Groß wurde er im Frühjahr angekündigt, nun kommt er endlich auch nach Deutschland: Der neue Ford Mustang Bullitt. Nachdem Ford unbedingt zum letzten Facelifting die Front des lässigen Pony-Cars (hier unter anderem bei uns im Test) abändern und verschlimmbessern musste, tun sie uns mit der Bullitt-Edition ausnahmsweise etwas Gutes. Denn der kommt in Dunkelgrün, mit mehr Leistung und selbstredend als puristischer Handschalter daher. Gerade letzteres bieten auch immer weniger Hersteller an, umso froher sind wir, den fünf Liter dicken V8 weiterhin selbst bedienen zu können und nicht zwangsläufig auf die nunmehr angebotene Zehngangautomatik zurückgreifen zu müssen.

Nun also: Bullitt. Und Ford fällt direkt mit der Tür ins Haus: er ist limitiert. Wie viele es von dem Sondermodell, das den Film mit einer der längsten Verfolgungsjagden aller Zeiten und das zugehörige Auto zitiert, geben soll, sagt Ford zwar nicht. Dafür aber, dass ein Großteil des für Deutschland vorgesehenen Kontingents bereits verkauft sein soll. Wir hoffen derweil, dass nicht ganz so strenge Weiterverkaufsklauseln im Vertrag getroffen werden wie im Falle des Ford GT. Denn sonst können sich wohl nur wenige dem Genuss des Fünfliter-V8 hingeben, der im Bullitt traditionell und auch hier mit 10 PS mehr Leistung (also: 460 PS) aufwarten kann. Für entsprechenden Sound sorgt die serienmäßige Klappenanlage, wer innen noch mehr auf die Ohren bekommen will, kann sich auf das ebenfalls serienmäßige Soundsystem B&O Play verlassen. 1.000 Watt und zwölf Lautsprecher sollten hier fürs Erste reichen. Geschaltet wird ausschließlich per Hand und klassischer Billardkugel, der Bullitt bekommt nebenbei die neue Zwischengasfunktion implementiert.

Ebenfalls ganz in alter Bullitt-Tradition kommt auch das neue Pferdchen entweder in Dark Highland Green oder Shadow Black (eine der Standardfarben des Mustang GT) zum Kunden und verzichtet auf so gut wie alle Embleme, die ihn als Mustang auszeichnen könnten. Mittig am Heck trägt er das Bullitt-Logo, der Kühlergrill wird von einem dezenten Chromstreifen gerahmt und auch der Innenraum trägt anstelle des Markenlogos eine individuelle, nummerierte Plakette. Exklusiv für den Bullitt sind ferner die 19-Zoll großen Fünfspeichenräder vorgesehen, rot lackierte Bremssättel der Bremboanlage sind ebenfalls serienmäßig. Ein Preisschild trägt er ebenfalls: mit 52.500 Euro ist der Bullitt exakt 6.000 Euro teurer als der Standard-Mustang GT. Falls man denn einen bekommt.

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2 Responses

  1. Frank B.

    Ist schon cool..der Grill ohne Emblem wie beim Filmauto ist schon ein stimmiges Detail

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    • Jan [evocars]

      Stimme ich dir zu. Finde auch, dass das mit Abstand der schönste „Serien“-Mustang ist.

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