Bentley Torcal: 888 PS und ein Sound, den’s eigentlich gar nicht mehr gibt!

888 PS, unter drei Sekunden auf Tempo 100, und dann klingt das Ding auch noch wie ein alter V8 aus den Siebzigern? Ich sag dir: Der Bentley Torcal ist genau der Wahnsinn, den man von einem ersten Elektro-Bentley erwarten darf. Wir durften schon mal mitfahren, bevor er offiziell an den Start geht!

Krawall unter der Haube – nur eben elektrisch

Technisch steckt im Torcal jede Menge Porsche-Cayenne-DNA, geteilte Plattform, geteilte Batterie mit 113 kWh und 192 Pouchzellen. Reicht für über 600 Kilometer Reichweite, und geladen wird mit bis zu 400 kW – von 10 auf 80 Prozent in unter 20 Minuten. Macht bei fast 2,7 Tonnen Kampfgewicht trotzdem 888 PS und satte 1.350 Newtonmeter Drehmoment. Bentley-Chef Frank-Steffen Walliser bleibt zwar bescheiden: „Ein Auto wird mit 1.000 PS nicht automatisch besser.“ Trotzdem: Unter drei Sekunden von null auf 100 im Launch-Modus, das ist einfach nur irre.

Fahrwerk mit Cayenne-Gene, aber britisch veredelt

Unter der Haut arbeitet ein Fahrwerk mit Luftfederung und Zweiventildämpfern – Bentley nennt das Ganze liebevoll „Bentleyfication“. Statt klassischer Stabilisatoren übernehmen aktive Dämpfer mit eigener Pumpeneinheit pro Achse den Job. Fünf Straßenmodi und zwei Geländeprogramme sorgen für ordentlich Abwechslung, und je nach Tempo senkt oder hebt sich die Karosserie um bis zu 30 Millimeter. Im Gelände geht’s sogar 55 Millimeter nach oben – fast auf Bentayga-Niveau, sagen die Techniker.

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Vom Beifahrersitz aus schon mal getestet: kaum Nachwippen über Bodenwellen, richtig satt liegt der Torcal auf der Straße. Baureihenleiter Martin Page bringt’s auf den Punkt: „Der Torcal kontrolliert die Straße, nicht die Straße das Auto.“ Genau so muss sich ein echtes Fahrerauto anfühlen.

Phygital statt Monsterbildschirm

 

Innen setzt Bentley bewusst nicht auf riesige Screens, sondern auf fein klickende Drehknöpfe – „Phygital“ nennen sie das in Crewe. Dazu automatische Türschließung beim Anschnallen und Kameras, die dich erkennen und sofort deine Lieblingseinstellungen laden. Absolutes Luxus-Feature: Der Sound. Kein künstlicher Elektro-Sci-Fi-Sound, sondern eine echte Komposition, aufgenommen mit echten Musikern und als Basis der Klang des legendären 6,75-Liter-V8 der L-Serie von 1970. Trommeln inklusive! Klingt lebendig, klingt authentisch – und lässt sich bei Bedarf auch komplett abschalten.

Preis? Noch geheim!

Was der Torcal am Ende kosten wird, verrät Bentley leider noch nicht. Schade eigentlich, denn nach dieser ersten Mitfahrt will ich am liebsten sofort wissen, wann ich den Boliden endlich selbst fahren darf. Bis dahin heißt es: warten und auf den offiziellen Marktstart hoffen.