Ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen: Als der Audi Q7 in den USA auf den Markt kam, kursierte ein Foto, auf dem das Fünf-Meter-Dickschiff aus Ingolstadt neben einem US-SUV stand. Darunter die „Meldung“: Audi greift mit dem Q7 den amerikanischen Kompakt-Markt an. Und tatsächlich mochte man meinen, der Q7 sei gleich mehrere Fahrzeugklassen unterhalb des US-Derivats angesiedelt. Doch damit ist nun Schluss. Mit dem neuen, 5,31 Meter langen Audi Q9 will man nun zumindest eine Klasse weiter oben mitspielen. Da wundert es nicht, dass schon die offiziellen Pressebilder das neue Flaggschiff der Marke auf US-Amerikanischen Straßen zeigen (zumindest behaupte ich das jetzt mal).
Luxus statt sportlicher Härte
Und damit der Q9 so richtig einschlägt, spendiert ihm Audi unter anderem elektrisch öffnende Türen, ein großes Panorama-Glasdach mit schaltbarer Transparenz sowie ein Bang & Olufsen 4D-Soundsystem, das Lautsprecher mit vibrierenden Sitzelementen kombiniert. Audi verabschiedet sich im Innenraum außerdem von vielen hochglänzenden Kunststoffflächen und setzt stattdessen verstärkt auf matte Oberflächen, Holzdekore und hochwertige Materialien.
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Europa bekommt zunächst den Diesel
Besonders interessant fällt die Motorenstrategie aus. Während Audi den Q9 in Nordamerika mit einem aufgeladenen Benziner anbietet, startet das SUV in Europa zunächst ausschließlich mit einem 3,0-Liter-V6-TDI samt 48-Volt-Mildhybridtechnik. Der Sechszylinder leistet 300 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern. Die Kraftübertragung übernimmt eine Achtgang-Automatik in Verbindung mit dem permanenten Quattro-Allradantrieb.
Mit dieser Antriebskombination richtet sich Audi vor allem an Vielfahrer und Kunden, die regelmäßig schwere Anhänger ziehen oder lange Autobahnstrecken absolvieren. Weitere Benzinmotoren sowie elektrifizierte Varianten sollen später folgen. Die Topmotorisierung wird der Audi SQ9 bilden, der von einem Vierliter-Biturbo-V8 mit 600 PS und 800 Nm angetrieben wird. Den Sprint auf Tempo 100 soll der Trumm in 3,8 Sekunden schaffen. Zu erkennen ist der SQ9 an einem komplett anderen Kühler sowie anderen Endrohren (Siehe auch Video weiter unten).
Galerie Audi SQ9:
Komfort steht an erster Stelle
Auch fahrwerkseitig orientiert sich der Q9 klar an der Luxusklasse. Eine adaptive Luftfederung gehört zur Ausstattung und passt Dämpfung sowie Fahrzeughöhe automatisch an die Fahrsituation an. Optional ist zudem eine Allradlenkung erhältlich, die das große SUV sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn handlicher machen soll.
Im Cockpit setzt Audi auf die aktuelle Generation seines Digitalkonzepts. Fahrer und Beifahrer blicken auf eine großflächige Displaylandschaft mit digitalem Kombiinstrument, zentralem Touchscreen und zusätzlichem Beifahrerdisplay. Das Infotainmentsystem basiert auf Android, unterstützt zahlreiche Apps und lässt sich per Sprachsteuerung bedienen.
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Premium-SUV mit Premium-Preis
Produziert wird der Audi Q9 im slowakischen Bratislava, wo bereits der Q7 vom Band läuft. Die Markteinführung in Europa beginnt im November 2026. Der Einstiegspreis für den Q9 TDI liegt bei 108.400 Euro und macht deutlich, dass Audi sein neues Spitzenmodell klar im Luxussegment positioniert.
Galerie: Audi Q9 2026
Videos Audi Q9:





















