Porsche Cayenne Electric mit über 1.000 PS: Erster Eindruck vom stärksten Serien-Porsche

Porsche hat eine lange Tradition darin, Erwartungen zu übertreffen. Mit dem Cayenne Electric Turbo gelingt das auf eine Weise, die selbst langjährige Porsche-Fans überraschen dürfte. Speerspitze der Modellreihe ist der Cayenne Electric Turbo mit satten 1.156 PS (850 kW). Er ist damit nicht nur deutlich stärker als sein hybrider Verbrenner-Bruder, sondern gleich der stärkste Serien-Porsche aller Zeiten.

Das Fahrzeug, das diesen Titel trägt, ist kein Supersportwagen mit zwei Sitzen und Straßenzulassung auf Bewährung. Es ist ein knapp fünf Meter langes Familien-SUV mit 747 bis 781 Litern Kofferraumvolumen, Platz für fünf Personen und einer Acht-Jahres-Batteriegarantie. Dass darin die stärkste Serienmaschine aus Stuttgart steckt, sagt viel darüber aus, wohin sich die Automobilindustrie bewegt.

Die Technik: PPE-Plattform und neue Batteriezellen

Technische Basis für den Elektro-Cayenne ist die Premium Platform Electric (PPE), die auch den Macan Electric trägt. Die Technik ist dennoch deutlich anders: Die Batterie besteht aus anderen Zellen und wird anders gekühlt. Außerdem verfügt der Cayenne über Schubrekuperation, während der Macan nur beim Bremsen Energie zurückgewinnt. Der Heckmotor des Turbo hat eine besonders effektive Kühlung.

Der Zweimotoren-Antrieb des Cayenne Turbo Electric kommt auf 630 kW (857 PS). Bei aktivierter Launch Control im Overboost steigt die Leistung kurzfristig auf 850 kW bzw. 1.156 PS. Das maximale Drehmoment ist deutlich vierstellig: 1.500 Newtonmeter. In nur 2,5 Sekunden katapultiert das schwere Elektro-SUV aus dem Stand auf 100 km/h.

Zum Vergleich: Ein Porsche 911 Turbo S schafft denselben Sprint in 2,7 Sekunden – und ist dabei gut 800 Kilogramm leichter.

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Das Einstiegsmodell: Stark genug für fast jeden

Wer nicht 165.500 Euro ausgeben möchte, bekommt mit dem Basiscayenne Electric trotzdem ein beeindruckendes Fahrzeug. Der Porsche Cayenne Electric kostet ohne Extras 105.200 Euro. Die 300 kW (408 PS) des Cayenne Electric lassen den Cayenne in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Die Fahrleistungen liegen auf Sportwagenniveau.

Bei Launch Control im Overboost steigt die Leistung auf 325 kW (442 PS) und ein Drehmoment von 835 Newtonmeter. In 4,8 Sekunden beschleunigt dieser Cayenne aus dem Stand auf 100 km/h und wird bei Bedarf bis zu 230 km/h schnell. Das Basismodell ist in der Praxis alles andere als schwach – es ist nur nicht 1.156 PS stark.

Laden: 400 kW als Spitzenwert

Die Batterie sollte mindestens 15 Grad warm sein. Geladen wird das SUV im besten Fall erst, wenn der Akkustand bei etwa neun Prozent liegt oder weniger als 60 Kilometer Reichweite übrig sind. Stimmen die Bedingungen, könnte es tatsächlich schnell gehen: Der Cayenne lädt dann laut Hersteller in rund 16 Minuten von zehn auf 80 Prozent.

400 kW Spitzenladeleistung ist ein Wert, der 2026 noch immer zu den schnellsten auf dem Markt gehört. In der Praxis hängt die tatsächlich erreichte Ladeleistung von Akkutemperatur, Ladestand und verfügbarer Infrastruktur ab – aber das Potenzial ist vorhanden.

Das Cockpit: Digital und durchdacht

Das Bedienkonzept ist neu und digital. Man blickt im Cockpit auf zwei oder drei Displays. Das optionale Head-up-Display besitzt eine Augmented Reality-Funktion. Der Sprachassistent arbeitet mit KI-Unterstützung. Der Cayenne Electric lässt sich per Smartphone oder Smartwatch öffnen.

Es gibt einen Startknopf im Cayenne Electric – Porsche-typisch links vom Lenkrad – aber in der Regel braucht man ihn nicht. Schon bei Annäherung an das Fahrzeug mit dem Schlüssel in der Tasche wird entriegelt und das System hochgefahren. Zum Losfahren drückt man den Joystick rechts vom Lenkrad nach unten.

Die Sprachsteuerung hinterlässt einen gemischten ersten Eindruck: Sie kann navigieren, übersetzen und Auskunft geben – aber Fenster lassen sich damit nicht öffnen.

Fahreindruck: Porsche-typisch präzise

Typisch Porsche: das dünne Lenkrad, das perfekt in der Hand liegt. Die Lenkung ist direkt, aber nicht nervös – genau die richtige Balance.

Zur serienmäßigen Luftfederung mit adaptiver Steuerung der Dämpfung kommt im Fall des Testwagens auch die optionale Hinterachslenkung dazu. Beim Auslosten der Dynamikgrenzen sind neben einem wachen Geist auf jeden Fall leere Straßen empfehlenswert.

Der Cayenne Electric Turbo beschleunigt nicht wie ein Elektroauto – er beschleunigt wie eine Rakete in Wohnzimmerformat. Wer einmal die Launch Control aktiviert hat, versteht, warum Porsche dieses Auto als den stärksten Serien-Porsche aller Zeiten bewirbt.

Was fehlt – und was noch kommt

Wer erwartet, dass ein Elektroauto aus dem Jahr 2026 für mindestens 165.500 Euro zum Marktstart eine fertig entwickelte Vehicle-to-Load-Funktion besitzt, wird vorerst enttäuscht. Die 230-Volt-Steckdose im Kofferraum ist optional – bidirektionales Laden fehlt zum Marktstart.

Nachdem Porsche den Cayenne Electric präsentiert hat, folgt nun die Coupé-Variante des großen Stromers. Optisch unterscheidet sie sich vor allem durch die Karosserielinie mit ihrer flach abfallenden Dachpartie. Mit 1,65 Metern Höhe ist das Coupé 24 Millimeter flacher geworden. Mit einem cw-Wert von 0,23 ist das Coupé noch etwas windschlüpfriger als das SUV.

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Fazit: Ein Fahrzeug, das Maßstäbe setzt – mit kleinen Lücken

Der Porsche Cayenne Electric Turbo ist ein beeindruckendes Fahrzeug. 1.156 PS in einem alltagstauglichen SUV, Ladezeiten auf Spitzenniveau, Fahrdynamik auf Sportwagenniveau – das ist ein Paket, das kein direkter Wettbewerber so schnürt. Wer bereit ist, das nötige Kleingeld zu investieren, bekommt das derzeit Stärkste, was Porsche je gebaut hat.

Der Reiz des Außergewöhnlichen und die Bereitschaft, für Spitzenleistung tief in die Tasche zu greifen, verbindet Fahrzeugwelten mit anderen Bereichen, in denen Enthusiasten auf Qualität setzen. Wer etwa beim Online Casino mit hohem Einsatz spielt, kennt das Prinzip: Das Beste kostet mehr, liefert aber ein Erlebnis, das günstigere Alternativen schlicht nicht bieten können.

Für alle, die kein Topmodell brauchen: Auch der Basis-Cayenne Electric mit 408 PS ist ein erstklassiges Fahrzeug, das im Alltag kaum Wünsche offen lässt – und 60.000 Euro günstiger ist.