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Alfa Romeo Cuorerosso: Ausblick auf kommenden Sportwagen?

Alfa Romeo hat in seiner Geschichte einige der schönsten Automobile der Welt gebaut. Mit dem neuen Cuorerosso wollen die Italiener zeigen, dass diese Tradition auch im Zeitalter der Elektrifizierung nicht verloren gehen muss. Die spektakuläre Studie feiert auf dem Pariser Autosalon 2026 ihre Weltpremiere und liefert einen Vorgeschmack darauf, wie zukünftige Modelle der Marke aussehen und sich anfühlen könnten. Und das Beste: Ein klassischer V6-Motor ist dabei keineswegs ausgeschlossen.

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Ein rotes Herz für die Zukunft

Cuorerosso bedeutet übersetzt „rotes Herz“. Der Name ist Programm, denn Alfa Romeo möchte mit der Studie vor allem eines demonstrieren: Auch moderne Technik, elektrifizierte Antriebe und digitale Cockpits lassen sich mit der Emotionalität verbinden, für die die Marke seit mehr als 100 Jahren steht.

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Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um die Vorschau auf ein konkretes Serienmodell. Vielmehr versteht Alfa Romeo den Cuorerosso als gestalterischen Wegweiser für kommende Fahrzeuge.

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Die zugrunde liegende Philosophie nennt sich „Bellezza Necessaria“, also die Schönheit des Notwendigen. Überflüssige Gestaltungselemente sollen verschwinden, während Proportionen, Oberflächen und funktionale Details stärker in den Vordergrund rücken.

Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das weniger wie ein klassisches Automobil und mehr wie eine Skulptur auf Rädern wirken soll.

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Flüssiges Metall und eine ordentliche Portion Alfa-DNA

Besonders auffällig ist die Lackierung. „Liquid Ink Red“ nennt Alfa Romeo den neuen Farbton, der je nach Lichteinfall zwischen intensivem Rot und beinahe Schwarz wechselt. Möglich macht das eine Kombination aus einer feinen Aluminiumbasis und einer transparenten Farbschicht.

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Auch bei der Karosserie haben sich die Designer etwas einfallen lassen. Statt direkt mit einzelnen Bauteilen zu beginnen, entstand der Cuorerosso zunächst als geschlossener Körper. Erst anschließend wurden die eigentlichen Fahrzeugformen herausgearbeitet.

Die nach hinten öffnenden Türen verleihen dem Konzept einen zusätzlichen Showcar-Charakter.

Bei den Rädern greifen die Italiener dagegen ganz bewusst in die eigene Geschichte. Die geschmiedeten Leichtmetallfelgen interpretieren das klassische Telefonwählscheiben-Design neu. Sechs kreisförmige Elemente verteilen sich auf drei Speichen und erinnern damit an einige der schönsten Alfa-Felgen vergangener Jahrzehnte.

Quadrifoglio-Embleme dürfen ebenfalls nicht fehlen. Hinter den Rädern arbeitet eine Keramikbremsanlage von Brembo, während ein Luftfahrwerk für die passende Straßenlage sorgen soll.

Elektroantrieb oder doch ein V6? Alfa hält sich alle Möglichkeiten offen

Technisch ist der Cuorerosso besonders interessant, weil sich Alfa Romeo nicht auf eine einzige Antriebsart festlegt.

Die Multi-Energie-Plattform soll sowohl vollelektrische Antriebe als auch verschiedene Hybridkonzepte ermöglichen. Vorgesehen sind Mild-Hybrid-, Vollhybrid- und Plug-in-Hybridlösungen.

Noch spannender ist allerdings, was die Italiener für mögliche Hochleistungsmodelle ins Spiel bringen.

Denkbar wäre beispielsweise ein 2,9 Liter großer V6, kombiniert mit einem Vollhybridsystem, Q4-Allradantrieb und einer Automatik. Eine Kardanwelle aus Kohlefaser könnte dabei ebenfalls zum Einsatz kommen.

Das klingt verdächtig nach einer modernen Interpretation der bisherigen Quadrifoglio-Modelle. Allerdings handelt es sich bislang lediglich um eine technische Möglichkeit und nicht um einen bestätigten Serienantrieb.

Die Plattform soll Fahrzeuge mit einer Karosserielänge von bis zu 4,70 Metern ermöglichen. Damit wäre sie nicht nur für kompakte Sportwagen, sondern auch für größere Limousinen oder sportliche Crossover geeignet.

Konkrete Leistungsdaten, Batteriegrößen oder Reichweiten nennt Alfa Romeo bislang nicht.

Im Cockpit wird es digital – aber nicht beliebig

Im Innenraum verfolgt Alfa Romeo einen Ansatz, der sich erfreulich deutlich von vielen aktuellen Cockpit-Konzepten unterscheidet.

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Statt die gesamte Armaturentafel mit Bildschirmen zu überziehen, konzentrieren sich die Italiener auf ein schlankes, fahrerorientiertes Layout. Die Inspiration stammt unter anderem vom Alfa Romeo 33 Stradale.

Bis zu vier Personen finden auf konturierten Einzelsitzen Platz. Die Mittelkonsole zieht sich weit nach hinten und trennt die beiden vorderen Sitzplätze deutlich voneinander.

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Besonders interessant ist das digitale Kombiinstrument namens „Cannocchiale Vivente“. Es interpretiert die klassischen Alfa-Rundinstrumente neu und bietet zwei unterschiedliche Darstellungen.

Im Modus „Immersivo“ bleiben zwei voneinander getrennte Instrumente erhalten. „Concentrato“ verbindet die Anzeigen dagegen zu einer gemeinsamen Informationsfläche.

Je nach Fahrprogramm verändert sich außerdem die Menge der dargestellten Informationen. Im Quadrifoglio-Modus werden unwichtige Anzeigen ausgeblendet, damit sich der Fahrer stärker auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Steer-by-Wire und ein Display wie glühende Lava

Auch beim Lenkrad geht Alfa Romeo neue Wege. Der Cuorerosso besitzt eine elektronische Steer-by-Wire-Lenkung, bei der die Lenkbefehle ohne eine klassische mechanische Verbindung übertragen werden.

Dadurch gewinnen die Designer zusätzliche Freiheiten bei der Gestaltung des Lenkrads und des gesamten Cockpits.

Ganz auf klassische Bedienelemente möchte Alfa Romeo aber offenbar nicht verzichten.

Das sogenannte Magma-Display auf der Mittelkonsole kombiniert einen Touchscreen mit Drehreglern und Kippschaltern. Bei Aktivierung leuchtet es von innen rot auf. Die Gestaltung soll an glühende Lava erinnern.

Das dürfte im Dunkeln ausgesprochen spektakulär aussehen. Vor allem aber zeigt es, dass digitale Bedienung nicht zwangsläufig bedeuten muss, sämtliche physischen Schalter abzuschaffen.

Hochwertige Materialien statt Kunststoffwüste

Bei der Materialauswahl setzt Alfa Romeo auf eine Kombination aus traditionellen Werkstoffen und modernen Recyclingmaterialien.

Zum Einsatz kommen unter anderem Nubukleder von Poltrona Frau, Metalle in Titan- und Anthrazittönen sowie recycelte Kohlefaser mit roten Harzen.

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Auch die Partnerschaft mit dem Segelteam Luna Rossa spielt eine Rolle. Ein leichter Monofilamentstoff, der ebenfalls bei der Segelbekleidung verwendet wird, findet sich auf der Armaturentafel wieder.

Eine nette Idee ist die in das Armaturenbrett integrierte Tasche auf der Beifahrerseite. Sie lässt sich herausnehmen und außerhalb des Fahrzeugs verwenden.

Die Ambientebeleuchtung passt sich wiederum dem gewählten Fahrmodus an. Bei sportlicher Fahrweise reduziert sie ihre Intensität, um möglichst wenig abzulenken.

Wird aus dem Cuorerosso ein Serienmodell?

Eine direkte Serienversion des Cuorerosso ist derzeit nicht geplant. Auch einen Preis oder einen möglichen Marktstart gibt es deshalb nicht.

Trotzdem dürfte die Studie mehr Einfluss auf die kommenden Alfa-Modelle haben, als es auf den ersten Blick scheint. Schließlich wurden Design und Innenraum von jenem Team entwickelt, das auch für die Serienfahrzeuge verantwortlich ist.

Besonders die neue Interpretation der klassischen Alfa-Formensprache, das digitale Rundinstrumenten-Konzept und die Verbindung aus Touchbedienung und echten Schaltern könnten den Weg in künftige Modelle finden.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem V6.

Während viele Hersteller ihre sportlichen Modelle inzwischen ausschließlich elektrisch denken, hält sich Alfa Romeo zumindest theoretisch die Möglichkeit eines elektrifizierten Sechszylinders offen.

Für eine Marke, deren Faszination immer auch von Klang, Charakter und Fahrgefühl gelebt hat, ist das sicherlich keine schlechte Nachricht.

Der Cuorerosso zeigt jedenfalls, dass Alfa Romeo auch in Zukunft Autos bauen möchte, die nicht nur von A nach B fahren, sondern dabei möglichst viele Emotionen wecken.

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