Aston Martin AMB 002 Roadster: Just WOW!

Ja bist du denn bekloppt. Was ist denn DAS für ein geiles Gerät? Ja ja, es ist ein Mopped und kein „evocar“, aber wer dieses Zweirad nicht genau so cool findet wie PKW von Ferrari, Lamborghini und Co., dem ist nicht mehr zu helfen.

Was ihr hier seht ist die AMB 002 Roadster, eine Gemeinschaftsarbeit von Aston Martin und Brough Superior. Nach den ausschließlich für den Einsatz auf Rennstrecken entwickelten Modellen AMB 001 und AMB 001 Pro präsentieren die beiden Hersteller mit der AMB 002 Roadster erstmals ein gemeinsames Motorrad mit Straßenzulassung. Die Produktion ist auf 300 handgefertigte Exemplare begrenzt, erste Auslieferungen sind für das dritte Quartal 2027 geplant.

Technisch handelt es sich bei der AMB 002 nicht lediglich um eine straßentauglich gemachte Version ihrer Vorgänger. Das Motorrad wurde vollständig neu entwickelt und verwendet nach Angaben der Hersteller keine übernommenen Komponenten. Im Mittelpunkt stehen ein geringes Gewicht, eine zentrale Massenverteilung und ein neuer V2-Motor.

Neuer V2-Motor mit 1083 Kubikzentimetern

Angetrieben wird die AMB 002 von einem neu konstruierten, wassergekühlten Viertakt-V2. Aus 1083 Kubikzentimetern Hubraum schöpft das Aggregat 130 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 110 Nm.

Die Abstimmung soll vor allem im unteren und mittleren Drehzahlbereich für kräftigen Durchzug sorgen. Gleichzeitig versprechen die Entwickler eine gleichmäßige Leistungsentfaltung bei höheren Drehzahlen. Damit ist der Motor ausdrücklich auf den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr und nicht allein auf maximale Rundenzeiten ausgelegt.

Entwickelt, gefertigt und montiert wird das Aggregat am Sitz von Brough Superior im französischen Toulouse. Zu seinen Besonderheiten zählen CNC-gefräste Motorgehäuse, die aus massiven Metallblöcken herausgearbeitet werden. Durch diese aufwendige Fertigung sollen sich Gewicht und Materialeinsatz gezielt reduzieren lassen, ohne die strukturelle Festigkeit zu beeinträchtigen.

Titanrahmen wiegt lediglich fünf Kilogramm

Der neue Zweizylinder sitzt in einer ungewöhnlichen Rahmenkonstruktion aus Titan. Das zentrale Bauteil wird ebenfalls aus einem massiven Block gefräst und bildet das tragende Rückgrat des Motorrads. Der Rahmen wiegt laut Hersteller lediglich fünf Kilogramm und trägt wesentlich zur angestrebten Gewichtsverteilung von jeweils 50 Prozent auf Vorder- und Hinterrad bei.

Insgesamt bringt die AMB 002 fahrfertig 190 Kilogramm auf die Waage. Für ein Straßenmotorrad mit mehr als einem Liter Hubraum und umfangreicher Luxusausstattung ist das ein vergleichsweise niedriger Wert. Karosserieteile und Kraftstofftank bestehen aus Kohlefaser und sollen neben der Gewichtsreduzierung auch zu einem niedrigen Schwerpunkt beitragen.

Aston Martin und Brough Superior versprechen dadurch ein besonders agiles und leicht kontrollierbares Fahrverhalten. In Verbindung mit dem früh anliegenden Drehmoment soll die AMB 002 sowohl auf kurvigen Landstraßen als auch bei höheren Geschwindigkeiten souverän auftreten.

Fior-Vorderradführung statt klassischer Teleskopgabel

Eine technische Besonderheit ist die von Brough Superior entwickelte Fior-Vorderradaufhängung. Anstelle einer konventionellen Teleskopgabel verwendet die AMB 002 eine Doppelquerlenker-Konstruktion, bei der Lenk- und Bremskräfte weitgehend voneinander getrennt werden.

Das System basiert auf der Technik der AMB 001 Pro, wurde für das neue Straßenmodell jedoch weiterentwickelt. Es soll die Geometrie des Vorderrads auch unter hoher Belastung präzise kontrollieren und dadurch eine direkte Lenkung mit hoher Stabilität verbinden.

Beim starken Bremsen reduziert die Anti-Dive-Auslegung zudem das Eintauchen der Front. Das soll insbesondere beim Verzögern in Schräglage oder unmittelbar vor einer Kurve mehr Ruhe und Vertrauen vermitteln.

Brough-Superior-Präsident Thierry Henriette beschreibt die AMB 002 als besonders präzise und unmittelbar. Die aufrechte Sitzposition sowie das freie Sichtfeld sollen dem Fahrer ein ausgeprägtes Gefühl von Kontrolle vermitteln. Trotz ihrer exklusiven Konstruktion soll die Maschine damit nicht nur als Sammlerstück, sondern ausdrücklich als fahraktives Straßenmotorrad funktionieren.

Carbon-Karosserie im Stil aktueller Aston-Martin-Modelle

Für die Gestaltung zeichnete das Designstudio von Aston Martin verantwortlich. Die AMB 002 trägt kompakte Proportionen, fließende Linien und eng an der Technik anliegende Verkleidungselemente aus Kohlefaser. Mechanische Komponenten werden bewusst nicht vollständig verborgen, sondern als Teil des Erscheinungsbildes inszeniert.

Der Carbon-Kraftstofftank und die seitlichen Verkleidungen bilden eine weitgehend durchgehende Fläche. In den Flanken sitzen halbmondförmige Lufteinlässe, die den Luftstrom lenken und gleichzeitig die Kühlung des Motors unterstützen. Besonders filigran fallen die schmalen Halterungen der Rückspiegel aus, mit denen die Entwickler den Leichtbau auch optisch betonen wollen.

Mehrere Details stellen eine Verbindung zu den Sport- und Supersportwagen von Aston Martin her. Eine seitliche Finne läuft durch die Verkleidung und reicht nach vorne bis zur Einfassung des Scheinwerfers. Die beiden ovalen Auspuffendrohre besitzen gerippte Kühlkörper, deren Gestaltung an Vanquish, DB12 S und DBX S erinnern soll.

Auch am Heck bedient sich die AMB 002 bei der automobilen Verwandtschaft. Die Form der Rückleuchten orientiert sich an den Aston-Martin-Modellen Vulcan, Valkyrie und Valhalla.

Luxusdetails für den Straßenbetrieb

Während die AMB 001 und AMB 001 Pro kompromisslos für die Rennstrecke ausgelegt waren, erhält die AMB 002 verschiedene Komfortmerkmale für den Alltag. Dazu gehören ein schlüsselloses Zugangssystem und ein beleuchteter Startknopf.

Die Sitzpolster werden aus Sattelleder von Hand gefertigt. Damit soll das Motorrad nicht nur technisch, sondern auch bei Materialauswahl und Verarbeitung den exklusiven Anspruch der Aston-Martin-Sportwagen aufgreifen.

Marek Reichman, Chief Creative Officer von Aston Martin, bezeichnet ein gemeinsames Straßenmotorrad als lang gehegten Wunsch beider Unternehmen. Die AMB 002 soll die Designsprache von Aston Martin mit der technischen Spezialisierung von Brough Superior verbinden und sowohl ambitionierte Fahrer als auch Sammler ansprechen.

Nur 300 Exemplare der AMB 002

Wie schon die beiden vorherigen Gemeinschaftsprojekte wird auch die AMB 002 nicht in größerer Serie produziert. Insgesamt sollen lediglich 300 Motorräder entstehen. Jedes Exemplar wird individuell und weitgehend von Hand gefertigt.

Bestellungen werden nach Angaben der Unternehmen bereits entgegengenommen. Die Auslieferung der ersten Motorräder soll im dritten Quartal 2027 beginnen. Einen Preis für die AMB 002 Roadster haben Aston Martin und Brough Superior bislang nicht genannt.

Angesichts der geringen Stückzahl, der aufwendigen Fertigungsverfahren und der verwendeten Materialien dürfte sich das Modell jedoch deutlich oberhalb gewöhnlicher Sportmotorräder positionieren. Schon die Konstruktion aus Titan und Kohlefaser macht deutlich, dass sich die AMB 002 weniger an klassische Motorradkäufer als an wohlhabende Enthusiasten und Sammler richtet.

AMB 002 verbindet Sammlerobjekt und Fahrmaschine

Mit der AMB 002 übertragen Aston Martin und Brough Superior ihr gemeinsames Motorradprojekt erstmals auf die Straße. Der neue Roadster kombiniert einen 130 PS starken V2-Motor mit einem nur fünf Kilogramm schweren Titanrahmen, Carbonbauteilen und einer ungewöhnlichen Doppelquerlenker-Vorderradführung.

Damit soll die AMB 002 mehr sein als ein kostspieliges Ausstellungsstück. Trotz luxuriöser Materialien und strenger Limitierung wurde das Motorrad nach Aussage seiner Entwickler für ein intensives und präzises Fahrerlebnis konzipiert.

Ob die Verbindung aus exklusivem Design, Leichtbau und aufwendiger Fahrwerkstechnik in der Praxis überzeugt, lässt sich allerdings frühestens 2027 beurteilen. Bis dahin bleibt die AMB 002 vor allem eines: ein ausgesprochen seltenes Straßenmotorrad mit deutlichen Anleihen bei den Supersportwagen von Aston Martin.

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