Koenigsegg Sadair’s Spear: 4,4 Mio. Euro, 30 Stück, ausverkauft!

Gerade als man dachte, der Jesko markiere die Spitze der Koenigsegg-Pyramide, zaubert Christian von Koenigsegg das nächste Monster auf die Straße – den Sadair’s Spear. Noch extremer, noch exklusiver, noch schärfer.

Das Herzstück ist weiterhin ein 5,0-Liter-V8 mit Flatplane-Kurbelwelle und Doppelturboaufladung – nun mit 1.647 PS, sofern E85-Bioethanol getankt wird. Mit herkömmlichem Benzin stehen immer noch respektable 1.318 PS zur Verfügung. Drehmoment? 1.500 Newtonmeter. Drehzahlmaximum? 8.500/min – exakt wie beim Jesko.

Die Extra-Power resultiert unter anderem aus überarbeiteten Lufteinlässen, die dem Motor deutlich mehr Luft gönnen, sowie einer verbesserten Ölkühlung. Auch das Motorsteuergerät wurde überarbeitet. An der Kraftübertragung ändert sich nichts: Das Triebwerk ist an Koenigseggs hauseigene „Light Speed Transmission“ (LST) gekoppelt – ein hochkomplexes Neungang-Getriebe mit sechs Kupplungen, bedient ausschließlich über Schaltwippen.

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Der Sadair’s Spear ist zwar straßenzugelassen, gehört aber eindeutig auf die Piste. Auf dem Gotland Ring, Koenigseggs hauseigener Teststrecke, distanzierte er den Jesko Attack um 1,1 Sekunden – ein beachtlicher Fortschritt.

Ein Grund dafür: Die stark überarbeitete Aerodynamik. Ein riesiger, aktiver Heckflügel arbeitet zusammen mit einem verkleideten Unterboden, einem Gurney-Flap auf der Motorhaube sowie optimierten Radhausabdeckungen, um maximalen Anpressdruck zu erzeugen. Dazu gesellen sich großflächige Luftöffnungen zur effektiven Kühlung des V8.

Koenigsegg verrät keine exakte Zahl, spricht aber von einem besseren Leistungsgewicht als beim legendären One:1 – was bedeutet, weniger als 1.647 Kilogramm. Im Vergleich zum Jesko wurde rund 35 Kilogramm eingespart. Ein Teil davon geht auf das Konto neuer Carbonräder mit sieben Speichen, die jeweils asymmetrisch gestaltet sind – je nach Fahrzeugseite.

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Die Michelin Pilot Sport Cup 2 R-Reifen (275/35 ZR20 vorn, 325/30 ZR21 hinten) sorgen für den nötigen Grip. Das Fahrwerk mit adaptiver Höhenverstellung erhält die neuesten Triplex-Dämpfer, die Bremsanlage besteht aus standesgemäßen Carbon-Keramik-Komponenten.

Auch im Interieur wird gespart – und zwar an Gewicht. Eine neue, reduzierte Mittelkonsole, ultraleichte Carbon-Schalensitze, optional mit Sechspunktgurten, und der Verzicht auf Dämmmaterial (spart rund 2,6 Kilogramm) zeigen: Hier geht’s um Performance. Trotzdem fehlen moderne Features nicht. Ein Display am Lenkrad, USB-Anschlüsse, induktives Laden, Infotainment und eine 360-Grad-Kamera-Parkhilfe gehören zur Serienausstattung.

„Dieses Auto ist gemacht, um Rekorde zu brechen“, so Christian von Koenigsegg. Mit einem geschätzten Preis von 4,45 Millionen Euro spielt der Sadair’s Spear in einer eigenen Liga – und ist dennoch bereits restlos ausverkauft. Nur 30 Stück werden gebaut.