Es ist Samstag. Zeit nach draußen zu gehen. In den Sandkasten. Natürlich nicht mit Eimer und Schaufel, sondern mit dem G 63 AMG 6×6 – dem Spielzeug für große Jungs.

Der Großteil der Jahresproduktion des alten Gelände-Haudegens von Mercedes wird in den nahen Osten verkauft. Natürlich nicht mit sparsamen Dieselmotoren, sondern zu 90% in den AMG-Varianten. Und um den Sand mal so richtig umpflügen zu können, hat sich G-Klasse-Projektleiter Axel Harries etwas besonderes einfallen lassen.

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Eine dritte Achse für den G. Macht sechs angetriebene Räder, fünf sperrbare Differenzial, vor allem aber eine unfassbar imposante Erscheinung. Vom Boden bis zum Trittbrett muss der 6×6-Lenker beinahe einen Meter überwinden. Auf Knopfdruck kann man diese Hürde jedoch verkleinern. Nicht weil man die Luft aus dem Fahrwerk lassen kann, nein, das vertraut auf heavy-duty-Stahlfedern, sondern weil der 6×6 vom Cockpit aus den Reifendruck verstellen kann.

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Unterstützt von einem Kompressor und vier 20-Liter-Druckflaschen kann man so für jeden Untergrund das richtige Gripniveau wählen. Und Grip ist wichtig, denn auch wenn der 6×6 heftige 3,75 Tonnen auf die Waage bringt: der 544 PS Motor mit seinen 760 Nm reißt den G trotzdem vehement voran. Unter sechs Sekunden soll der Standardsprint laut Axel Harries dauern, elektronisch begrenzt wird der Vortrieb allerdings schon bei 160 km/h der 37-Zoll-Geländebereifung wegen.

Aber in der Wüste hat man auch bei geringen Geschwindigkeiten Spaß – wie der Blick in die Galerie beweist. Und für 20-30 gut betuchte Männer aus Nahost wird der Spaß auch zu kaufen sein, denn Mercedes hat eine Kleinserie beschlossen. Zwar sind die Preise noch nicht fix kalkuliert, doch „es wird der teuerste Mercedes“ mit Verbrennungsmotor, wird Harries zitiert. Dieser Seitenhieb lässt aber erwarten, dass der G 63 6×6 unter den 416.500 Euro des Mercedes SLS Electric Drive bleiben wird.