BYD schickt seine Luxusmarke Yangwang in eine neue Dimension: Der Altior ist eine 5,60 Meter lange Elektro-Limousine, die mit vier Elektromotoren, einer 1000-Volt-Architektur und einer opulenten Fondausstattung auf die internationale Superluxusklasse zielt. Der chinesische Vorbestellpreis liegt bei umgerechnet rund 280.000 Euro. Bei aller Technik bleibt allerdings eine Frage: Wie viel eigene Identität steckt in diesem Auftritt?

Ein Auftritt mit vertrauten Anklängen
Mit 2,03 Metern Breite und einem Radstand von 3,50 Metern tritt der Altior schon auf dem Papier äußerst souverän auf. Die Formensprache soll sich laut Yangwang an einem traditionellen chinesischen Bronzegefäß orientieren. Dazu kommen eine aufrechte Front, 21-Zoll-Räder und ein vergoldetes Emblem im Kühlergrill.
Besonders die gegenläufig öffnenden Türen und die weit aufschwingenden Fondtüren erinnern jedoch an britische Luxuslimousinen. Auch maßgefertigte Regenschirme in den Türen greifen ein bekanntes Motiv aus Goodwood auf. Das dürfte die gewünschte Exklusivität unterstreichen, macht den Altior aber nicht automatisch zu einer eigenständigen Designikone. Gerade in dieser Preisklasse zählt neben Materialqualität auch ein unverwechselbarer Charakter.
Der Fond als rollende Lounge
Im Innenraum setzt Yangwang auf ein viersitziges Konzept und eine betont kunstvolle Verarbeitung. Handpolierte Elemente aus gelber Hetian-Jade, Seidenstickereien aus Suzhou und Semianilin-Leder sollen dem Cockpit einen individuellen Charakter geben. Selbst die Bedienung wurde offenbar inszeniert: 48 metallene Zierelemente wurden während der Entwicklung auf Klang und Haptik abgestimmt.

Die beiden hinteren Sitze bieten laut Hersteller 1,21 Meter Beinfreiheit und eine Massagefunktion mit vier mechanischen Massageköpfen. Auf Knopfdruck fährt der Fond in einen Entspannungsmodus: Die Sitze neigen sich, die Rollos schließen, das Licht wird gedimmt und ein Duftprogramm aktiviert. Ein ausfahrbarer 21,4-Zoll-Bildschirm, eine Dynaudio-Anlage mit 39 Lautsprechern sowie zwei Kühlschränke vervollständigen die Ausstattung.

Vier Motoren und 1000 Volt
Technisch basiert der Altior auf Yangwangs e⁴-Plattform. Vier unabhängig arbeitende Elektromotoren können die Kraft an jedem Rad laut BYD mehr als 100-mal pro Sekunde anpassen. Das soll nicht nur für souveränen Vortrieb sorgen, sondern auch die von anderen Yangwang-Modellen bekannten Spezialfunktionen ermöglichen. Dazu zählen eine Panzerwende und die Fähigkeit, sich im Wasser fortzubewegen.
Ein vollaktives DiSus-Fahrwerk soll Karosseriebewegungen vorausschauend ausgleichen. Dafür nutzt es unter anderem Kameradaten. Als Energiespeicher kommt eine Blade-Batterie der zweiten Generation zum Einsatz, die mit einer 1000-Volt-Architektur und Megawatt-Schnellladen kombiniert wird. BYD nennt nach chinesischem Testzyklus mehr als 1000 Kilometer Reichweite. Unter realen Bedingungen dürfte der Wert deutlich niedriger liegen; eine belastbare WLTP-Angabe ist bislang nicht bekannt.
Für Fahrassistenz ist das System „God’s Eye A“ an Bord. Es basiert auf einem 4-Nanometer-Chip und soll Navigationsaufgaben im Rahmen von Level-2-Funktionen übernehmen. Vollautonom fährt der Altior damit nicht.
280.000 Euro – und noch kein Europa-Start
In China soll der Altior für 2,08 Millionen Yuan vorbestellbar sein. Das entspricht umgerechnet etwa 280.000 Euro. Ob und wann die Limousine nach Europa kommt, ist offen. Yangwang plant nach früheren Angaben zwar einen Markteintritt in Europa ab der zweiten Jahreshälfte 2027; welches Modell den Anfang macht, wurde aber noch nicht festgelegt. Fest steht aber: Sollte der Altior was für dich sein, du beim Kaufpreis aber schlucken müssen, solltest du dein Glück vielleicht mal bei Online-Casinos wie Ice Casino versuchen. Wir drücken die Daumen.

Technik beeindruckt, Eigenständigkeit muss sich beweisen
Der Yangwang Altior zeigt, wie weit BYD Luxus, elektrische Antriebstechnik und digitale Funktionen zusammenführt. Vier Motoren, ein aktives Fahrwerk und eine konsequent auf den Fond ausgerichtete Ausstattung sind ein ernstzunehmendes Gesamtpaket. Gleichzeitig wirken manche Designzitate sehr vertraut. Für eine neue Luxusmarke wird entscheidend sein, ob sie mehr bietet als maximale Ausstattung und große Zahlen: nämlich eine eigene Formensprache und ein überzeugendes Markenerlebnis.








