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Kfz-Versicherung mal anders: Wer nicht fährt, bekommt Geld zurück

Seit mehreren Monaten stehen sich viele Tausend Autos in Deutschland die Reifen platt. Schuld ist die Corona-Pandemie. Meetings werden per Microsoft Teams abgehalten und Kundenbesuche durch Telefon ersetzt – die Fahrt zum Kunden entfällt damit. Das spar zwar Spritkosten, macht aber auch die KFZ-Versicherung obsolet. Denn wozu soll ich meinen Wagen versichern, wenn sich doch gar nicht damit fahre? Oder zumindest würde ich doch gerne einen Teil der Versicherungsbeiträge zurückbekommen, wenn sich meine Laufleistung so drastisch reduziert, oder?

Macht Sinn. Findet auch die Autoversicherer Friday und bietet ein wirklich interessantes Modell an, das man sich durchaus einmal etwas genauer anschauen sollte. Es hört auf den Namen „Zahl pro Kilometer“-Versicherung und hier ist der Name Programm. Heißt im Klartext: Nur wenn du mit dem Auto fährst, brauchst du auch eine Versicherung und auch nur dafür zahlst du dann auch. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch: Wenn du deinen Wagen stehen lässt, zahlst du auch keine Versicherung – bzw. du bekommst Geld zurück, wenn du weniger gefahren bist, als gedacht. Glaubt man der Friday Kfz-Versicherung, dann bekommen rund ein Drittel ihrer Kunden am Jahresende Geld zurück, weil sie weniger gefahren sind, als gedacht. Hört sich schon mal gut an, oder? Finden wir auch. Auf der Homepage des Anbieters haben wir eine Beispielrechnung gefunden, laut der man aktuell rund 135 Euro erstattet bekommt, wenn man 5.000 Kilometer/Jahr weniger fährt, als man zunächst angegeben hatte. Bei 2.500 weniger sind es immer noch rund 67 Euro.

Aaaaaaber, das Ganze funktioniert ehrlicherweise auch andersherum. Also: Wenn ihr eure Laufleistung auf 10.000 Km im Jahr geschätzt habt, dann aber doch 12.000 gefahren seid, müsst ihr die 2.000 Extra-Kilometer am Ende des Jahres bezahlen. Besonders interessant dabei: Friday verlässt sich bei den Kilometer-Angaben auf die Aussagen der Kunden. Es ist also nicht notwendig, eine Hardware im Wagen zu installieren, die die Laufleistung erfasst.

Und es kommt noch besser: Denn man kann die Kfz-Versicherung bei „Nichtgefallen“ sogar monatlich kündigen. Daher kann diese Versicherung auch in monatlichen Raten bezahlt werden. Das dürfte allerdings, ohne explizit nachgerechnet zu haben, dann etwas teurer werden, als alles in einer Rate zu bezahlen. Aber so ist das eben mit der Flexibilität. Man kann eben nicht alles haben. Sowohl Auto Bild als auch Autozeitung und Stiftung Warentest sind allerding dennoch der Meinung, die Friday Kfz Versicherung sei ausgesprochen gut und haben sie daher mit Testsieger, Preis-Leistungs-Sieger und „weit besser als der Durchschnitt“ ausgezeichnet.

Schlussendlich muss man natürlich erst einmal den auf der Homepage verfügbaren Kalkulator mit seinen individuellen Daten füttern und das Ergebnis dann mit anderen Anbietern am Markt vergleichen. Also dann, ab geht‘s.