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24h-Rennen 2015: Heiße Duelle in der Eifel vorprogrammiert

In drei Wochen ist es soweit. Dann geht’s bei der 43. Auflage des 24h-Rennens auf der Nürburgring Nordschleife wieder zur Sache. Und auch in diesem Jahr erwartet die Zuschauer wieder Großes. Immerhin steht nach Ablauf der Nennungsfrist nun fest: Knapp 160 Teams werden am Himmelfahrtswochenende auf der Nürburgring-Nordschleife antreten. Zu den drei Dutzend Nennungen in den Top-Klassen (SP9 GT3, SP-Pro und SP-X) gesellen sich über 20 GT-Boliden im Cup-Trim (SP7). Die Reise zwei Mal rund um die Uhr auf der längsten Rennstrecke der Welt verspricht also ein beeindruckendes Spektakel.

Mit der Startnummer 1 der Titelverteidiger tritt das Quartett der Vorjahressieger an: Christopher Haase / Christian Mamerow / René Rast / Markus Winkelhock können im Team Phoenix auf die neueste Version des Audi R8 LMS vertrauen. Und auch das belgische Audi Sport Team WRT, das 2014 das 24h-Rennen von Spa-Francorchamps gewinnen konnte, setzt natürlich auf den Mittelmotor-Renner aus Ingolstadt.

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Bei BMW sind es die Teams Schubert und Marc VDS, die mit ihren vier Z4 GT3 die Speerspitze bilden. Mit ihrem Sieg beim 24h-Qualirennen haben insbesondere Dominik Baumann / Claudia Huertgen / Jens Klingmann / Martin Tomczyk ihre Ansprüche geltend gemacht. Im Schubert-Schwesterauto geht unter anderem DTM-Champion Marco Wittmann mit weiteren Langstreckenspezialisten an den Start.

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Das Lager der Mercedes-Benz-Teams wird angeführt von den Vorjahreszweiten: Black Falcon hat sich mit dieser Leistung die Startnummer 2 redlich verdient und schickt nun zwei starke Teams auf die Jagd nach der begehrten „1“. Erhalten geblieben ist dem Team unter anderem der Schwede Andreas Simonsen, der 2014 den zweiten Platz mit erkämpfte. Daneben geht etwa DTM-Rekordchampion Bernd Schneider für die Meuspather an den Start. Die im Vorjahr drittplatzierte Mannschaft von ROWE Racing ist ebenfalls mit zwei stark besetzten Mercedes-Benz SLS AMG GT3 am Start. Einen weiteren Flügeltürer schickt Haribo Racing ins Rennen. Das Bonner Team glänzte mit seinem neuen Einsatzfahrzeug bereits beim 24h-Qualirennen, als es die Pole eroberte und im Rennen lange Zeit führte.

Im Porsche-Lager sind es vor allem drei Teams, deren Auftritt mit Spannung erwartet wird. Bestes Team mit einem 911er war im vergangenen Jahr Falken Motorsports: Die Werksmannschaft des Reifenherstellers geht unverändert mit Peter Dumbreck / Wolf Henzler / Martin Ragginger / Alexandre Imperatori an den Start, die 2014 mit dem vierten Platz den Sprung auf das Podium nur knapp verpassten. Traditionell stark besetzt sind die 911er aus dem Manthey-Team. Besonders der mit Georg Weiss / Oliver Kainz / Jochen Krumbach / Richard Lietz besetzte 911 GT3 RSR wird mit Spannung erwartet, denn er ist in der Fahrzeugklasse SP-Pro genannt und schert damit aus dem reinrassigen GT3-Trim aus. Für eine Überraschung sorgen die Publikumslieblinge von Frikadelli Racing, denn das Team setzt zwei Porsche ein. Mit Sabine Schmitz / Patrick Huisman / Patrick Pilet / Jörg Bergmeister auf dem in der Klasse SP9 geführten Flaggschiff gehört die Eifel-Mannschaft zum Kreis der Favoriten.

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Faszinierend ist auch in diesem Jahr die Marken- und Modellvielfalt im Starterfeld. In der Topklasse setzt Aston Martin Racing etwa zwei Vantage GT3 ein. Hier bilden Stefan Mücke, Darren Turner und Pedro Lamy die Speerspitze, die für die Briten im Vorjahr Platz fünf holten. Zu den potenziellen Überraschungskandidaten gehören auch die drei exzellent besetzten Bentley Continental GT3, die im Werksauftrag an den Start gehen. Mit der Startnummer 85 sind drei Piloten am Start, die 2014 als Zweitplatzierte das Podium beim ADAC Zurich 24h-Rennen bestiegen: Jeroen Bleekemolen, Lance David Arnold und Christian Menzel. Spektakulär sind außerdem die beiden Prototypen, die die Scuderia Cameron Glickenhaus ins Rennen schickt. Die SCG 003c bestechen durch ihre Sportwagen-Optik und haben ihre Performance bereits bewiesen. Im 24h-Qualirennen holten sie die Startplätze vier und fünf.

Ambitioniert tritt auch das Werksteam des größten Automobilherstellers der Welt an: Das Team Toyota Gazoo Racing hat einen Lexus LFA Code X aufgebaut, der in der Klasse SP-Pro geführt ist. Erstmals verfügen die Japaner damit über ein Auto, das den Gesamtsieg holen könnte. Beim 24h-Qualirennen gelang der dritte Startplatz – und damit der Beweis, dass Lexus in diesem Jahr voll konkurrenzfähig ist.

Auch Nissan ist in den Topklassen werksseitig vertreten: Das Team Nissan GT Academy startet mit einem GT-R GT3.

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