HWA EVO R: Tracktool auf Basis der EVO-Reinkarnation

Die Motorsport-Schmiede HWA erweitert ihr Retro-Projekt HWA EVO rund um den legendären Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evo II um eine kompromisslose Rennstrecken-Version. Nach dem bereits vorgestellten straßenzugelassenen HWA EVO folgt nun der deutlich radikalere HWA EVO R – ein reines Tracktool, das in extrem kleiner Stückzahl gebaut wird.

Von der bereits vor einiger zeit vorgestellten, straßentauglichen Variante sollen lediglich 100 Fahrzeuge entstehen. Parallel entwickelte HWA jedoch auch eine Rennversion für den Einsatz beim 24h-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife.

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Beim diesjährigen Nürburgring-24h-Rennen trat HWA mit drei EVO.R-Rennwagen in der SP-X-Klasse an. Zwei Fahrzeuge landeten auf dem Podium, ein weiteres belegte Rang vier. Die dort gesammelten Erfahrungen fließen nun direkt in die Kundenversion des EVO R ein.

Von dieser kompromisslosen Rennstrecken-Ausführung sind nur 15 Exemplare vorgesehen. Technisch orientiert sich das Modell eng am echten Rennwagen und soll trotz seines extremen Setups auch für ambitionierte Hobbyfahrer beherrschbar bleiben. Dafür setzt HWA auf eine Frontmittelmotor-Architektur in Kombination mit einem Transaxle-Aufbau, was eine besonders ausgewogene Gewichtsverteilung ermöglichen soll.

Das Fahrwerk wurde gemeinsam mit KW Automotive und H&R entwickelt und lässt sich sechsfach verstellen. Verzögert wird mit einer Motorsport-Bremsanlage von AP Racing.

Angetrieben wird der EVO R von einem von HWA entwickelten 3,0-Liter-V6-Biturbomotor. Die Leistung steigt gegenüber der Straßenversion (folgendes Bild) auf rund 560 PS, das maximale Drehmoment liegt bei etwa 670 Nm. Die Motorsteuerung stammt von Bosch Motorsport, geschaltet wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe.

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Coutesy of RM Sotheby’s

Auch optisch hebt sich die Track-Version klar vom ohnehin aggressiven Straßenmodell ab. Neben der Vollcarbon-Karosserie kommen verbreiterte Radhäuser, zusätzliche NACA-Lufteinlässe, eine modifizierte Motorhaube, Polycarbonat-Scheiben sowie spezielle Leichtbau-Rennfelgen von Ronal zum Einsatz. Dazu kommen ein noch extremerer Heckflügel und weitere Motorsport-Aerodynamikdetails.

Im Innenraum dominiert pure Renntechnik: Ein speziell entwickelter Carbon-Schalensitz, eine verstellbare Pedalerie, FIA-homologierter Überrollkäfig und Sicherheitstank gehören zur Grundausstattung. Zusätzlich verbaut HWA ein Airjack-System mit integrierter Lufthebeanlage für schnelle Boxenstopps. Optional sind unter anderem ein Trinksystem, Klimaanlage, Beifahrersitz und ein Beleuchtungspaket für Langstreckenrennen erhältlich.

Käufer sollen außerdem ein umfassendes Supportprogramm erhalten. HWA verspricht technische Betreuung, Ersatzteilversorgung und exklusive Veranstaltungen für Besitzer. Jedes Fahrzeug wird individuell nach Kundenwunsch aufgebaut; verschiedene Pakete wie ein Langstrecken- oder Elektronik-Kit stehen ebenfalls zur Auswahl. Einen Preis nennt HWA bislang noch nicht.