Mercedes verpasst der C-Klasse zur Modellpflege ein wahrhaft umfangreiches Update. Neben einer überarbeiteten Optik erhalten Limousine und T-Modell neue Motoren, modernisierte Fahrwerkstechnik, zusätzliche Assistenzsysteme und die vierte Generation des MBUX-Infotainments. Auch die Plug-in-Hybride werden weiterentwickelt. Bestellt werden kann die neue Mercedes C-Klasse ab dem 18. August 2026.
Neuer Look mit beleuchtetem Kühlergrill
Optisch erhält die C-Klasse eine deutlich überarbeitete Front. Der Kühlergrill steht künftig etwas aufrechter und kann erstmals beleuchtet werden. Heißgeprägte Sterne in Chromoptik sollen für eine dreidimensionale Wirkung sorgen. Ein LED-Lichtleiter im Chromrahmen setzt den Grill zusätzlich in Szene, je nach Markt ist auch der zentrale Mercedes-Stern beleuchtet.
Neue Scheinwerfer mit Doppelstern-Signatur und entsprechend angepasste Heckleuchten sorgen für eine neue Lichtgrafik. Hinzu kommen ungewöhnliche Details wie ein Lichtprojektor in den Seitenschwellern. Beim Öffnen der Türen wird ein animiertes Muster auf den Boden projiziert, während die Außenspiegel den Mercedes-Stern auf die Fahrbahn werfen.
Neu im Farbprogramm sind Lavender Silver Metallic und Moody Sky Grey Metallic. Für sportlich orientierte Kunden steht außerdem die AMG Line Plus mit Night-Paket, Sportsitzen und roten Sicherheitsgurten zur Verfügung.
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MBUX bekommt KI-Unterstützung
Auch im Innenraum wird die C-Klasse digitaler. Das Cockpit besteht aus einem 12,3 Zoll großen Kombiinstrument und einem hochformatigen 11,9-Zoll-Media-Display. Darauf läuft die vierte Generation des MBUX-Systems.
Herzstück ist der KI-basierte MBUX Virtual Assistant. Mercedes kombiniert dafür verschiedene Technologien von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Der Assistent lässt sich mit „Hey Mercedes“ aktivieren und soll auch längere, mehrteilige Dialoge ermöglichen. Neben Navigation und Informationen zu Sehenswürdigkeiten kann das System beispielsweise Fragen zu Aktienkursen, Währungen oder aktuellen Pistenbedingungen beantworten.
Über die Softwareplattform MB.OS lassen sich zudem zahlreiche Fahrzeugfunktionen per Over-the-Air-Update aktualisieren. Weitere digitale Dienste können über den Mercedes-Benz Store nachträglich aktiviert werden. Dazu gehören unter anderem Entertainment-Angebote mit derzeit mehr als 40 Apps, zusätzliche Navigationsfunktionen und In-Car-Payment.
Bis zu 1.510 Liter im T-Modell
Praktisch bleibt die C-Klasse ebenfalls. Das T-Modell bietet 490 Liter Gepäckraum. Werden die dreigeteilten Rücksitzlehnen im Verhältnis 40:20:40 umgelegt, stehen bis zu 1.510 Liter zur Verfügung. Die EASY-PACK-Heckklappe gehört zur Serienausstattung und lässt sich elektrisch öffnen und schließen.
Vierzylinder mit Elektrounterstützung
Unter der Haube setzt Mercedes auf die neue Generation der Vierzylinder. Sämtliche Benzin- und Dieselmotoren stammen aus der FAME-Familie und verfügen über einen Starter-Generator der zweiten Generation. Das 48-Volt-System ermöglicht Rekuperation und elektrisches Segeln. Der ISG kann bis zu 17 kW zusätzliche Leistung und 205 Nm Drehmoment bereitstellen.
Beim Benziner kommt der weiterentwickelte 2,0-Liter-M254 EVO zum Einsatz. Im C 200 stehen 177 PS, im C 250 218 PS und im C 300 258 PS zur Verfügung. Ein elektrischer Zusatzverdichter soll insbesondere beim Beschleunigen für spontanes Ansprechverhalten sorgen.
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Der C 300 verfügt zusätzlich über eine Overboost-Funktion. Für rund 20 Sekunden können weitere 20 kW beziehungsweise 27 PS abgerufen werden. Zusammen mit dem ISG erreicht der Antrieb eine Systemleistung von 306 PS.
Auch die Dieselpalette bleibt erhalten. Der 2,0-Liter-OM654 EVO leistet im C 200 d 163 PS und im C 250d 200 PS. Der Motor arbeitet unter anderem mit variabler Turbinengeometrie und einer Common-Rail-Einspritzung mit bis zu 2.200 bar. Außerdem ist er für HVO100, B10 und B20 freigegeben.
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C 400e schafft bis zu 100 Kilometer elektrisch
Die Plug-in-Hybride kombinieren den Benziner mit einer im Getriebe integrierten Elektromaschine. An der Spitze steht der C 400e 4MATIC mit bis zu 395 PS Systemleistung und 650 Nm Drehmoment.
Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 19,53 kWh. Damit sind nach WLTP bis zu 100 Kilometer rein elektrisch möglich. Die Batterie kann mit bis zu 11 kW Wechselstrom oder 55 kW Gleichstrom geladen werden. Zusätzlich wird ein C 300 e auf Basis des 218-PS-Benziners angeboten.
Fahrwerk soll mehr Dynamik bieten
Mercedes hat auch die Fahrwerksabstimmung überarbeitet. Straffere Anbindungen und neu abgestimmte Dämpfer sollen die Karosseriebewegungen reduzieren. An der Vorderachse arbeiten vier Lenker pro Rad, hinten kommt eine Fünflenkerachse zum Einsatz.
Optional ist weiterhin eine Hinterachslenkung erhältlich. Mit bis zu 2,5 Grad Lenkwinkel reduziert sie den Wendekreis auf 10,64 Meter – 43 Zentimeter weniger als ohne das System. Gleichzeitig soll sie bei höheren Geschwindigkeiten die Fahrstabilität verbessern.
Für die Limousine nennt Mercedes einen Luftwiderstandsbeiwert von mindestens 0,24, beim T-Modell sind es 0,26.
Mehr Kameras und Google-Navigation
Auch bei den Assistenzsystemen legt die C-Klasse zu. Je nach Ausstattung sind bis zu zehn Kameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren an Bord.
MB.DRIVE ASSIST kann unter anderem einen Spurwechsel nach Betätigung des Blinkers durchführen. Die Variante MB.DRIVE ASSIST PLUS kann zusätzlich vor roten Ampeln und Stoppschildern bremsen und auf Autobahnen selbstständig die Spur wechseln. Das leistungsfähigere MB.DRIVE ASSIST PRO soll zunächst ausschließlich in China angeboten werden.
Die Navigation basiert auf Google Maps. Zusätzlich integriert Mercedes den Automotive AI Agent von Google Cloud, der unter anderem bei der Suche nach Ladestationen und Parkmöglichkeiten helfen soll.
Galerie
Preise starten bei knapp 49.000 Euro
Die neue Mercedes-Benz C-Klasse kann ab 18. August 2026 bestellt werden. Die Limousine startet als C 200 bei 48.844 Euro. Für den C 400 e 4MATIC werden 73.548 Euro fällig. Das T-Modell liegt je nach Motorisierung einige hundert Euro über der jeweiligen Limousine.
Damit entwickelt Mercedes die C-Klasse nicht nur optisch weiter, sondern stellt die Baureihe technisch umfassend neu auf. Besonders die Kombination aus elektrifizierten Vierzylindern, leistungsfähigeren Plug-in-Hybriden, KI-gestütztem MBUX und den erweiterten Assistenzsystemen soll die Baureihe für die kommenden Jahre fit machen.

























