Der M5 ist keine gewöhnliche Limousine – er ist die direkteste Antwort darauf, was passiert, wenn Rennsport auf Alltagstauglichkeit trifft. Seit über vier Jahrzehnten liefert BMW den Beweis, dass man beides haben kann. Wer die BMW M5-Generationen kennt, versteht, warum sie im Bereich Auto Motor Sport bis heute als Benchmark gilt.
Marke BMW und BMW M GmbH
Die BMW M GmbH wurde 1972 als Motorsportabteilung gegründet und ist heute die eigenständige Hochleistungs-Tochter des Konzerns. Ihr Auftrag war klar: Rennsport-DNA auf die Straße bringen, ohne Kompromisse beim Alltagskomfort.
Bedeutung des M5 im Segment der Sportlimousinen
Der BMW M5 hat das Segment der Hochleistungs-Limousinen nicht mitgeprägt – er hat es erschaffen. Mercedes-AMG und Audi RS orientierten sich bei ihren eigenen Modellen direkt am M5.
Erste Generation: E28 (1984–1988)
Der E28 kam ohne große Ankündigung und schuf das Konzept der modernen Sportlimousine. BMW baute den stärksten Reihensechszylinder in die normale 5er-Karosserie. Stückzahlen bewusst klein, Produktion in Handarbeit.
Entwicklung und Konzept
Basis war das Hochdrehzahl-Konzept des M1-Motorsportprogramms, direkt auf ein viertüriges Alltagsauto übertragen. Kein anderer Hersteller hatte das so konsequent umgesetzt.
Technische Basis und Motor
Der E28 setzte neue Maßstäbe für Performance in einer Limousine. Seine technischen Daten waren für die damalige Zeit außergewöhnlich und klar auf Motorsport-Niveau.
- 3,5-Liter S38-Reihensechszylinder;
- 286 PS Leistung;
- 0–100 km/h in 6,2 Sekunden;
- Höchstgeschwindigkeit: 245 km/h;
- Schnellstes serienmäßiges Viertürer-Auto seiner Zeit.
Diese Werte zeigen, wie weit der E28 seiner Konkurrenz voraus war. Er legte damit den Grundstein für alle folgenden M5-Generationen.
Marktpositionierung
Verkauft ausschließlich über ausgewählte Händler, bewusst limitiert. Dieses Prinzip legte den Grundstein für den bis heute hohen Sammlerwert.
Zweite Generation: E34 (1988–1995)
Mit dem E34 wurde der M5 komfortabler und kräftiger. BMW überarbeitete die technische Basis grundlegend, und die zweite Generation der BMW M5 Generationen gilt als besonders ausgewogenes Modell. Fahrdynamik und Langstreckentauglichkeit auf einem Niveau, das die Konkurrenz verfehlte.
Technische Weiterentwicklung
Der S38B36-Motor leistete 340 PS, kombiniert mit neuem Sechsgang-Getriebe. Die überarbeitete Hinterachse verbesserte die Kraftübertragung spürbar.
Einführung der Touring-Version
Einzig beim E34 gab es den M5 als Touring – 1992 bis 1995, kleine Stückzahl. Die Kombination aus 340 PS und Kombikarosserie blieb für Jahrzehnte ein Einzelfall.
Produktionsbesonderheiten
Alle E34 M5 entstanden in Handarbeit im BMW-Werk Garching. Die Fertigungsqualität spiegelt sich in erhaltenen Exemplaren wider und ist ein direkter Grund für hohe Gebrauchtpreise.
Dritte Generation: E39 (1998–2003)
Der E39 gilt für viele M-Fans als die Referenz schlechthin. Design, Fahrwerk und Motor harmonierten so gut, dass gepflegte Exemplare bis heute hohe Preise erzielen. Der Wechsel zum V8 war die entscheidende Weichenstellung.
Wechsel zum V8-Motor
Der S62-Motor mit 4,9 Litern und 400 PS drehte bis 7.600 U/min und produzierte einen im Auto-Segment einzigartigen Klang. Sprint 5,3 Sekunden, rund 20.000 Einheiten über die Laufzeit.
Fahrdynamik und Innovationen
Das Fahrwerk vereinte Sportlichkeit und Komfort auf bis dahin unerreichtem Niveau. Die elektrohydraulische Servolenkung galt als eine der direktesten ihrer Zeit – eine aktuelle Einordnung bietet evocars-magazin.de.
Bedeutung im Markt
Der E39 bewies erstmals, dass ein M5 breite Käuferschichten ansprechen kann. BMW nutzt dieses Rezept seitdem in jeder Generation.
Vierte Generation: E60 (2005–2010)
Der E60 war der radikalste M5 bis dahin – ein Motorsportmotor in einer Familienlimousine. Die vierte Generation der BMW M5 Generationen polarisierte, setzte aber Maßstäbe, die einzigartig blieben. Wer Wetten online Deutschland kennt, versteht das Prinzip: hohes Risiko, maximaler Thrill.
V10-Motor und Motorsport-Einfluss
Der S85-V10 mit 507 PS drehte bis 8.250 U/min – ein Wert, den kein Serienfahrzeug dieser Klasse je wieder erreicht hat. Sprint 4,7 Sekunden, Siebgang-SMG-Getriebe mit Schaltzeiten unter 65 Millisekunden.
Neue Technologien (iDrive)
Mit dem E60 hielt iDrive erstmals Einzug in den M5 – damals umstritten, heute Standard in allen BMW-Modellen. Die M-Drive-Taste ermöglichte das schnelle Abrufen gespeicherter Fahrzeugkonfigurationen per Knopfdruck.
Design und Kritik
Breite Kotflügel und vier Endrohre setzten den E60 klar vom normalen 5er ab. Langlebigkeit des SMG-Getriebes und hoher V10-Wartungsaufwand blieben kritische Punkte in der Fachpresse.
Fünfte Generation: F10 (2011–2016)
Der F10 vollzog den Wechsel zur Biturbo-Technologie – eine Entscheidung mit Folgen für das gesamte M-Programm. BMW lieferte ein effizientes, alltagstauglicheres Modell. Gegen den V10-Mythos des Vorgängers hatte der F10 es schwer – überzeugte aber mit Zahlen.
Umstieg auf Biturbo-Technologie
Der S63-Biturbo-V8 mit 4,4 Litern leistete 560 PS und 680 Nm bereits ab 1.500 U/min. Weniger Hochdrehzahl-Dramatik als beim E60, dafür deutlich mehr Durchzug im Alltag.
Effizienzsteigerung
Trotz mehr Leistung sank der Verbrauch gegenüber dem Vorgänger erheblich. Der Generationenvergleich zeigt die Entwicklung:
| Generation | Motor | Leistung | Verbrauch (Norm) |
| E60 | S85 V10, 5,0 l | 507 PS | ca. 14,0 l/100 km |
| F10 | S63 Biturbo, 4,4 l | 560 PS | 9,9 l/100 km |
| F90 | S63 Biturbo, 4,4 l | 600 PS | 10,5 l/100 km |
| G90 | S68 V8 + E-Motor | 727 PS | 1,7 l/100 km (WLTP) |
Die Zahlen machen deutlich: Mehr Leistung beim M5 muss nicht mehr Verbrauch bedeuten. Effizienz ist längst Teil des Performance-Konzepts.
Elektronische Assistenzsysteme
Erstmals bot der F10 ein vollständiges Assistenzpaket als Standard: adaptives Fahrwerk, aktive Lenkung und konfigurierbares M-Dynamic-Mode-System. Diese Architektur legte die technische Grundlage für alle späteren M-Modelle.
Sechste Generation: F90 (2017–2023)
Der F90 brachte den größten Fahrdynamiksprung seit dem E39. Mit xDrive-Allradantrieb, 600 PS und 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h setzte die sechste Generation der BMW M5 Generationen neue Klassenmaßstäbe. In Deutschland war der F90 der erfolgreichste M5 aller Zeiten.
Einführung von xDrive (Allradantrieb)
Mit dem F90 erhielt der M5 erstmals xDrive – deaktivierbar für reinen Hinterradantrieb. Die Kombination aus 600 PS und Allrad ermöglichte Fahrleistungen, die in der Klasse undenkbar waren.
Fahrmodi und Performance
Der F90 bot drei klar definierte Fahrmodi für vollständige Kontrolle über den Kraftfluss. Wer MMA Wetten Deutschland schätzt, kennt das Prinzip: der beste Performer passt sich an. Die drei Modi:
- 4WD: maximale Traktion für Alltag und nasse Fahrbahn;
- 4WD Sport: sportliche Kraftverteilung mit Hinterradbetonung;
- 2WD: reiner Hinterradantrieb für Rennstrecke und entschlossene Fahrer.
Diese Flexibilität machte den F90 zum vielseitigsten M5 der Geschichte. Kaum eine Generation bot mehr Anpassung an unterschiedliche Fahrstile.
Competition-Modelle
Das F90 Competition-Modell leistete 625 PS und brachte härtere Fahrwerksabstimmung mit überarbeiteten Dämpfern aus dem M8 Gran Coupé. In Deutschland war es die meistverkaufte F90-Variante.
Siebte Generation: G90 (2024–heute)
Der G90 bricht mit Tradition: Erstmals fährt ein BMW M5 als Plug-in-Hybrid vor. 727 PS Systemleistung, 1.000 Nm, 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Das Leergewicht von 2.435 kg polarisiert, spielt im Fahrbetrieb aber eine untergeordnete Rolle.
Hybridantrieb
Der V8 S68 mit 585 PS kombiniert mit einem Elektromotor mit 197 PS ergibt 727 PS Systemleistung. Die 18,6-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 69 km rein elektrisch laut WLTP. Mit M-Drivers-Package liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 305 km/h.
Technologische Neuerungen
Erstmals ist der M5 als Touring (G99) mit identischem Antrieb erhältlich. Laut auto-motor-und-sport.de zählt der G90 zu den überzeugendsten Performance-Hybriden des Marktes.
Zukunftsausrichtung
Der G90 ist das Bindeglied zwischen Verbrenner-Tradition und elektrischer Zukunft. Eine vollelektrische Nachfolgegeneration gilt als beschlossene Sache.
Einfluss des BMW M5
Der BMW M5 hat das Segment der Hochleistungs-Limousinen erschaffen. Ohne den E28 gäbe es keinen Mercedes-AMG E 63, keinen Audi RS 6 in dieser Form. Das Erbe lässt sich durch Jahrzehnte Produktentwicklung bei Mitbewerbern belegen.
Wettbewerb mit anderen Herstellern
Mercedes-AMG E 63 und Audi RS 6 sind die direkten Wettbewerber im deutschen Markt. Keiner hat die Modelltreue des M5 über sieben Generationen aufrechterhalten.
Rolle im Segment der Hochleistungs-Limousinen
Sieben Generationen, sieben Motorkonzepte, eine Botschaft: maximale Leistung ohne Verzicht auf das Nötige.
Fazit
Der BMW M5 hat in 40 Jahren bewiesen, dass Familienlimousine und Rennstreckengerät kein Widerspruch sind. Von 286 PS des E28 bis 727 Hybrid-PS des G90 ist das Grundprinzip dasselbe: maximale Leistung im alltagstauglichen Paket.
Entwicklungslinien
Die sieben BMW M5 Generationen zeigen eine klare Linie: steigende Leistung, kein Bruch mit dem Kernkonzept. Jede Generation hat dabei mindestens einen Schritt gemacht, der über reine Leistungssteigerung hinausging.
Zukunftsperspektiven
Eine vollelektrische Nachfolgegeneration ist wahrscheinlich. Wenn BMW so konsequent vorgeht wie in 40 Jahren, bleibt der M5 der Maßstab.









