Porsche ergänzt sein Kundensport-Angebot um den neuen 911 GT4 R. Zum ersten Mal setzt Porsche in der weltweiten GT4-Kategorie auf ein Rennfahrzeug, das auf der Plattform des 911 basiert (zwangsläufig. Denn da der Cayman in Rente geschickt wurde, entfällt auch der Cayman GT4). Als Antrieb dient im neuen Renn-911er ein 4,0 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor mit einer Leistung von bis zu 520 PS. In den ersten Rennen wird der Porsche 911 GT4 R in der Saison 2027 zu sehen sein.
Mit dem neuen Rennwagen baut Porsche Motorsport seine Aktivitäten im GT4-Segment weiter aus und positioniert das Fahrzeug gezielt im oberen Leistungsbereich dieser Kategorie. Die internationale GT4-Klasse gehört zu den weltweit am schnellsten wachsenden Bereichen des Kundensports. Gleichzeitig haben sich Meisterschaften wie die ADAC GT4 Germany und vergleichbare internationale Serien, darunter die GT4 European Series, als wichtige Stufe in der Fahrerentwicklung etabliert und bilden einen zentralen Bestandteil des Aufstiegs in den GT3-Spitzensport.
Technische Grundlage des neuen 911 GT4 R ist die aktuelle Cup-Version, die auf dem straßenzugelassenen 911 GT3 der Generation 992.2 basiert. Im Vergleich zu den bisherigen Clubsport-Modellen auf Basis des 718 Cayman verfügt der neue Rennwagen über einen leistungsstärkeren Motor, breitere Spurweiten und eine weiterentwickelte Motorsport-Elektronik. Davon profitieren insbesondere die Rundenzeiten, das Fahrverhalten sowie die Zuverlässigkeit unter Rennbedingungen.
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„Mit dem neuen Rennwagen auf Basis des Porsche 911 GT3 heben wir unser erfolgreiches GT4-Programm auf ein neues Niveau. Die Kombination aus ikonischer 911-DNA und bewährtem GT4-Konzept schafft ein einzigartiges Angebot im Markt“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „Unser Schritt, die 911-Plattform in die GT4-Kategorie zu bringen, unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Klasse im internationalen Motorsport. GT4 hat sich vom Einstiegssegment zu einer hochkompetitiven, global relevanten Rennplattform entwickelt.“
Rennmotor und Getriebe aus dem 911 Cup
Der hochdrehende 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor basiert auf dem Triebwerk des 911 GT3 und entwickelt in der Rennversion eine Leistung von bis zu 382 kW (520 PS). Das maximale Drehmoment liegt bei bis zu 470 Newtonmetern. Wie in der GT4-Kategorie üblich, hängen die Leistungswerte von der jeweiligen Balance-of-Performance-(BoP)-Einstufung ab. Deshalb wird der 911 GT4 R bereits ab Werk mit Luftmengen-Restriktoren mit einem Durchmesser von 53,7 Millimetern ausgeliefert, die die Leistung auf 316 kW (430 PS) begrenzen. Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequenzielles Sechsgang-Klauengetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad sowie einer Vierscheiben-Rennkupplung.
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Auch beim Fahrwerk unterscheidet sich der neue Kundensport-Rennwagen aufgrund der Reglementvorgaben vom 911 Cup. Die Räder fallen jeweils um einen Zoll schmaler aus und werden über eine im Serienfahrzeug etablierte Fünf-Loch-Anbindung montiert. Zusätzlich bieten zweifach verstellbare Dämpfer sowie drei unterschiedliche Federraten erweiterte Möglichkeiten zur individuellen Fahrwerksabstimmung.
Naturfaser-Verbundwerkstoffe außen und im Cockpit
Der 911 GT4 R übernimmt wesentliche Karosseriestrukturen des 911 Cup und nutzt dessen aerodynamische Weiterentwicklungen. Der Heckflügel lässt sich manuell in elf verschiedenen Positionen einstellen. Ein besonderes Merkmal des Fahrzeugs ist zudem der verstärkte Einsatz von Naturfaser-verstärktem Kunststoff in Verbindung mit Epoxidharz. Türen, Motorabdeckung, Aerodynamikbauteile sowie verschiedene Elemente des Cockpits werden aus diesem Material gefertigt.
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Im Innenraum erhält der Fahrer sämtliche relevanten Informationen über ein 10,3 Zoll großes Farbdisplay. Ein integrierter Datenlogger und ein hochpräzises GPS-System unterstützen die Analyse sowie die Optimierung der Fahrzeugperformance im Rennbetrieb. Darüber hinaus ermöglichen zusätzliche Ballast-Komponenten die Anpassung an die jeweils vorgegebene Gewichtseinstufung im Rahmen der BoP.










