Es ist vollbracht. Volvo hat die zweite Generation des V60 vorgestellt und bringt mit dem 4,76 Meter langen Kombi einen optischen Leckerbissen, der die Konkurrenz aus Audi A4 Avant, BMW 3er Touring und Mercedes C-Klasse T-Modell in arge Bedrängnis bringen dürfte. Dieses Ziel hat sich auch der schwedische Hersteller selbst auf die Fahne geschrieben, sieht den V60 eher als Nachfolger des V70 und hat den kleinen Bruder des V90 preislich denn auch gleich mal ein deutliches Stück oberhalb des V60-Vorgängers positioniert. Los geht’s jetzt beim V60 D3 mit zwei Liter großem Turbodiesel mit 150 PS und 320 Nm für amtliche 40.100 Euro. Dafür ist die Ausstattungslinie Momentum ab sofort die Einstiegsvariante, darüber rangiert der V60 Inscription (ab 44.350 Euro). Die Markteinführung ist für Mitte 2018 geplant.

Oberhalb des D3 rangiert der 190 PS und 400 Nm starke D4 (ab 43.300 Euro). Beide Diesel knacken die 200-km/h-Hürde (205 bzw. 220 km/h), sind mit manuellem Sechsgang-Getriebe oder Achtgang-Automatik zu haben und vertrauen auf Frontantrieb. Wie schon von anderen Modellen bekannt, kommen auch beim neuen V60 maximal zwei Liter große Vierzylinder-Aggregate zum Einsatz. Gleiches gilt natürlich auch für die drei Benziner-Varianten T6 AWD, T6 Twin Engine AWD und T8 Twin Engine AWD. Die Ottos bringen es auf 310 PS (400 Nm), 340 PS bzw. 390 PS. Wie die Namen schon verraten, werden die Zweiliter-Turbo-Benziner der stärksten Varianten durch Elektromotoren unterstützt (Twin Engine), die auch eine rein elektrisch angetriebene Fahrt von bis zu 45 Kilometern erlauben sollen. Bei allen drei Benzinern gelangt die Kraft über eine Achtgang-Automatik an alle vier Räder. Aktuell wird lediglich der Preis des Volvo V60 T6 AWD kommuniziert (ab 49.500 Euro), die beiden Hybridmodelle kommen erst Ende 2018 auf den Markt, spätestens dann wird es wohl auch Preisangaben geben.

Doch nun hinfort mit den nackten Zahlen. Lasst und einen Blick auf diesen appetitlichen Schwedenhappen werfen. Wie zu erwarten war, wirkt der neue Volvo V60 auf den ersten und auch noch auf den zweiten Blick wie ein eingedampfter V90, was ja angesichts des gelungenen Designs des großen Bruders auch Sinn macht. Auf den dritten Blick – und unterbewusst auch schon vorher – fällt aber auf, dass die Linienführung des „Kleinen“ stimmiger erscheint (ja, das ist die persönliche Meinung des Redakteurs). Vor allem der etwas kürzere Hecküberstand und die steilere Heckpartie stehen dem Kombi besser. Letztgenannten beschert dem neuen V60 mit einem Kofferraumvolumen von 529 bis 1.364 Liter übrigens den Spitzenplatz unter obig genannten Konkurrenten.

Im Cockpit schlussendlich muss sich schon wirklich auskennen, wer den neuen Volvo V60 vom großen Bruder V90 unterscheiden will. Display, Lüftungen und Anordnung der wenigen Knöpfe gleichen sich schon ordentlich. Doch das dürfte V60-Fahrern nur Recht sein.

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