Ja. Die Tage des Nissan GT-R R35 sind vorbei. Und wann ein Nachfolger an den Start geht, steht in den Sternen. Doch das Angebot an gebrauchten Modellen kann sich sehen lassen, die Preise gehen in Ordnung und die Möglichkeiten, die in Godzilla stecken, sind hinreichend bekannt. Was liegt da also näher, als einen Gebrauchten zu kaufen und ihn ganz nach den eigenen Wünschen umzubauen. Das zumindest dachte sich wohl der niederländische Luxus-Auto-Händler Wim Prins und verwandelte Godzilla in einen Konkurrenten des Porsche 911 Dakar. Und wir müssen sagen: Sehr sehr geil!
Als Basis für den Umbau dient ein 2010er GT-R mit 54.000 Km auf der Uhr. Der Umbau selbst setzt beim Fahrwerk an: Rund zwölf Zentimeter mehr Bodenfreiheit als im Serienzustand verleihen dem GT-R ein völlig neues Erscheinungsbild und verwandeln ihn optisch vom Straßensportler in einen Rallye-Boliden. Die originalen RAYS-Felgen mit sieben Speichen sind weiterhin montiert, tragen nun jedoch grob profilierte Toyo-All-Terrain-Reifen. Verschraubte Kotflügelverbreiterungen schaffen Raum für die größere Bereifung, während zusätzliche LED-Leuchten auf dem Dach sowie in der Frontstoßstange für optimale Ausleuchtung bei völliger Dunkelheit sorgen. Ein vollwertiges Ersatzrad auf dem Dach rundet den Safari-Look konsequent ab.
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Trotz der markanten äußeren Veränderungen bleibt der GT-R seinem Leistungsanspruch treu. Unter der Haube arbeitet weiterhin der handmontierte 3,8-Liter-V6-Biturbo VR38DETT mit 600 PS – ein Leistungsniveau, das den stärksten Nismo-Versionen ab Werk entspricht. Die Kraftübertragung erfolgt unverändert über das ATTESA-E-TS-Allradsystem.
Bereits um das Jahr 2020 tauchte der Offroad-R35 erstmals in den Niederlanden auf, damals noch unter Tarnfolie. Die Resonanz blieb jedoch verhalten, da das Konzept vielen zu weit von der klassischen GT-R-Philosophie entfernt schien. Heute hat sich die Perspektive deutlich gewandelt: Modelle wie der Porsche 911 Dakar zeigten eindrucksvoll, dass ab Werk unterstützte Abenteuer-Sportwagen nicht nur funktionieren, sondern sogar Preise oberhalb der UVP erzielen. Lamborghini folgte mit dem Huracán Sterrato. Damit ist das Fahren einer Performance-Ikone abseits befestigter Straßen längst keine bloße Kuriosität mehr. Beiden Serien-Varianten voraus hat dieser einzigartige Offroad-Godzilla seinen Preisvorteil. Beim Händler in den Niederlanden steht er für 99.500 Euro. Sicher, immer noch viel Geld, aber mit etwas Glück, zum Beispiel bei Online Slots, ließe sich diese Summe bestimmt zusammenbekommen.
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Rückblickend war Prins dem Zeitgeist wohl voraus – und Timing ist bekanntlich entscheidend. Was einst auf wenig Zuspruch stieß, fügt sich heute nahtlos in eine wachsende Klasse von Hochleistungsfahrzeugen ein, die für mehr als nur Asphalt konzipiert sind. Die bewährte Standfestigkeit und das enorme Tuningpotenzial des R35 prädestinieren ihn für genau diese Rolle. Anders als beim streng limitierten Dakar oder Sterrato handelt es sich hier zudem um ein echtes Unikat mit einer ganz eigenen Geschichte.








