Porsche 968 CS Cabriolet: Auf Tuchfühlung mit dem Einzelstück

Stell dir vor, du baust das geilste Auto deiner Firmengeschichte. Und lässt es dann einfach verschwinden! Genau das ist Porsche 1993 mit dem 968 CS Cabriolet passiert.

Unter der Haube: ein Dreiliter-Vierzylinder mit 240 PS und 305 Nm Drehmoment. Klingt nach wenig? Ist es nicht! Der Sound allein macht schon süchtig: Mechanische Rohheit statt Turbo-Geflüster, ein satter Bass, der dich vom ersten Meter an packt.

Und jetzt kommt der Clou: Nur ein einziges Exemplar wurde je gebaut! Das rote Einzelstück, leichter als das Seriencabrio und das um satte 50 Kilo dank gestrichener Rücksitze, manueller Fensterheber und weniger Dämmmaterial. Aber: Im Vergleich zum Coupé-CS bleibt er 70 Kilo schwerer. Also zwei Philosophien, die eigentlich nicht zusammenpassen sollten, und trotzdem funktioniert’s? Ja, denn das CS-Cabrio ist Krawall pur, mit Dach oben oder unten.

Fahrwerk 20 Millimeter tiefer, 17-Zoll-Cup-Räder, Schalensitze aus dem 911 Carrera RS, das ist Tracktool-Ausstattung vom Feinsten! Keine Fahrmodi, kein Klappenauspuff, kein Schnickschnack. Nur du, das Sechsganggetriebe und ein Vierzylinder, der beschäftigt werden will. Ab dafür!

Offen fahren macht diesen Clubsport übrigens nicht softer, sondern intensiver: Ansauggeräusch, Wind, der tiefe Vierzylinder-Bass direkt über dir. Ein echter Freisauger-Moment, auch ohne Achtzylinder!

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Warum das Ding verschwand? Porsche steckte wirtschaftlich in der Krise, und im Hintergrund entstand schon die Boxster-Studie, da war für ein weiteres Nischenmodell einfach kein Platz mehr. Bedauerlich, ehrlich gesagt: 1.538 Clubsport-Coupés gab es immerhin, aber von diesem roten CS-Cabriolet-Boliden nur dieses eine!

Immerhin: Porsche hat die Idee nie ganz vergessen. 718 Spyder RS, 911 Speedster, 911 S/T und jetzt der 911 GT3 S/C – alles Kinder desselben Gedankens. Nur eben 30 Jahre später und mit deutlich dickerem Preisschild.