskraft unabhängig zwischen den beiden Hinterrädern verteilen.

Eine zentrale Steuereinheit koordiniert zusätzlich Antrieb, Bremsen, Lenkung und Thermomanagement.

Es wäre naheliegend, dass auch eine spätere A310 von diesen Technologien profitiert. Allerdings hat Alpine bislang weder die Motorisierung noch die Batteriegröße oder die Leistung des 2+2-Sitzers bestätigt.

Auch Angaben zu Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Reichweite fehlen noch.

Kommt die Alpine A310 tatsächlich bis 2030?

Die Modellplanung sieht vor, dass Alpine sein Sportwagenprogramm noch in diesem Jahrzehnt um einen 2+2-Sitzer erweitert.

Einen konkreten Marktstart oder einen Preis nennt der Hersteller bislang nicht. Auch ob der Serienwagen tatsächlich A310 heißen wird, ist noch offen.

Fest steht lediglich, dass Alpine die neue Performance Plattform für mehrere Sportwagen nutzen möchte. Die A310 Vision zeigt nun, welche gestalterischen Möglichkeiten diese Architektur eröffnet.

Und ganz nebenbei erinnert die Studie daran, dass Alpine mehr zu bieten hat als nur die A110.

Ein flaches, leichtes und fahraktives Sportcoupé mit vier Sitzplätzen wäre jedenfalls eine interessante Ergänzung zum bisherigen Programm. Vor allem dann, wenn es Alpine gelingt, die typische Agilität der Marke trotz Batterie und zusätzlicher Sitzplätze zu bewahren.

Denn genau darin dürfte die größte Herausforderung liegen. Einen elektrischen Sportwagen mit viel Leistung zu bauen, ist heute keine Kunst mehr. Einen, der sich tatsächlich wie eine Alpine fährt, dagegen schon.

Technische Daten: Alpine A310 Vision

Merkmal Angaben
Fahrzeugtyp Sportwagen-Designstudie
Sitzkonzept 2+2-Sitzer
Länge 4.550 mm
Breite Bis 2.030 mm am Heck
Höhe 1.180 mm
Radstand 2.450 mm
Karosserie Aluminium
Plattform Alpine Performance Platform (APP)
Konstruktion Geklebte und vernietete Aluminiumstruktur
Antrieb Noch nicht bekannt
Leistung Noch nicht bekannt
Batterie Noch nicht bekannt
Reichweite Noch nicht bekannt
Marktstart Serienmodell Geplant bis 2030
Preis Noch nicht bekannt

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