Denza Z: Elektrischer Supersportwagen kommt nach Deutschland

Die BYD-Tochter Denza macht Ernst. Mit dem Denza Z bringt der chinesische Hersteller einen Supersportwagen auf den Markt – auch den deutschen – der nicht nur extrem schnell laden kann, sondern auch noch mehr als 1.000 PS und mehrere Modelle aufweisen kann.

Der Denza Z wird als Coupé, als Spyder sowie in einer Racing-Variante angeboten werden. Alle drei Varianten setzen auf einen Dreimotoren-Antrieb mit einem Elektromotor an der Vorderachse und zwei unabhängigen Motoren hinten. Dieses Layout ermöglicht ein besonders präzises Torque Vectoring, das die Antriebskraft zwischen den Hinterrädern aktiv verteilt und so sowohl die Fahrdynamik als auch die Stabilität verbessert.

Galerie: Denza Z Coupé

Die beiden Heckmotoren erreichen Drehzahlen von bis zu 30.000 U/min. Gemeinsam liefern die drei Aggregate bei Coupé und Spyder 1.605 PS und 1.240 Nm Drehmoment. Das Coupé sprintet damit in 2,25 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 300 km/h Spitze. Noch extremer präsentiert sich der Racing: Mit optionalen Semi-Slick-Reifen gelingt der Standardsprint in lediglich 1,96 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 350 km/h. Eine geplante Special Edition mit mehr als 2.000 PS soll den Wert sogar auf unter 1,7 Sekunden drücken.

Galerie: Denza Z Spyder

Die Energie liefert eine 76-kWh-Blade-Batterie der zweiten Generation, die nach dem Cell-to-Body-Prinzip direkt in die Fahrzeugstruktur integriert ist. Dadurch werden Gewicht und Bauraum optimiert. Je nach Modell gibt Denza Reichweiten von 410 Kilometern für das Coupé, 400 Kilometern für den Spider und 380 Kilometern für den Racing an.

Galerie: Denza Z Racing

Besonders hervorheben möchte Denza die neue Flash-Charging-Technologie. An geeigneten Schnellladesäulen sind dank dieser Technologie Ladeleistungen von bis zu 1.500 kW möglich. Dadurch soll der Akkustand innerhalb von nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent und in lediglich neun Minuten von 10 auf 97 Prozent steigen. Zusätzlich unterstützt das Fahrzeug bidirektionales Laden (Vehicle-to-Load), sodass externe Verbraucher direkt über die Fahrzeugbatterie versorgt werden können.

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Auch beim Fahrwerk setzt der Hersteller auf Hightech. Das DiSus-M-System kombiniert Doppelquerlenker vorne mit einer Mehrlenker-Hinterachse und arbeitet mit magnetorheologischen Dämpfern. Deren Kennlinie verändert sich innerhalb kürzester Zeit über ein Magnetfeld, das die Viskosität der Dämpferflüssigkeit beeinflusst. Coupé und Spider verfügen zusätzlich über eine Luftfederung, während der Racing klassische Schraubenfedern nutzt.

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Zur Verzögerung kommen bei allen Modellen gelochte Carbon-Keramik-Bremsscheiben zum Einsatz. Sie reduzieren die ungefederte Masse um rund 30 Kilogramm, verbessern die Wärmeableitung und sollen eine Lebensdauer von bis zu 300.000 Kilometern erreichen. Vorn arbeiten Sechskolben-, hinten Vierkolben-Bremssättel, die in mehreren Farben erhältlich sind.

Auch bei der Aerodynamik fährt Denza so Einiges auf. Die markante Frontpartie führt die einströmende Luft gezielt durch die Motorhaube und verbindet geringen Luftwiderstand mit einer effizienten Kühlung und zusätzlichem Abtrieb. Beim Racing fällt der Lufteinlass nochmals größer aus, ergänzt durch ein mehrkanaliges Kühlsystem für Motoren und Bremsen. Optional gibt es für den Racing einen dreifach verstellbaren Carbon-Heckflügel. Dadurch wächst das Fahrzeug gegenüber dem Coupé um neun Zentimeter und erzeugt bei Tempo 350 bis zu 1.060 Kilogramm Abtrieb.

Für zusätzliche optische Akzente sorgen mehrschichtige Perleffektlackierungen, deren Farbwirkung sich je nach Lichteinfall und Blickwinkel verändert. Insgesamt stehen zehn Außenfarben zur Wahl, ergänzt durch verschiedene Verdeckfarben für den Spider sowie zehn unterschiedliche Innenraumdesigns.

Der Innenraum soll Sportlichkeit mit Komfort verbinden. Im Mittelpunkt steht das Lenkrad mit sechs physischen Tasten, über die unter anderem die Track- und Boost-Funktionen direkt aktiviert werden können.

Der Boost-Modus erhöht auf Knopfdruck das Drehmoment für 20 Sekunden um 30 Prozent. Im Track-Modus werden umfangreiche Telemetriedaten dargestellt, Rundenzeiten können auf einen USB-Stick gespeichert werden. Launch Control und ein spezieller Driftmodus gehören ebenso zum Funktionsumfang wie eine Track-App mit drei frei konfigurierbaren Fahrerprofilen. Darüber hinaus lassen sich Parameter wie Kraftverteilung, Rekuperation, Traktionskontrolle, Dämpfung, Torque Vectoring, ABS, ESP und Bremsassistent individuell anpassen.

Hinter dem Lenkrad sitzt ein 8,9 Zoll großes Kombiinstrument, ergänzt durch einen zentralen 12,8-Zoll-Touchscreen sowie eine kabellose Ladeschale für Smartphones. Carbon, Metalloberflächen und Bezüge in Wildlederoptik sollen den hochwertigen Anspruch unterstreichen.

Coupé, Spider und Racing sind als 2+2-Sitzer ausgelegt. Für den Racing ist alternativ eine Ausführung ohne Rückbank erhältlich, die stattdessen mit einem Überrollkäfig ausgestattet wird. Die Vordersitze bieten eine achtfach elektrische Verstellung, eine anpassbare Lendenwirbelstütze sowie Sitzheizung, Belüftung und Massagefunktion. Bei Coupé und Spider lässt sich zusätzlich der Seitenhalt des Fahrersitzes individuell einstellen. Das Kofferraumvolumen beträgt 250 Liter und wächst durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu 550 Liter.

Zur umfangreichen Serienausstattung gehören unter anderem eine fahrmodusspezifische Ambientebeleuchtung, ein kamerabasierter Innenspiegel sowie elektrisch öffnende Türen mit Soft-Close-Funktion sind ebenfalls serienmäßig. Das Soundsystem stammt von Devialet und arbeitet mit zwölf Lautsprechern, im Spider mit zehn. Neben einem kugelförmigen Center-Lautsprecher auf dem Armaturenbrett sind auch Lautsprecher in die Kopfstützen integriert.

Ein simuliertes Motorgeräusch lässt sich per Tastendruck aktivieren und individuell konfigurieren. Fahrer können zwischen einem klassischen Verbrenner-Sound oder futuristischen Klangwelten wählen und festlegen, ob der Sound innen, außen oder in beiden Bereichen wiedergegeben wird.

Ein weiteres Sicherheitsfeature erkennt Reifenschäden innerhalb von Millisekunden und passt die Kraftverteilung automatisch an, um das Fahrzeug zu stabilisieren. Zusätzlich beherrscht der Denza Z eine sogenannte Kompasskurve, bei der sich das Fahrzeug nahezu um die Vorderachse dreht.

Bestellungen für Coupé, Spider und Racing sind bereits in ausgewählten Märkten möglich. Die ersten Auslieferungen sollen noch vor Jahresende beginnen. Anschließend will Denza die leistungsstärkste Special Edition weiter optimieren und im Herbst mit ihr einen Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife anstreben.