Sie wird wahrscheinlich noch nie von ihm gehört haben. Greta und die Fridays for future-Bewegung dürften schlicht zu jung sein. Mit dem GMC Hummer EV wird sich das nun gehörig ändern.

Der Höhepunkt seiner Karriere war um die Jahrtausendwende. Dotcom-Wahnsinn und alles-geht-Mentalität machten aus dem Militär-Humvee den zivilen Hummer, mit dem man am Boulevard alles in Schutt und Asche legen konnte. Die Zeiten waren hemmungslos und so war das Auto.

Martialisch wie sinnlos: die Vorgänger des GMC Hummer EV

Es folgte der H2, der aussah wie ein zu großes Barbie-Mobil. Weiterhin mit 6.2 Liter V8 und gigantischem Durst. Dann kam der H3, der aussieht wie ein etwas kleineres Barbie-Mobil. Unter der Haube: Downsizing-Motoren. Die Verkäufe stürzten ab. Niemand wollte so etwas, schon gar niemand brauchte so etwas.

GM stellte die Marke ein.

Nun ist sie wieder da. So martialisch und sinnlos wie immer. Nur eben: elektrisch. GMC selbst spricht von der „lautlosen Revolution“. Aktuell kennen wir nicht viel, außer einem Bild vom Kühlergrill. Und da gleicht der GMC Hummer EV seinen Vorgängern mehr als sehr. Nur eben mit LED-Scheinwerfern.

Was aber wirklich stark ist, sind die Leistungsdaten. 1000 (!) PS, also 735kW und 15.591 Nm Drehmoment. Und nein, das ist kein Schreibfehler. In Worten: fünfzehntausendfünfhunderteinundneunzig Newtonmeter Drehmoment.

Drei Sekunden. DREI (!) Sekunden!

Wie groß die Batteriekapazität ist wissen wir nicht, sie dürfte aber diesseits der 100kWh liegen. Auch das Gewicht wird mächtig sein, drei Tonnen leer scheinen realistisch.

Doch auch das kontern die Amis locker aus. Denn der neue GMC Hummer EV hat schon seine Beschleunigungs-Performance verraten. Drei Sekunden. Von null auf hundert km/h.

Ein Hummer ist und bleibt eben irre. Das wird dann bald auch Greta wissen.