Wettkämpfe gibt es schon seitdem die Menschen überhaupt denken können. Ein gesunder Konkurrenzkampf ist wichtig für eine funktionierende Gesellschaft. Jedoch auch auf professioneller Ebene stritten sich schon in der Antike Athleten darum, der Beste zu sein. Damals schon, im alten Rom und Griechenland erfreute sich der Rennsport großer Beliebtheit. Natürlich gab es damals statt Motoren Muskelkraft oder echte Pferdestärken, die an den Start gingen. Seitdem hat sich ziemlich viel getan. Vor knapp 130 Jahren gab es die ersten Autorennen, die sich zu einer milliardenschweren Industrie entwickelt haben.

Olympia: Am Anfang war der Mensch

Die Grundidee eines Rennens liegt im Prinzip erst einmal in der Bewegung von A nach B. Neben der zweckmäßigen Transportfunktion entwickelte sich nach und nach eine zusätzliche Wettbewerbsfunktion, die für die Teilnehmenden und für außenstehende Zuschauer einen Unterhaltungswert bieten konnte. Während das Laufen also beispielsweise in der Steinzeit noch lebensnotwendig war, entwickelte sich Laufe der Zeit ein Sport daraus.

Schon bei den antiken Olympischen Spielen im 7. Jahrhundert vor Christi Geburt fanden offizielle wettbewerbsmäßige Läufe statt: Dabei gab es Disziplinen wie 190 Meter und 1500 Meter. Beim sogenannten Waffenlauf traten die Athleten mit Helm, Beinschienen, Speer und Schild ausgestattet gegeneinander an.

Damals waren sogar schon Sportwetten Teil der Gesellschaft. Etwa zeitgleich mit dem Start der Olympischen Spiele wurden die ersten Wetten auf Athleten abgeschlossen. Viel hat sich am eigentlichen Prozedere des Wettens nicht geändert, außer dass man heute viel genauere Quoten hat.

Außerdem vereinfacht die fortschreitende Technik das Wetten ungemein. Mittlerweile kann man sogar alles komplett digital in einer App erledigen. Allerdings sollte man hier den Durchblick bewahren und wissen, wo man beispielsweise die Sportwettenapps mit der besten Quote findet.

Auch heute ist das Laufen als eine der ursprünglichsten Disziplinen im Kampf um die Höchstgeschwindigkeit sehr beliebt und wird wohl nicht aussterben, solange wir uns noch mit Hilfe unserer Füße fortbewegen. Jedoch haben sich mit zunehmender Auswahl an Fortbewegungsmitteln gleichzeitig neue Möglichkeiten für Rennsportarten eröffnet.

Fokus auf PS: Wagenrennen

Die Wagenrennen sind der klassische Vorläufer unseres heutigen Motorsports. Allerdings gibt es auch heute noch einige Sportarten mit Pferden, wie etwas das klassische Pferderennen, das Trabrennen oder der Fahrsport.

Sogar früher als das Laufen war das Wagenrennen eine beliebte Sportart bei den antiken Griechen und Römern. Die Rennen wurden mit Streitwagen durchgeführt, an den zwei oder vier Pferde gespannt waren. Seit wann genau es diese Art des Rennens gibt, ist nicht wirklich bekannt, allerdings gibt es bereits eine Erwähnung in dem Epos „Ilias“ von Homer aus dem 8. Jahrhundert vor Christi Geburt, in dem es um den trojanischen Krieg geht.

Später wurde die Disziplin bei den Olympischen Spielen abgehalten. Sieben Runden war die übliche Länge, bei einer Strecke von 600 Metern. Gefahren wurde gegen den Uhrzeigersinn. Bestes Beispiel für einen solchen Wagenrennplatz ist der Circus Maximus in Rom.

Erster Motorsport, dank Carl Benz

Dass sich aus alldem beizeiten der moderne Motorsport entwickelte, war im Prinzip einfach nur konsequent: Wenn sich ein Mensch mit einer Sache fortbewegen kann, dann muss theoretisch mit der Sache ein Rennen möglich sein. So ist es auch beim Auto. Die Vorgeschichte des Motorsports startet wohl im Jahr 1885, also mit der Erfindung des Automobils durch Carl Benz. Das große Ziel war zunächst die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit dieser neuen Fahrzeuge zu demonstrieren.

Bereits im Jahr 1895 fanden dann die ersten Rennen statt. Damals waren die Fahrer jedoch mit regulären Serienautos unterwegs und nicht wie heute mit speziell angefertigten Rennmobilen. Nicht zuletzt dank dieser Rennen entwickelten sich die Automobile rasch weiter.

Die Entwicklung des Motorsports

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Es gab ziemlich viele Dämpfer, die die Zukunft des Motorsports in Gefahr brachten. Die Fahrzeuge waren einfach noch nicht sicher genug und es kam regelmäßig zu schweren Unfällen. Die erste große Katastrophe im Rennsport war wohl das Langstreckenrennen von Paris nach Madrid. Beim sogenannten „Todesrennen“ im Jahr 1903 kamen acht Menschen ums Leben, zudem gab es viele Verletzte. Das Rennen wurde dann nach 552 Kilometern in Bordeaux abgebrochen und zwar noch nicht einmal nach der Hälfte der Strecke.

Das sorgte dafür, dass Rennen nur noch auf speziellen Kursen stattfinden durften, zudem wurden technischen Regeln aufgestellt, an die man sich halten musste. So konnten auch gleiche Chancen innerhalb eines Rennens sichergestellt werden. Bei den ersten Rundkursen handelte es sich um Schotterstrecken (wie etwa die in LeMans), bei denen man eine Länge von 103 Kilometern zwölfmal zurücklegen musste.

Nach und nach entwickelten sich weltweit immer mehr spezielle Rennkurse. Die entsprechenden Fahrzeuge, um Rennen zu fahren, entwickelten sich im Anschluss: Daraus entstanden dann die verschiedenen Motorsportdisziplinen.

Heutige Situation

Heute umfasst der Motorsport nicht nur Autos, sondern auch Motorräder und andere motorisierte Gefährte. Eine der beliebtesten Motorsportarten ist jedoch ohne Zweifel der Formelsport. Der lässt sich wiederum in mehrere Unterkategorien aufteilen, die sich nach den jeweiligen Fahrzeugen richten.

Am bekanntesten ist hier wohl der Formelsport mit Autos, wie etwa die Formel 1. Daneben gibt es jedoch auch Rennformeln bei Sportflugzeugen und Rennbooten.

Der Motorsport ist heutzutage also so vielfältig wie nie. Obwohl die Fahrer und Piloten bloß „fahren“, verlangt ihnen der Sport einiges ab, sowohl körperlich als auch geistig, da sie ein hohes Stresslevel aushalten und immer konzentriert sein müssen. Die Fahrer, vor allem in der Formel 1, werden gefeiert wie Popstars, wie Michael Schumacher, der seinerzeit für Ferrari unterwegs war, oder aktuell Lewis Hamilton, der für Mercedes fährt. Es ist eine Industrie, die wirklich milliardenschwer ist und noch mehr Geld umsetzt als die Fifa.