Einige von euch werden sich sicherlich an die Präsentation des De Tomaso P72 beim Goodwood Festival of Speed vor sieben Jahren erinnern. Langatmige sechs Jahre später – also im vergangenen Jahr -hat die Produktion des hinreißenden Sportwagens begonnen. Und nun endlich – sieben Jahre nach seiner Vorstellung – wurde der erste De Tomaso P72 an seinen Besitzer übergeben. Hurra! ich ziehe vor allem den Hut vor so viel Durchhaltevermögen und Glauben der Kunden an eine Umsetzung des Projekts.
Für alle, die sich nicht mehr so richtig an die Vorstellung im Jahr 2019 erinnern können, fassen wir gerne alles Wissenswerte zu dieser wundervollen Reinkarnation des Namens De Tomaso zusammen:
Mit dem P72 knüpft De Tomaso an eine prägende Epoche des Sportwagenbaus an. Das Fahrzeug versteht sich als Hommage an die Partnerschaft von Alejandro De Tomaso und Carroll Shelby, die Mitte der 1960er-Jahre für einige der faszinierendsten Renn- und Straßensportwagen ihrer Zeit verantwortlich war. Optisch und emotional orientiert sich der P72 an dieser Ära, technisch setzt er jedoch auf moderne Lösungen.
Herzstück der Konstruktion ist ein vollständig neu entwickeltes Monocoque aus Carbonfaser, das ohne verklebte Verbindungen auskommt und dadurch ein besonders niedriges Gewicht mit hoher Verwindungssteifigkeit kombiniert.
Konsequent analog präsentiert sich auch der Innenraum. Auf Displays, Touchscreens und digitale Assistenzsysteme verzichtet De Tomaso bewusst. Stattdessen prägen klassische Rundinstrumente, aufwendig gefertigte Metallschalter und eine offen sichtbare Schaltkulisse das Cockpit. Sämtliche Bedienelemente und Oberflächen werden in Handarbeit gefertigt. Das Ergebnis ist ein Interieur, das traditionelle Handwerkskunst mit einer klaren, zeitlosen Gestaltung verbindet und den Fokus vollständig auf das Fahrerlebnis legt.
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Auch fahrdynamisch verfolgt der P72 einen puristischen Ansatz. Das Fahrwerk mit Push-Rod-Konstruktion lässt sich in mehreren Bereichen manuell abstimmen, während elektronische Fahrprogramme bewusst außen vor bleiben. Die Kraftübertragung übernimmt ein eng abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe, das den direkten Kontakt zwischen Fahrer und Fahrzeug unterstreicht. Für den Vortrieb sorgt ein handgefertigter 5,0-Liter-V8 mit Kompressoraufladung. Das Triebwerk leistet 700 PS und stellt 820 Newtonmeter Drehmoment bereit, die ausschließlich an die Hinterräder gelangen. Der Motor basiert auf dem bekannten Ford-Coyote-V8, der von Roush Performance umfassend überarbeitet wurde.





