Nissan Z Kaze Concept (3)

Nissan Z Kaze Concept: Oldschool aus den 90ern

Nissan lässt beim Z Kaze Concept mehrere Kapitel seiner Sportwagengeschichte aufeinandertreffen. Die auf der ZCON 2026 präsentierte Studie kombiniert den aktuellen Nissan Z mit einem herausnehmbaren T-Top-Dach, klassischen NISMO-Felgen und Tuning-Komponenten von GReddy. Entstanden ist ein offener Sportwagen, der bewusst an die japanische Szene der 1990er-Jahre erinnert.

Die ZCON ist das jährliche Treffen der Z Car Club Association und damit die passende Bühne für das Einzelstück. Das Konzept soll die inzwischen sieben Generationen umfassende Geschichte der Z-Baureihe würdigen und zugleich zeigen, welche weiteren Varianten auf Basis des aktuellen Modells denkbar wären.

Nissan Z Kaze Concept (15)

T-Top-Dach bringt den Fahrtwind ins Cockpit

Der Name Kaze stammt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt Wind. Im Mittelpunkt des Fahrzeugs steht deshalb das eigens entwickelte T-Top-Dach. Nach dem Herausnehmen der Dachsegmente bleibt ein fester Mittelsteg zwischen Frontscheibe und Heck bestehen, während Fahrer und Beifahrer weitgehend unter freiem Himmel sitzen.

Weitere News:

Nissan Z Kaze Concept (5)

Mit dieser Konstruktion greift Nissan ein Karosseriekonzept auf, das vor allem bei japanischen und amerikanischen Sportwagen früherer Jahrzehnte beliebt war. Die Entwickler wollten damit das Erlebnis eines offenen Z-Modells zurückbringen, ohne den Wagen in ein klassisches Cabriolet zu verwandeln.

Als gedankliche Kulisse diente dem Team eine sommerliche Fahrt auf dem Pacific Coast Highway in Kalifornien. Das Fahrzeug wurde von Produktplanern und Designern bei Nissan Americas als internes Herzensprojekt entwickelt.

Nissan Z Kaze Concept (10)

Nach Angaben von Ponz Pandikuthira, Senior Vice President sowie Chief Product and Planning Officer bei Nissan Americas, verbindet die Studie die Tradition offener Nissan-Sportwagen mit der Tuning-Kultur der 1990er-Jahre. Diese Szene habe wesentlich zur Bekanntheit von Nissan und NISMO beigetragen.

Pacific Teal erinnert an die Import-Tuning-Szene

Die Karosserie trägt eine auffällige Lackierung in Pacific Teal. Der Farbton orientiert sich an den kräftigen Farben, die während der 1990er-Jahre bei japanischen Sportwagen und in der amerikanischen Import-Szene verbreitet waren.

Nissan beließ es allerdings nicht bei einer neuen Lackierung. Die Karosserie des aktuellen Z erhielt mehrere gezielte Änderungen, die dem Fahrzeug einen breiteren und aggressiveren Auftritt verleihen. Dazu gehören ausgestellte Kotflügel und ein individuell angefertigtes Aerodynamikpaket aus Carbon.

Nissan Z Kaze Concept (3)

 

Auch die belüftete Motorhaube besteht aus Kohlefaser. Sie reduziert das Gewicht im Vorderwagen und soll gleichzeitig die im Motorraum entstehende Wärme besser ableiten. Trotz der umfangreichen Umbauten bleibt die Grundform des aktuellen Nissan Z klar erkennbar.

Nach Ansicht der Designer sollte das Concept Car nicht wie ein vollständig neues Fahrzeug wirken. Stattdessen verbindet es die bekannten Proportionen des Serienmodells mit Elementen, die an individuell umgebaute japanische Sportwagen aus der Hochphase der Tuning-Kultur erinnern.

Restaurierte NISMO LMGT2 in 18 Zoll

Eine besondere Rolle spielen die Räder. Nissan verwendet keine neu entwickelten Felgen, sondern einen originalen Satz der früher angebotenen NISMO LMGT2. Die mehrteiligen 18-Zoll-Schmiederäder genießen bei Fans japanischer Performance-Fahrzeuge aufgrund ihrer Motorsportgeschichte und stabilen Konstruktion einen hohen Stellenwert.

Weitere News:

Nissan Z Kaze Concept (6)

Da die LMGT2 bereits seit längerer Zeit nicht mehr produziert werden, musste das Projektteam zunächst einen erhaltenen Originalsatz beschaffen. Die Felgen wurden anschließend vollständig restauriert und für den Einsatz am Z Kaze neu aufgebaut.

Vorne messen sie zehn Zoll in der Breite, an der Hinterachse sind es elf Zoll. In Verbindung mit den verbreiterten Kotflügeln und der entsprechend breiten Bereifung entsteht eine deutlich kraftvollere Haltung als beim regulären Nissan Z.

Weiße Ledersitze statt dunklem Konzeptfahrzeug-Cockpit

Auch der Innenraum wurde auf die offene Karosseriekonstruktion abgestimmt. Während viele Studien auf dunkle Farben und schwarze Oberflächen setzen, stattete Nissan den Z Kaze mit maßgefertigten weißen Ledersitzen aus. Diese sollen den Innenraum optisch aufhellen und das offene Raumgefühl zusätzlich betonen.

Nissan Z Kaze Concept (4)

Carbon-Zierelemente greifen die Materialien der Karosserie auf und verleihen dem Cockpit eine sportliche Note. Gleichzeitig soll die Gestaltung nicht den Eindruck eines kompromisslosen Rennwagens vermitteln. Nissan verbindet die sichtbaren Kohlefaserflächen daher mit einer vergleichsweise eleganten Lederausstattung.

Da Wind- und Umgebungsgeräusche bei abgenommenen Dachelementen deutlich stärker in den Innenraum gelangen, integrierte Nissan Bose Personal Plus Lautsprecher in die Kopfstützen. Die Musik wird dadurch direkt in Richtung der Insassen abgestrahlt und soll auch bei offener Fahrt gut verständlich bleiben.

NISMO-Fahrwerk und GReddy-Komponenten

Die Reminiszenzen an die Tuningszene beschränken sich nicht auf die Optik. Nissan überarbeitete auch das Fahrwerk und verbaute dafür verschiedene Komponenten aus dem NISMO-Programm. Konkrete Angaben zu Federn, Dämpfern oder einer möglichen Tieferlegung nennt der Hersteller allerdings nicht.

Nissan Z Kaze Concept (13)

Unter der Carbonhaube arbeitet weiterhin der aus dem Nissan Z bekannte 3,0-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung. Für das Kaze Concept wurde das Triebwerk mit ausgewählten Bauteilen des japanischen Tuningspezialisten GReddy ergänzt.

Dazu gehören eine SUPREME-SP-Auspuffanlage, ein Airinx-Luftfilter-Kit und ein an der Fahrzeugfront montierter Luft-Luft-Ladeluftkühler. Der größere Kühler soll die Temperatur der verdichteten Ansaugluft senken und damit auch bei hoher Belastung stabile Bedingungen für den Biturbomotor schaffen.

Wie stark der V6 nach den Umbauten ist, verrät Nissan nicht. Auch Beschleunigungswerte oder Fahrleistungen wurden für die Studie nicht veröffentlicht. Im Vordergrund steht daher weniger eine maximale Leistungsangabe als die authentische Verbindung aus japanischer Tuningtechnik, offenem Fahrerlebnis und der Geschichte der Z-Baureihe.

Keine Angaben zu einer möglichen Kleinserie

Bislang bezeichnet Nissan den Z Kaze ausdrücklich als Konzeptfahrzeug. Ob aus der Studie später ein Zubehörprogramm, ein Sondermodell oder sogar eine offene Kleinserie hervorgehen könnte, ist nicht bekannt.

Das Einzelstück zeigt jedoch, welches Potenzial weiterhin im aktuellen Nissan Z steckt. Gerade das T-Top-Dach hebt den Kaze deutlich von den regulären Versionen ab. Zusammen mit den historischen NISMO-Rädern, der auffälligen Lackierung und den GReddy-Komponenten entsteht ein Sportwagen, der weniger in die Zukunft als gezielt in eine besonders prägende Epoche der japanischen Autokultur blickt.

Galerie

Nissan Z Kaze Concept (2)
Nissan Z Kaze Concept (1)
Nissan Z Kaze Concept (3)
Nissan Z Kaze Concept (9)
Nissan Z Kaze Concept (6)
Nissan Z Kaze Concept (15)
Nissan Z Kaze Concept (8)
Nissan Z Kaze Concept (5)
Nissan Z Kaze Concept (16)
Nissan Z Kaze Concept (14)
Nissan Z Kaze Concept (13)
Nissan Z Kaze Concept (10)
Nissan Z Kaze Concept (12)
Nissan Z Kaze Concept (4)
Nissan Z Kaze Concept (11)
Nissan Z Kaze Concept (7)